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21.06.2011

18:54 Uhr

McLaren vs Ferrari

Alltags-Boliden sollen die Konkurrenz überholen

Von der Rennstrecke auf die Landstraße: In der Formel 1 konkurriert McLaren seit Jahren mit Ferrari. Jetzt sind die beiden Unternehmen auch im Alltag Rivalen.

LondonDer Mann, der sonst immer so stoffelig, humorlos und völlig frei von Emotionen sein soll, kann doch gute Laune verbreiten. Wenn McLaren-Chef Ron Dennis über sein neuestes Projekt spricht, lächelt er immer wieder amüsiert. „Die Rezession hat uns nicht von unseren Plänen abbringen können“, sagt er und schmunzelt, „denn nach jeder Krise kommt die Erholung, und die hat eingesetzt, es ist daher eine ganz gute Zeit für das, was wir vorhaben.“

Der 64-Jährige hat mitten in der Wirtschaftskrise ein gewagtes Unterfangen gestartet, für das jetzt die Bewährungsphase beginnt: Dennis will den britischen Formel-1-Rennstall McLaren zu einem klassischen Sportwagenhersteller ausbauen und künftig nicht nur auf der Rennstrecke mit Unternehmen wie Ferrari konkurrieren, sondern auch im alltäglichen Straßenverkehr.

Ab heute werden die ersten alltagstauglichen Sportwagen ausgeliefert, der McLaren-Laden im Londoner Westen öffnet seine Pforten, weitere 34 Verkaufsräume sollen bis Ende des Jahres weltweit folgen.

Präsentation des Sportwagens McLaren MP4-12C auf einer Bühne. Quelle: dapd

Präsentation des Sportwagens McLaren MP4-12C auf einer Bühne.

Zunächst gibt es nur ein Modell: den McLaren mit dem etwas sperrigen Namen MP4-12C, der knapp 200.000 Euro kostet und für den es bereits 1.800 Vorbestellungen gibt. Zwei weitere Modelle sind in Planung, darunter ein Cabrio, heißt es in der Branche. Dennis hüllt sich in Schweigen. Nur so viel verrät er: „Wir wollen pro Jahr ein neues Modell auf den Markt bringen.“

Knapp 800 Millionen Pfund (905 Millionen Euro) hat Dennis bereits in das Projekt investiert, ein neues Werk südwestlich von London gebaut und 300 neue Jobs geschaffen. Das Geld stammt in erster Linie von Investoren aus dem Nahen Osten und Asien, die künftig einen Anteil von 47 Prozent an dem Sportwagenhersteller halten werden. In zwei Jahren soll das Unternehmen auf operativer Ebene profitabel sein.

Kommentare (1)

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Heiner

22.06.2011, 08:42 Uhr

Braucht die Welt noch ein weiteres "Ökoauto" ?

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