Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.08.2013

10:02 Uhr

Mercedes 190 E 2.3-16 auf der IAA 1983

Weltrekorde für die Weltpremiere

Quelle:MID

Komfortautos für die Wirtschaftswunderkinder lautete das Nachkriegscredo für Mercedes über fast drei Jahrzehnte. Zur IAA 1983 wurde alles anders: Mercedes krönte den 190er mit dem 190 E 2.3-16 – und einigen Weltrekorden.

Der Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 hat 1983 auf der Teststrecke im italienischen Nardo insgesamt drei Weltrekorde aufgestellt. MID

Der Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 hat 1983 auf der Teststrecke im italienischen Nardo insgesamt drei Weltrekorde aufgestellt.

StuttgartDaimler baut komfortable Autos, fürs Sportliche war eher der Stuttgarter Nachbar Porsche zuständig. So lief es über Jahrzehnte im Schwabenland. Doch zur IAA 1983 sollte alles anders werden. Mercedes krönte das Sternbild seines kleinen Wagens 190 mit dem Fixstern 190 E 2.3-16. Der empfahl sich mit einer ganzen Latte frischer Weltrekorde.

Die festgefügte Welt beim ältesten Autobauer der Welt hatte bereits 1982 die ersten Risse gezeigt. Mit dem 190 hatten sich die Schwaben scheinbar in die Niederungen der Mittelklasse begeben, auf das Niveau von VW Passat, Opel Rekord oder einem Audi 80. Aus unternehmerischer Sicht stellte diese Erweiterung des Produktportfolios einen wichtigen Schritt für Mercedes dar, denn BMW bewies seit 1975 mit seinem erfolgreichen Dreier, dass eine Premiummarke gut daran tat, bereits die Einsteiger in seine feine Markenwelt zu locken und zu pflegen.

Zur IAA 1983 planten dann die Stuttgarter den nächsten Schlag. Der 190 E 2.3-6 sollte als erste reinrassige Sportlimousine unter dem Stern reüssieren. Mangels eigener Entwicklungskompetenz bei Sportmotoren ließen sich die Schwaben beim englischen Spezialisten Cosworth einen Vierventil-Kopf für den Vierzylinder mit 2,3 Litern Hubraum aus dem 230 E konstruieren. Der Sechzehnventiler mobilisierte 185 PS und ermöglichte der Limousine damit im Serientrimm eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h.

Um vor der großen Premiere auf der Frankfurter Messe 1983 die Zuverlässigkeit der Neukonstruktion unter Beweis zu stellen, expedierte das Werk im August 1983 eine Abordnung ins süditalienische Nardo, um auf der dortigen Hochgeschwindigkeitsstrecke von 12,6 Kilometer Länge das Leistungsvermögen des jungen Familiensportlers mit einer Weltrekordfahrt zu belegen.

50.000 Kilometer spulte der Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 1983 in nur knapp achteinhalb Tagen auf der Teststrecke im italienischen Nardo herunter, so viel wie kein Fahrzeug zuvor im selben Zeitraum. MID

50.000 Kilometer spulte der Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 1983 in nur knapp achteinhalb Tagen auf der Teststrecke im italienischen Nardo herunter, so viel wie kein Fahrzeug zuvor im selben Zeitraum.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×