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05.09.2014

17:01 Uhr

Kriminalität und Haftungsansprüche

Die Schattenseite der fahrerlosen Autos

Technisch gesehen stehen autonom fahrende Autos kurz vor der Serienreife. Doch mit der Technik gehen auch Risiken einher. Hacker-Angriffe und Haftungsansprüche sind nur zwei Probleme, die Herstellern Sorgen bereiten.

Googles eigener Entwurf eines selbstfahrenden Autos. PR

Googles eigener Entwurf eines selbstfahrenden Autos.

New YorkEin roter VW Golf manövriert sich in der englischen Kurstadt Cheltenham abwechselnd im Vorwärts- und Rückwärtsgang in eine Parklücke. Das erinnert an das Gebaren eines Fahranfängers – und im Grunde ist das auch so, bloß sitzt der Fahrer nicht hinterm Lenkrad.

Das Auto lenkt sich selbst in die Parklücke, ohne einen einzigen Kratzer abzubekommen. Der Mann auf dem Fahrersitz, der die Hände in den Schoß gelegt hat, ist lediglich ein Beobachter dieser Demonstration neuster automatisierter Auto-Technologie.

Die Vorstellung, in Robo-Autos durch die Gegend zu fahren, klingt zwar ein wenig wie Science-Fiction, aber die Technologie gibt es bereits und wird zur Anwendung im Alltag vorbereitet. Schwerer zu ermitteln sind die Risiken, die mit dem Aufkommen solcher Fahrzeuge einhergehen.

Wenn die Autohersteller das Lenkrad übernehmen, dann geraten sie nämlich in die Schusslinie von Haftungsansprüchen aus Unfällen. Hinzu kommen die Gefahren durch Hacker-Angriffe, um Menschen zu entführen oder die Autos für kriminelle Zwecke als Kuriere oder sogar als Waffen zu benutzen.

„Ein Hacker könnte einen Haufen Verkehr umlenken, um eine Stadt lahmzulegen” oder sogar „Menschen entführen”, warnt Wil Rockall, Direktor für Informationsschutz beim Berater KPMG in Tonbridge, England. „Das Risiko verlagert sich vom menschlichen Fehler seitens des Fahrers oder Verkehrsteilnehmers zum menschlichen Fehler des Entwicklers.”

Google baut eigenes selbstfahrendes Auto: Sieht so die Zukunft des Autos aus?

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Der Internetkonzern Google will in den kommenden Jahren ein selbstfahrendes Auto ohne Lenkrad sowie Gas- und Bremspedale auf die Straße bringen. Man kann nur hoffen, dass am Design noch gearbeitet wird.

Dennoch: diese Katastrophenszenarien halten den Vorstoß der Technologie nicht auf, die bis 2030 zu einem 87 Mrd. Dollar schweren Markt werden könnte, erwartet Lux Research aus Boston. Der selbstparkende Golf der Volkswagen AG bei seiner Vorstellung im August ist nur eines der Beispiele für diesen Trend.

Google Inc. hat im Mai einen Prototyp eines selbstfahrenden Autos vorgestellt, der optisch einem Zeichentrickfilm entsprungen sein könnte. Im vergangenen Jahr fuhr eine Mercedes- Benz S-Klasse sich selber 100 Kilometer lang durch den Tagverkehr auf überfüllten deutschen Straßen, und Mutterkonzern Daimler AG arbeitet an autonom fahrenden Lkws.

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