Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.06.2013

14:41 Uhr

Inifiniti Q50

Premium zum Kampfpreis

Quelle:MID

Seit vielen Jahren schon ringt die noble Tochtermarke von Nissan in Europa um die Gunst der Käufer. Doch mehr als ein Nischendasein im Premiumsegment war bislang nicht drin. Mit dem Q50 soll sich das ändern.

Der neue Infiniti Q50 PR

Der neue Infiniti Q50

Genf/SchweizDas erste Exemplar des neuen Infiniti Q50 war im Mai 2013 im japanischen Werk in Tochigi vom Band gerollt. Jetzt hat die Marke auch die Preise bekanntgegeben, mit denen man als immer noch relativ unbekannte Größe vor allem gegen die deutschen Platzhirsche einen schweren Stand hat. Infiniti will mit der Limousine den europäischen Premium-Markt für sportliche Limousinen angehen und sich neben Fahrzeugen wie der E-Klasse und dem BMW 5er als sportliche Alternative positionieren.

Die 4,78 Meter lange, 1,82 Meter breite und 1,44 Meter hohe Sportlimousine ist auch das erste Modell mit der neuen "Q"-Modellbezeichnung und löst die Mittelklasse-Baureihe mit dem Kürzel "G" ab. Der "Q50" ist ab sofort bestellbar, kommt im September in die Auslieferung und startet mit einem Einstiegspreis von 34.350 Euro.

Infiniti M35h im Handelsblatt-Autotest: Der große Unbekannte

Infiniti M35h im Handelsblatt-Autotest

Der große Unbekannte

Audi, Mercedes und BMW haben in Deutschland den Markt für große Limousinen unter sich verteilt. Einer stößt dazwischen. Der Infiniti M35h will die deutsche Übermacht an ihrer Schwachstelle angreifen: dem Hybrid.

Für diese Summe erhält der Kunde den "Q50 2.2d", dessen Vierzylinder-Diesel 125 kW/170 PS leistet. Zur Standardausstattung zählen unter anderem die digitale Steuerung "Infiniti InTouch" mit zwei Touchscreen-Displays, Fahrmodus-Wählschalter, Start-Stopp-System, Rückfahrkamera, aktive Spursteuerung, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Kratzschutz-Lack, einer Ski-Durchreiche, Multifunktionslenkrad, Spracherkennung oder Bluetooth-Audiostreaming

Über dem "Q50 2.2d" ist der "Q50 Hybrid" angesiedelt. Seine Systemleistung beträgt 266 kW/364 PS. Die Preise für den "Q50 Hybrid" mit 3,5-Liter V6-Benziner starten bei 51.356 Euro. Der Verkauf des Viertürers, der im Januar auf der North American International Auto Show in Detroit debütiert hat, startet im Sommer zunächst in den USA. Im Herbst kommt das Modell mit einem Hybridantrieb aus 3,5-Liter-V6-Benziner plus Elektromotor und einem 2,2-Liter-Dieselmotor auch nach Deutschland. Den Q50 wird es mit Heck- oder Allradantrieb geben, für die Kraftübertragung sorgt eine Siebengang-Automatik.

Infiniti FX 30d S: Der schönste Karpfen im Haifischbecken

Infiniti FX 30d S

Der schönste Karpfen im Haifischbecken

Dem FX von Infiniti steht seine große Schnauze nach einem Facelift so gut, dass er der bestaussehendste Crossover-SUV ist. Aber der Beau unter den dicken Brummern leistet sich im Test auch ein paar Schönheitsfehler.

In den USA zählt Infiniti mit Klassensiegen in den Neuwagen-Studien von J.D. Power zu den überzeugenden Herstellern. Der japanische Autobauer verbesserte 2012 sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Die "Initial Quality Study" gilt als wichtige Institution für die Bewertung der Qualität von Neufahrzeugen, nicht nur in den Vereinigten Staaten von Amerika, sondern inzwischen auch in Europa. In ihr bewerten zehntausende von Endkunden ihre neuen Autos. Die Studie ist Indikator für die Lebensdauer eines Autos und erfasst in zwei unterschiedlichen Kategorien konstruktionsbezogene Probleme sowie Defekte und Fehlfunktionen.

