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24.11.2013

09:22 Uhr

L.A. Auto Show 2013

Bigger is better

Quelle:MID

Strahlende Gesichter auf der Los Angeles Auto Show. Die Branche genießt den seit Jahren anhaltenden Boom und schwelgt einmal mehr in Superlativen. Der Sprit ist billig, die Zinsen für Kredite niedrig.

Eines der meistverkauften Modelle in den USA ist der Chevrolet Silverado, der in Deutschland in kein Parkhaus passen würde. MID

Eines der meistverkauften Modelle in den USA ist der Chevrolet Silverado, der in Deutschland in kein Parkhaus passen würde.

Los Angeles/USADas Geschäft mit Neuwagen brummt in den USA, kein Hersteller, der nicht von "best year in history" und "all times sales record" redet. Rekordabsätze, wohin man schaut. Experten rechnen dieses Jahr mit insgesamt rund 16 Millionen Neuzulassungen in den USA, womit fast wieder das Niveau vor der Banken-Krise 2008 erreicht wäre.

Zu merken ist dies beim Rundgang durch die Messehallen am Convention Center. Stolz präsentieren die "Big Three", die "Großen Drei" aus Detroit, General Motors, Ford und Chrysler ihre dicken SUV und Pick-ups. Letztere bleiben wie gehabt die automobilen Lieblinge der Amis.

Unangefochtener Marktführer ist seit 36 Jahren die F-Serie von Ford. Der Fullsize-Pick-up nimmt nicht nur Platz eins bei dem sogenannten "light trucks" ein, sondern ist auch das meist verkaufte Auto in den USA überhaupt. Dicht gefolgt von dem nicht minder großen Chevrolet Silverado. Beides Modelle, die bei uns in kein Parkhaus passen würden.

Bigger is better. Der Sprit ist billig, die Zinsen für Kredite niedrig. Dies spürt auch das Premium-Segment, angeführt von Mercedes. "Wir könnten derzeit noch mehr Autos verkaufen, würden wir nur mehr kriegen", sagt Stephen Cannon, Chef von Mercedes-Benz of America. Die Stuttgarter werden hier dieses Jahr erstmals mehr als 300 000 Autos absetzen. Die neue S-Klasse fuhr vom Start weg auf die Pole Position in der Luxus-Liga.

Und da man besonders im Großraum Los Angeles mit seinen Villen-Vororten Malibu, Santa Monica und Beverly Hills gerne zeigt, was man hat, kommt auf der L.A. Auto Show die Mercedes-Tochter AMG gebührend zum Zug. Die Affalterbacher Tuning-Schmiede präsentiert mit dem S 65 AMG (V12, 457 kW/621 PS) das neueste Topmodell der Baureihe.

Gleichzeitig verabschiedet man sich vom SLS Flügeltürer mit einer 429 kW/583 PS starken "Final Edition" und kündigt für nächstes Jahr den GT an, ein Porsche-Jäger reinsten Kalibers.

BMW, immerhin größter Autoexporteur der USA, nutzt Los Angeles als Bühne für die Weltpremiere seines 4er-Cabrios. Die Bayern verkaufen mehr als die Hälfte aller ihrer offenen Autos nach Amerika und davon besonders viele nach Kalifornien. Gleiches könnte mit dem i3 passieren.

Getreu dem Motto "bigger is better" stehen auf der LA Auto Show insbesondere Fullsize-Pickups wie der Chevrolet Colorado im Mittelpunkt. MID

Getreu dem Motto "bigger is better" stehen auf der LA Auto Show insbesondere Fullsize-Pickups wie der Chevrolet Colorado im Mittelpunkt.

Elektroautos gelten an der Westküste als cool und öko-schick. Nirgends auf der Welt surren mehr umher. Ein Grund sind die hohen staatlichen Zuschüsse, die bis zu 10 000 Dollar betragen können. Einen kleinen Dämpfer erhält die Stromer-Branche derzeit durch die drei Brandfälle von Tesla, der übrigens nicht auf der Messe vertreten ist; dafür in Sachen Elektroauto umso stärker Fiat. In Mexiko lassen die Italiener ihren 500e produzieren, der in Kalifornien – und nur hier – für 31 800 Dollar verkauft wird.

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