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30.04.2011

15:21 Uhr

Mineralölmarkt

Spritpreise erklimmen neuen Rekord

Eine neue Marke haben die Preise für Super durchbrochen. Zeit zu handeln, meint die FDP. Sie fordert Maßnahmen gegen „Abzocke“.

Deutlich mehr als 1,60 Euro für Super - zurzeit keine Seltenheit. Quelle: dapd

Deutlich mehr als 1,60 Euro für Super - zurzeit keine Seltenheit.

BerlinAutofahrer müssen weiterhin mit Spritpreisen auf Rekordniveau leben. Die Preise für Superbenzin lagen am Samstag vielerorts weiter deutlich über 1,60 Euro. An einzelnen Tankstellen, etwa in Berlin, hatten Autofahrer am Freitagabend bis zu 1,66 Euro für einen Liter Superbenzin bezahlen müssen.

Der Benzinpreis hatte in den vergangenen Tagen seinen bisherigen Höchststand aus dem Sommer 2008 übertroffen. Ursache sind nach Branchenangaben vor allem die Notierungen am Rotterdamer Großmarkt für Ölprodukte. Auch der umstrittene Bio-Kraftstoff E10 kann zu den hohen Preisen beitragen, weil sich die Logistik-Kosten nach der missglückten Einführung drastisch erhöht haben.

Angesichts der historisch hohen Benzinpreise wird in der Politik der Ruf nach Konsequenzen laut. „Die Rekordpreise pünktlich zur Feriensaison legen den Eindruck nahe, dass der Markt nicht funktioniert“, sagte Erik Schweickert, der verbraucherpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe (Samstagausgabe). „Die alltägliche Abzocke an den Zapfsäulen muss endlich ein Ende haben. Die Spirale nach oben muss gestoppt werden“, fügte Schweickert hinzu.

Der FDP-Politiker forderte das Bundeskartellamt zu einer präzisen Prüfung des Mineralölmarktes auf. Um mehr Preistransparenz zu schaffen, regte Schweickert an, dem Vorbild Österreichs zu folgen. In der Nachbarrepublik dürfen die Preise an den Tankstellen nur einmal am Tag verändert werden.

Kommentare (12)

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Politische-Luegner

30.04.2011, 15:48 Uhr

Angesichts der historisch hohen Benzinpreise wird in der Politik der Ruf nach Konsequenzen laut. „Die Rekordpreise pünktlich zur Feriensaison legen den Eindruck nahe, dass der Markt nicht funktioniert“, sagte Erik Schweickert, der verbraucherpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe (Samstagausgabe). „Die alltägliche Abzocke an den Zapfsäulen muss endlich ein Ende haben. Die Spirale nach oben muss gestoppt werden“, fügte Schweickert hinzu.

DIE WAHRHEIT - Teil 1:

Den größten Anteil der Spritpreisen machen die Steuern aus. Der Energiesteuersatz für Benzin liegt bei 65,45 Cent je Liter, Diesel ist rund 18 Cent günstiger besteuert und kostet 47,04 Cent je Liter. Das erklärt, warum Diesel in Deutschland günstiger ist als Benzin oder Super. Doch den günstigeren Tankkosten steht eine höhere Kfz-Steuer gegenüber.
Wie setzt sich der Preis für einen Liter Diesel zusammen?

Die Preise für Diesel-Kraftstoff in Deutschland setzen sich im Wesentlichen aus drei Komponenten zusammen:

dem Einkaufspreis,
den Energiesteuern (Mineralöl- und Ökosteuer) und
der Mehrwertsteuer.

Rund die Hälfte des Preises machen dabei Steuern aus. Dem Mineralölwirtschaftsverband zufolge kostete im Februar ein Liter Diesel etwa 1,369 Euro. Ohne Steuern wäre es gerade einmal rund 68 Cent je Liter. Im Nettopreis enthalten sind sowohl die Kosten für den Einkauf (54,8 Cent/Liter) als auch die Kosten unter anderem für Transport und Lagerung (13,2 Cent/Liter). Ein weiteres Drittel, rund 47 Cent des Literpreises an der Zapfsäule, kommen durch den Energiesteuersatz zustande. Die Mehrwertsteuer schlägt mit 19 Prozent beziehungsweise 21,9 Cent je Liter Diesel zu Buche.
(Quelle: mdr)

Politische-Luegner

30.04.2011, 15:49 Uhr

DIE WAHRHEIT - Teil 2!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Warum werden Diesel und Benzin unterschiedlich besteuert?

Nach Angaben von auto-motor-sport.de stammt die Subventionierung von Diesel noch aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Damit sollte der Transport nicht zu stark belastet werden. Ziel war es, Waren nicht zu verteuern. Heute halten Experten diesen Preisvorteil für nicht mehr zeitgemäß, da Diesel sich auch bei Pkws längst sehr beliebt ist. Die Preisdifferenz beim Tanken stellt somit einen Wettbewerbsvorteil zugunsten des Diesel-Kraftstoffs dar.

Um das auszugleichen, werden Autos mit Diesel-Motoren mit einer höheren Kfz-Steuer belegt. Für Pkws mit Erstzulassung ab dem 1. Juli 2009 gilt: Wenn sie mindestens die Schadstoffklasse Euro 3 oder besser erfüllen, müssen pro 100 Kubikzentimeter eines Dieselmotors 9,50 Euro bezahlt werden. Bei Pkw-Benzinern sind es hingegen nur zwei Euro. Egal ob Benziner- oder Diesel-Pkw, in beiden Fällen muss ein CO2-Zuschlag von zwei Euro je Gramm pro Kilometer bei einem Ausstoß von über 120 g/km gezahlt werden.

(Quelle: mdr)

nik

30.04.2011, 15:51 Uhr

"dürfen die Preise an den Tankstellen nur einmal am Tag verändert werden"

Klasse Idee. Dann setzt man die eben morgens auf 1,65 und dann ist gut....

" Bundeskartellamt zu einer präzisen Prüfung des Mineralölmarktes auf"

Wie oft nocht???

" Auch der umstrittene Bio-Kraftstoff E10 kann zu den hohen Preisen beitragen"

Das ist eine ABSOLUTE Schweinerei. Erst zwingt uns die Politik etwas auf, was wir nicht wollen und nun dürfen wir die Zeche für den Unfug zahlen.
Und selbst jetzt fordert das Volk WIEDER, dass der STAAT eingreift und hilft??? Leute, der Staat will und wird nicht helfen. VErsteht das doch endlich.

Aber anscheinend ist die Liebe zum Vaterstaat zu groß. Freiwillige Entmündigung, damit man bloß keine Verantwortung mehr hat.



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