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18.01.2007

20:20 Uhr

Mercedes-Benz

Länger, breiter, rentabler: Die neue C-Klasse

Der Autobauer Daimler-Chrysler hat die überarbeitete Version seiner verkaufsstarken Mercedes-Modellreihe C-Klasse vorgestellt. Das Modell ist etwas länger und breiter als der Vorgänger, damit gibt es mehr Platz im Innenraum. Konzernchef Dieter Zetsche verkündete bei der Vorstellung ein ehrgeiziges Ziel.

Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche neben einem Mercedes-Benz C350 der neuen Baureihe. Foto: ap ap

Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche neben einem Mercedes-Benz C350 der neuen Baureihe. Foto: ap

HB STUTTGART. „Wir werden mit der vierten Generation die dritte Generation schlagen beim Absatz“, sagte Zetsche am Donnerstag in Stuttgart. „Wir haben auf der Kostenseite erhebliche Fortschritte erzielt, daher wird sie rentabler sein als die Vorgängerversion“, fügte er hinzu.

Klaus Maier, bei der Mercedes-Gruppe für den Vertrieb zuständig, erklärte, vor allem durch das individuellere Eingehen auf den Kunden solle in dem Segment Wachstum erreicht werden. Deshalb würden von der Baureihe verschiedene Versionen angeboten. Die neue C-Klasse ist etwas länger und breiter als das Vorgängermodell. Dadurch gibt es mehr Platz im Innenraum. Zur Auswahl stehen Vier- und Sechszylindermotoren, die bis zu 13 Prozent mehr leisten als im Vorgängermodell und bis zu sechs Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen, berichtete Zetsche, der auch Leiter der Mercedes-Gruppe ist.

Die in Sindelfingen, Bremen und Südafrika produzierte C-Klasse ist die volumenstärkste Mercedes-Modellreihe. Seit dem Jahr 2000 verkaufte das Unternehmen von den Limousinen, Kombis und Sportcoupes der aktuellen C-Klasse mehr als zwei Millionen Stück, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Branchenexperten trauen der überarbeiteten Produktlinie ein Absatzpotenzial von 400 000 Stück im Jahr zu.

Die neue C-Klasse kommt im März in Europa und im August in den USA auf den Markt. Das Auto kostet hierzulande in seiner billigsten Version knapp 30 000 Euro. Nach Einschätzung von Experten kann Daimler-Chrysler damit durchaus gute Gewinnmargen erwirtschaften. „Bei der C-Klasse ist es ähnlich wie bei der 3er-Serie von BMW: Viele Kunden - etwa solche mit erwachsenen Kindern - kaufen lieber kleinere Autos, lassen sie aber vielen Extras ausstatten“, sagte Michael Raab von Sal. Oppenheim. Dadurch erziele Daimler-Chrysler Margen, die teilweise über denen der größeren und teureren E-Klasse lägen.

Auf der US-Automesse zu Monatsbeginn hatte DaimlerChrysler angekündigt, 2007 bei seiner Markengruppe Mercedes an die Verkaufsrekorde von 2006 herankommen zu wollen. Im vergangenen Jahr hatte die Konzernsparte mit den Pkw-Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach mit 1,26 Millionen (plus 3,2 Prozent) mehr Autos verkauft als je zuvor. Erzrivale BMW kam allerdings auf 1,37 Millionen.

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