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12.01.2005

07:50 Uhr

Kleinwagen spielt wegen starker Nachfrage Entwicklungskosten bereits im ersten Modellzyklus ein

BMW feiert neue Erfolge mit dem Mini

Die Münchener BMW AG bleibt mit dem Mini auf der Erfolgsspur und wird voraussichtlich die Erwartungen der Analysten bei diesem Modell übertreffen. Die Finanzfachleute gehen überwiegend davon aus, dass BMW erst mit der zweiten Generation des Kultautos unterm Strich schwarze Zahlen schreiben wird.

hz DETROIT. Doch das sieht angesichts der starken Nachfrage nun anders aus: Es gebe gute Chancen, dass BMW mit dem Mini bereits im ersten Modellzyklus die Renditeziele erreiche, sagte BMW- Finanzchef Stefan Krause dem Handelsblatt.

Wie schwer es ist, mit einer kompletten Neuentwicklung Geld zu verdienen, hat sich gerade bei der jüngsten Daimler-Tochter Smart gezeigt. Entgegen den ursprünglichen Planungen rutschte die Marke im abgelaufenen Jahr tiefer in die Verlustzone.

Auch BMW-Konkurrent Mercedes wird mit seinem Einstiegsmodell, der A-Klasse, die Gewinnzone erst mit der zweiten Generation erreichen, die im Spätsommer in den Verkauf ging. Wie hoch die Renditevorgabe für jedes Modell ist, gehört zu BMWs bestgehüteten Geheimnissen. Klar ist jedoch, dass die weißblaue Marke mit einer operativen Gewinnmarge von über 18 Prozent einen der Spitzenwerte der Branche erreicht.

Trotz des Erfolgs der Tochter Mini will BMW das Produktionswerk für den Kleinwagen in Oxford nur behutsam ausbauen. Größere Investitionen in den Kapazitätsausbau seien im laufenden Jahr nicht geplant, sagte Krause. Lediglich durch weitere Optimierungsmaßnahmen solle dafür gesorgt werden, dass die Mini-Produktion mit der steigenden Nachfrage Schritt halte.

2005 will der Autokonzern mit Mini den Absatz der Marke auf dem hohen Absatzniveau des Vorjahres halten. „Derzeit sehe ich keine Indizien dafür, dass wir nicht erneut mehr Wagen verkaufen können“, sagte Krause. selbst im vierten Jahr legte der Mini weiter zu, 2004 um 4,5 Prozent auf 184 357 verkaufte Fahrzeuge. Erfolgreich sind Modellvarianten vom Cabrio über den Diesel bis zum hochmotorisierten Cooper S. Die Kunden ordern beim Mini viele Extras, BMW erzielt Durchschnittspreise von mehr als 20 000 Euro. BMW will die Kleinwagenmarke Mini aber nur sehr langsam zu einer Modellfamilie ausbauen.

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