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24.12.2015

09:48 Uhr

Modellfahrzeuge

Viel mehr als reine Spielerei

Quelle:dpa

Modellautos können begeistern. Denn oft sind sie Projektionsfläche für Träume: Das eigene Traumauto im Kleinen besitzen, den ganzen Fuhrpark eines Herstellers im Wohnzimmer stehen haben.

Manche Hersteller wie hier Schuco bieten Auto-Modelle in unterschiedlichen Maßstäben an. PR

Von groß bis klein:

Manche Hersteller wie hier Schuco bieten Auto-Modelle in unterschiedlichen Maßstäben an.

Wer als Laie vor Weihnachten ein Modellauto als Geschenk für einen Autobegeisterte gesucht hat, der hat es wahrscheinlich bemerkt: Die Auswahl ist schier unerschöpflich. Und die Preisspanne reicht vom einstelligen bis in den vierstelligen Euro-Bereich. Aber auch Sammler-Anfänger haben es nicht leicht: Was kauft man - und wo? Welche Rolle spielt der Maßstab?

Ein guter Ausgangspunkt für das erste Modell ist die eigene Autovergangenheit. „Viele wollen die Autos im Regal stehen haben, die sie selbst gefahren haben”, sagt Andreas Berse, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Modellfahrzeug”.

Neben der Wahl der Marke des Modellautos spielt der Maßstab eine wichtige Rolle. Klein, kleiner oder richtig klein? Die Entscheidung ist eine Geschmacks- und Platzfrage. Berse hilft beim Eingrenzen:

In Deutschland seien vor allem 1:87, 1:43 und 1:18 verbreitet. „Das sind die drei wichtigsten Maßstäbe. Mit denen macht man nichts falsch.”

1:87 ist wegen der Modellbahntradition beliebt. Vielen ist der Maßstab darum eher unter der Bezeichnung HO - für die Spurweite - bekannt. Die 1:87-Modelle sind rund vier bis fünf Zentimeter lang. Für die Betrachtung einiger Verarbeitungsdetails benötigt man aber eine Lupe, weil sie das normale Auge nicht mehr erkennt.

Mit 20 bis 30 Zentimetern Größe sind Modellautos im Maßstab 1:18 bereits ein veritabler Platzfüller. „Diese Modelle lassen sich oft lenken, die Türen gehen auf und zu”, beschreibt Berse. Besonders gute Modelle kosten auch mal mehrere Hundert Euro.

Diese Mercedes A Klasse im Maßstab 1:87 kostet 14,50 Euro. Foto: Herpa dpa

Hersteller Herpa baut seine Modelle nach den Konstruktionsplänen der Autohersteller.

Diese Mercedes A Klasse im Maßstab 1:87 kostet 14,50 Euro. Foto: Herpa

Der Preis ist aber nicht automatisch ein Indikator für Qualität: Hochwertige Modellautos können 10 oder 400 Euro kosten. Ein Vergleich nach den Kosten ist nicht angebracht. „Das wäre wie Äpfel und Birnen vergleichen”, so Peter Brunner, Produktmanager vom Hersteller Schuco in Nürnberg. Letztlich sei es eine Frage des Anspruchs.

Die Herstellung qualitativ guter Modellautos ist immer ein aufwendiger Prozess. Beim Hersteller Herpa in Dietenhofen nimmt allein die Erstellung der Formen für die einzelnen Bauteile sechs bis neun Monate in Anspruch. Die Firma bekommt dafür von den Autobauern die originalen Konstruktionspläne und plant auf deren Grundlage das kleine Modell, erklärt Herpa-Sprecher Daniel Stiegler.

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