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11.08.2014

14:38 Uhr

Johammer J1

Elektro-Einsitzer für 25.000 Euro

Die Johammer J1 hat ein ungewöhnliches Design, darf bereits ab 16 mit Führerschein A1 gefahren werden, und ist richtig billig im Unterhalt. Das versöhnt ein wenig mit Anschaffungspreis des Elektro-Zweirads.

Bei Johammer hofft man auf einen Verkauf von rund 30 bis 50 Elektro-Motorrädern pro Jahr. 23.000 Euro muss der interessierte Kunde für die J1.150 (= 150 Kilometer Reichweite) auf den Tisch legen, für die J1.200, die Reichweiten von bis zu 200 Kilometer erlauben soll, werden 25.000 Euro aufgerufen.  PR

Bei Johammer hofft man auf einen Verkauf von rund 30 bis 50 Elektro-Motorrädern pro Jahr. 23.000 Euro muss der interessierte Kunde für die J1.150 (= 150 Kilometer Reichweite) auf den Tisch legen, für die J1.200, die Reichweiten von bis zu 200 Kilometer erlauben soll, werden 25.000 Euro aufgerufen. 

DüsseldorfDas Ding schaut aus wie eine Mischung aus Biene Maja, einem zu groß geratenem Krabbelkäfer und dem Dienst-Mopped von Batman. Johammer J1 nennt sich das Elektro-Motorrad mit dem ungewöhnlichen Design, das uns Österreich beschert.

Zweiräder mit Elektroantrieb liegen im Trend – das ist auch dem letzten Zweifler spätestens, seitdem sich selbst die amerikanische Kult-Marke Harley-Davidson mit dem lautlosen Antrieb befasst, mehr als klar geworden.

Die Firmen Brammo und Zero verkaufen bereits seit einiger Zeit ihre zweirädrigen Stromer, und auch die bereits tot geglaubte französische Marke Voxan will künftig mit einem leistungsstarken E-Bike punkten. 


Die Elektro-Motorräder sehen jedoch ihren mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren angetriebenen Artgenossen noch recht ähnlich. Das muss nicht so sein, meint man beim österreichischen Unternehmen Johammer mit Sitz in Bad Leonfelden.

Ein umweltfreundliches Motorrad darf auch mal ganz anders daher kommen als ein normales Bike. Die J1 von Johammer sieht deswegen nicht nur höchst ungewöhnlich und ein wenig gewöhnungsbedürftig aus, sie ist – so verspricht der Hersteller – auch zu 100 Prozent recyclebar.

Das eigentliche Geschäft der Firma „Hammerschmid Maschinenbau“ ist die Fertigung von individuellen Sondermaschinen nach Kundenwunsch. Das Team um Geschäftsführer Johann Hammerschmid kennt sich daher mit ungewöhnlichen Aufgabenstellungen bestens aus. Für die J1 gab es lediglich zwei Vorgaben: zwei Räder und ein E-Antrieb. 

Es hat eine Zeitlang gedauert, diese eigentlich recht simplen Vorgaben in die Realität umzusetzen. Gut vier Jahre dauerte die Entwicklung, mittlerweile hat die Produktion begonnen. Bei Johammer hofft man auf einen Verkauf von rund 30 bis 50 Elektro-Motorrädern pro Jahr. Sollte das realisierbar sein, wäre die Firma nach sechs Jahren in der Gewinnzone, so heißt es aus Österreich.

Ein ehrgeiziges Ziel, denn wirklich günstig ist die Johammer J1 nicht. 23.000 Euro muss der interessierte Kunde für die J1.150 (= 150 Kilometer Reichweite) auf den Tisch legen, für die J1.200, die Reichweiten von bis zu 200 Kilometer erlauben soll, werden 25.000 Euro aufgerufen.

Damit liegen die E-Bikes aus Österreich in der Preisklasse einer Harley-Davidson Softtail. Die kann man zu zweit fahren, während die Johammer J1 ein reiner Einsitzer ist. 

Das Design polarisiert, man mag es – oder eben nicht. Irgendwas dazwischen scheint schwer möglich. Wer auf der Gasse auffallen mag, der findet hier jedenfalls das richtige Objekt der Begierde.

Die Beplankung des Chassis sieht aus als stamme sie aus den Wellblech-Überresten einer Junkers Ju 52 gedengelt worden. Dabei besteht die direkt hinter dem riesigen Vorderrad ohne Speichen beginnende, ungewöhnlich geformte Verkleidung aus Polypropylen.

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