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02.07.2013

14:14 Uhr

Mit 875-PS-Allrader von Peugeot

Loeb setzt Akzente am Pikes Peak

156 Kurven auf 19,99 Kilometer und 1.500 Meter Höhenunterschied. Das Bergrennen am Pikes Peak ist etwas ganz besonderes. Genau wie der neue Weltrekord, den Rallye-Champion Sébastien Loeb dort für Peugeot holte.

Zieldurchfahrt für Sébastien Loeb im Peugeot 208 T16 Pikes Peak. PR

Zieldurchfahrt für Sébastien Loeb im Peugeot 208 T16 Pikes Peak.

DüsseldorfSeit 1916 treffen sich ambitionierte Privatfahrer und die Creme der Rennprofis, um auf einer ebenso berühmten wie berüchtigten 19,99 Kilometer langen Bergstrecke am Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado über rund 1.500 Höhenmeter die schnellste Zeit zu erzielen. Sébastien Loeb musste sich Ende Juni an der aktuellen Bestmarke von 9:46.164 Minuten orientieren, die 2012 ein Hyundai "Genesis" vor allem in den 156 Kurven aufgestellt hat. Loeb, der erklärte Asphalt-Spezialist, konnte bei seiner Gipfelhatz allerdings von dem Umstand profitieren, dass 2013 die gesamte Strecke erstmals in ihrer Geschichte über eine befestigte Fahrbahn verfügt.

Wie stark der Peugeot-Pilot dann schlussendlich das wichtigste Bergrennen der Welt dominierte, überraschte selbst Experten. Der Franzose fuhr im Peugeot 208 T16 Pikes Peak auf der legendären Strecke mit 8.13,878 Minuten einen neuen Rekord - und unterbot die bisherige Bestmarke von 9.46,164 Minuten um sehr deutliche 1,30 Minuten. Der neunmalige Rallye-Weltmeister erreichte dabei mit dem speziell entwickelten 875 PS-Allrader eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 145 km/h.

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Der Peugeot-Pilot war sogar zwei Sekunden schneller als die beste, anhand von Loebs Trainingszeiten durch ein Computerprogramm errechnete theoretische Topzeit. „Ich hatte nicht erwartet, schneller als 8.15 Minuten zu fahren“, so Loeb. Daher sind 8.13 Minuten fantastisch. Beim Start war ich nicht sicher, ob ich absolut am Limit fahren soll oder etwas Spielraum lassen und ohne zu große Risiken zum Sieg fahren soll. Am Ende habe ich dann doch alles gegeben, hatte aber alles unter Kontrolle.“

Die einzige Sorge bereitete Loeb vor dem Start das Wetter. „Es gab ein paar Verzögerungen“, so der Franzose. „Man konnte vom Startplatz aus sehen, dass am Gipfel des Pikes Peak Wolken aufzogen. Da habe ich gedacht: ‚Wenn wir nicht bald starten, wird es wirklich schwierig’.“ 

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Mit seinem Erfolg holte Loeb den dritten Sieg für Peugeot nach 1988 (Ari Vatanen) und 1989 (Robby Unser) beim Bergrennen in Pikes Peak, das als zweitältestes Autorennen der USA nach den 500 Meilen von Indianapolis gilt. Vatanen hatte vor genau 25 Jahren mit 10.47,220 Minuten ebenfalls einen neuen Rekord aufgestellt. „Es war für mich das wichtigste Rennen des Jahres“, so Loeb. „Ich habe anfangs schon etwas Druck verspürt, da Peugeot und die Partner so viel in dieses Projekt investiert hatten. Da musste ich einfach eine gute Leistung zeigen. Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich wollte hier immer schon einmal starten.“

Die 2012 Rekordmarke hatte der Neuseeländer Rhys Millen mit 9:46 Minuten in einem Hyundai Genesis gesetzt. In diesem Jahr bewältigte er die Strecke bis zur Spitze in 9:02.192 Minuten. Das zeigt einerseits, wie stark sich die nunmehr komplette Asphaltierung der Strecke auswirkt. Andererseits sind es 49 Sekunden länger, als Loeb gebraucht hat, - das reichte 2013 für Rang 2.

In einer Rekordzeit von 9 Minuten und 46,53 Sekunden absolvierte auch Nobuhiro "Monster" Tajima die 19,99 Kilometer zum Gipfel. Der Japaner, mittlerweile schon 63 Jahre alt, brach jahrelang die Rekorde gleich Serienweise am Peak. In diesem Jahr fuhr er allerdings einen elektrischen Prototypen. Dabei hielt er im Klassement der E-Autos die Werkswagen von Mitsubishi und Toyota auf Abstand, die rund eine halbe Minute länger unterwegs waren und die Plätze zwei bis vier belegten.

Die 400 kW/ 544 PS starken Stromer der Hersteller lagen aber nur drei Sekunden auseinander. Alle litten bei ihren Rekordversuchen unter schlechten Wetterbedingungen. Starker Regen verhinderte bessere Zeiten.

(Mit Material von MID, dpa, reuters)

Von

fgh

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