Im Segment der Premium-Mittelklassefahrzeuge setzte der Infiniti M durch und bei den kompakten Premium-Crossovern der Infiniti EX. Auch der Infiniti FX (Mittelgroße Premium-Crossover) beziehungsweise der in Deutschland nicht erhältliche Infiniti QX (Große Premium-Crossover/SUV) wiesen 2012 eine besonders niedrige Mängelquote auf und belegen in ihren Klassen jeweils den zweiten Rang.

Drive-by-wire

Begriffsklärung

Der Begriff by-wire bedeutet in der Autotechnik, dass mechanische und hydraulische Komponenten durch elektrische und mechatronische Bauteile ersetzt werden. Der Kraft- und Signalweg werden so voneinander getrennt.

Lenkung: Steer-by-wire

Ein Sensor am Lenkrad erkennt die Drehbewegungen. Ein Elektromotor am Lenkgetriebe generiert die Kräfte und schickt sie auf die Spurstangen. Am Steuer simuliert ein kleiner E-Motor die Rückmeldungen (force-feedback), die der Fahrer gewohnt ist.
Das Lenkgefühl bleibt erhalten, unerwünschte Impulse von Fahrbahn und Antrieb entfallen.

Bremsen: Brake-by-wire

Audi setzt beispielsweise im R8 e-tron so genante Spindelbremsen ein. An der Vorderachse drücken elektrisch betätigte Kugelgewindetriebe blitzschnell an die aus Kohlefaser-Keramik gefertigten Bremsscheiben.
Den Vorderwagen erleichtert das, weil voluminöse und gewichtige hydraulische Bauteile entfallen. Im Innenraum könnte zukünftig das starre Bremspedal einem kleinen Hebel oder einer Sensorfläche weichen, an der die Kräfte simuliert werden.

Schaltung: Shift-by-wire

Es ist die Fortetzung der tiptronic. Wenn die Wahl der Fahrstufen per Platz und Gewicht sparendem Joystick erfolgt, kann auch das klassische Schaltgestänge entfallen. Die Hydraulikeinheit von Automatikgetrieben bekommt ihre Kommandos elektrisch.

Vorteile

By-wire-Technik eröffnet den Autobauern neue Möglichkeiten. Beispiel Lenkung. Die Lenksäule entfällt, der Lenkgetriebe kann anders eingebaut werden. Per Tastendruck kann der Fahrer verschiedene Lenkübersetzungen und Setups wählen, von komfortabel bis sportlich. Mit anderen Systemen vernetzt, kann eine Steer-by-wire-Lenkung teils neue Korrektur- und Assistenzfunktionen ausführen.


Seine M-Baureihe wertet Infiniti außerdem zum aktuellen Modelljahr auf. Das Basismodell der Sportlimousine sowie die Ausstattungsvarianten "GT" und "S" sind mit einem neuen Bose-Audiosystem ausgestattet. Dazu gehören zehn Lautsprecher sowie eine Technologie, die in der Kabine installierte Mikrofone nutzt, um Frequenzen unerwünschte Motorgeräusche zu erkennen und entsprechend zu kompensieren.

Außerdem steht dem Käufer das "Connectiviti+-System" mit Navigations-, Klima- und Audiofunktionen samt Spracherkennung für 2.400 Euro als Option für die "GT"- und "S"-Varianten zur Wahl. Zur Serienausstattung aller M-Modelle gehört künftig auch eine automatisch schließende Kofferraumhaube. Die Preise für den Infiniti M beginnen bei 50.700 Euro für den M37 mit einem 235 kW/320 PS starken 3,7-Liter-V6-Benzinmotor.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×