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22.01.2007

15:17 Uhr

Klarer Abstand vor BMW, Toyota und Daimler-Chrysler

Porsche verdient pro Auto am meisten

Der Sportwagenbauer Porsche hat im vergangenen Jahr an jedem verkauften Auto am meisten Geld verdient und führt laut einer Studie die Liste der profitabelsten Autobauer mit großen Abstand an.

Porsche GT3. Foto: Hersteller

Porsche GT3. Foto: Hersteller

HB BERLIN/STUTTGART. Porsche verdient an jedem verkauften Auto deutlich mehr als die anderen Autobauer. Wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Studie des Prognoseinstituts B&D-Forecast berichtete, verdiente Porsche im Schnitt je Fahrzeug 21 799 Euro vor Steuern. Dies sei neun mal so viel wie beim Zweitplatzierten BMW. Die Münchner kamen demnach auf 2 475 Euro pro Auto. Nach der Studie lag Toyota bei 1 684, Audi bei 1 580 Euro und Daimler-Chrysler (Mercedes Car Group und Chrysler gemeinsam) bei 708 Euro. Volkswagen sei auf 332 Euro pro verkauftes Auto gekommen.

Porsche hatte im Geschäftsjahr 2005/06 fast 97 000 Autos verkauft. Dabei konnte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking einen Rekordgewinn vor Steuern von 2,11 Mrd. Euro verbuchen. Dieser war allerdings auch durch Sonderfaktoren beeinflusst. Porsche gilt seit einigen Jahren als profitabelster Autobauer der Welt. Porsche habe vor allem von seinen „geschickten Finanzmarktgeschäften“ profitiert, die sich im vergangenen Jahr auf 600 bis 750 Mill. Euro summierten, zitierte die Zeitung B&D-Chef Ferdinand Dudenhöffer. 2005 habe Porsche pro Auto „nur „ 14 008 Euro Profit gemacht.

Porsche moniert Profitabilitätsberechnung

Die Porsche AG wies die Berechnung des Prognose-Instituts B&D-Forecast am Abend als unseriös zurück. Die Berechnung sei irreführend, weil sie nicht die umfangreichen Einmaleffekte und Sondereinflüsse berücksichtige, die in das Vorsteuerergebnis des Konzerns im Geschäftsjahr 2005/06 eingeflossen seien und die mit dem originären Porsche-Geschäft nichts zu tun hätten, teilten die Stuttgarter mit.

So stammten nach Porsches eigenen Angaben 203 Mill. Euro des Vorsteuerergebnisses aus der Beteiligung an der Volkswagen AG. Bei dieser Summe handele es sich zum größten Teil um eine rein buchhalterische Größe, die Porsche nach dem Gesetz in seine Ergebnisrechnung aufnehmen muss, obwohl davon kein Euro in die Kasse des Sportwagenherstellers fließe. Darüber hinaus summierten sich die Erträge aus Kurssicherungen in Zusammenhang mit dem Erwerb der VW-Beteiligung auf einen deutlich dreistelligen Millionenbetrag, der ebenso wenig mit dem eigentlichen Fahrzeuggeschäft zu tun hat. Außerdem hat der Sportwagenbauer eigenen Angaben zufolge durch den Verkauf der CTS Fahrzeug-Dachsysteme GmbH einen Buchgewinn von 80,7 Millionen Euro realisiert. Auch dieser Betrag kann nicht dem Fahrzeuggeschäft zugerechnet werden.

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