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19.03.2014

09:23 Uhr

Mobilitätsstudie

Hongkong macht es am besten

Quelle:Spotpress

Bayerns Hauptstadt ist nicht nur fahrradfreundlich, sondern verfügt außerdem noch über ein gutes öffentliches Verkehrsnetz. Im weltweiten Vergleich sind trotzdem viele Metropolen besser.

Mobilitätsstudie - Hongkong macht es am besten Qoros

Öffentliche Verkehrsmittel sind für 64 Prozent der Bevölkerung in Hongkong das tägliche Fortbewegungsmittel. Auf weniger als ein Prozent der Bewohner ist ein eigenes Auto registriert.

Bis 2050 werden über 60 Prozent der Weltbevölkerung in Großstädten leben – doch wie werden sie sich innerhalb der Metropolen bewegen? Diese Frage hat die Unternehmensberatung Arthur D. Little aufgeworfen und hat dafür das Mobilitätsangebot aus 84 Städten rund um den Globus untersucht.

Nur elf dieser Metropolen sind laut der Studie gut genug aufgestellt um die Herausforderungen der Mobilität von morgen zu meistern. Gesamtsieger aller untersuchten Städte ist Hongkong. Danach folgen Stockholm und Amsterdam. Im Mittelfeld bewegen sich Kopenhagen, Wien, Singapur, Paris sowie Zürich.

Hongkong ist mit mehr als sieben Millionen Menschen, die auf einer Landfläche von nur 1.100 Quadratkilometern leben, eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Trotzdem – oder gerade deswegen –  gehört das Mobilitätssystem der chinesischen Hafenstadt zu den besten der Welt.

Öffentliche Verkehrsmittel sind für 64 Prozent der Bevölkerung das tägliche Fortbewegungsmittel. Auf weniger als ein Prozent der Bewohner ist ein eigenes Automobil registriert. Die Durchschnittsfahrzeit zur Arbeit beträgt in der Metropole rund 35 Minuten.

Das am besten entwickelte Netz von Radwegen findet sich in Stockholm. Die schwedische Hauptstadt belegt den zweiten Platz der Mobilitätsstudie. Im Schnitt bietet Stockholm je Quadratkilometer Fläche vier Kilometer Radwege. Auch deshalb werden dort besonders wenige Emissionen freigesetzt, die Konzentration von Stickstoffdioxid und Feinstaub ist gering.

Radfahren gehört auch für viele Bewohner von Amsterdam zum Alltag. Lediglich  jeder dritte Bürger der Hafenstadt besitzt ein Auto, damit liegen sie deutlich unter dem westeuropäischen Durchschnitt. Hinzu kommt ein umfangreiches Car-Sharing-Angebot. Die CO2-Emissionen sind mit 844 Kilogramm pro Person und Jahr deutlich niedriger als im westlichen europäischen Durchschnitt, der bei rund 1.300 Kilogramm liegt.

Ähnliche Werte erreicht auch Kopenhagen (812 Kilogramm). Außerdem ist die dänische Hauptstadt mit knapp vier Verkehrstoten pro eine Millionen Einwohner eine der sichersten Großstädte weltweit. Zwar werden Car-Sharing-Angebote nur durchschnittlich angenommen, dafür nutzen umso mehr Menschen die zahlreichen Radwege auf ausgeliehenen Fahrrädern.

Die Liste der elf Städte, deren Mobilitätsangebot über dem Durchschnitt liegt, wird von London, Helsinki und München komplettiert. Die Hauptstadt Finnlands ist, genauso wie München, eine fahrradfreundliche Stadt.

Insgesamt am schlechtesten ist es in Hanoi und Bagdad um die Mobilität bestellt. Den drittletzten Platz unter den 84 ausgewerteten Metropolen belegt mit Atlanta eine US-Stadt, die sich wahrscheinlich eher nicht mit der irakischen Hauptstadt vergleichen würde.

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