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04.07.2013

07:00 Uhr

Motorrad

Harley Owners Group feiert 30. Geburtstag

Quelle:MID

1983 gründete Harley-Davidson den ersten von einem Motorradhersteller unterstützten Motorradverein. Mittlerweile zählt die "Harley Owners Group" (H.O.G.) in über 130 Ländern rund eine Million Mitglieder.

Zu Besuch beim Papst: Ein HOG-Mitglied aus der Schweiz knipst ein Erinnerungsfoto im Rahmen der Feiern zum 110. Geburtstag der Motorradmarke in Rom. MID

Zu Besuch beim Papst: Ein HOG-Mitglied aus der Schweiz knipst ein Erinnerungsfoto im Rahmen der Feiern zum 110. Geburtstag der Motorradmarke in Rom.

Milwaukee/USAIn den frühen 80er-Jahren, als es unter anderem auf Grund von Management-Fehlern finanziell nicht gut stand um die amerikanische Motorrad-Kultmarke aus Milwaukee, griff die Gründerfamilie wieder ein. Nachdem Harley-Davidson zwölf Jahre im Besitz der "American Machine and Foundry" (AMF) war, kehrte das Unternehmen 1981 zurück in den Privatbesitz von Vaughn Beals, Charles Thompson und Willi G. Davidson.

Kurze Harley-Fahrer-Typologie

Viel mehr als nur Bad Boys

In seinem Aufsatz "Magie einer Marke" greift der Hamburger Soziologe Kai-Uwe Hellmann eine eingängige Typisierung verschiedener Gruppen von Harley-Davidson-Fahrern auf, von der leider nicht belegt ist, aus welcher Quelle sie stammt. Unterhaltsam und zutreffend ist ist allemal, auch wenn es einigen Harley-Fahrern nicht gefallen wird ...

MOPS

MOPS steht für „mom-and-pops-bikers“: Paare, die ihre Harley als normales Transportmittel benutzen.

RUBS

RUBS sind „Rich Urban Bikers“: vorwiegend Männer, die sich mit Blick auf ihr fortgeschrittenes Alter und vor dem Hintergrund ihres beruflichen Erfolgs (Anwälte, Broker, Ärzte etc.) eine Harley (problemlos) leisten
(können), um das Lebensgefühl der Teenager und Outlaws nochmals in sich aufleben zu lassen.

SEWERS

SEWERS steht für „Suburban Weekend Riders“: Vorstadtbewohner, die unter der Woche ein ganz normales Leben führen, in den weitverzweigten „suburbs“ mit den vielen gleich aussehenden Einfamilienhäusern wohnen und zum Wochenende ihre Harley aus der Garage holen, um eine kleine Spritztour zum nächsten Harley-Treffpunkt zu machen.

RIOTS

„Retired Idiots On Tour”: zumeist ältere Personen, die ihren verdienten Ruhestand dazu nutzen, ihre Freizeit und ihre finanzielle Abgesichertheit zu genießen, indem sie sich eine Harley kaufen und längere Überlandfahrten machen.

MUGWUMPS

MUGWUMPS („My Ugly Goldwing Was Upsetting My Peers”): ehemalige Fahrer einer Honda Goldwing, deren Behäbigkeit und betuliches Image im Bekanntenkreis auf wenig Gegenliebe gestoßen ist, weshalb sie sich zu einem Markenwechsel genötigt sahen.

AHABS

„Aspiring Hardass Bikers”: Vermutlich handelt es sich hierbei um Harley-Fahrer, die vorgeben, besonders lange Fahrten übers Land zu unternehmen, mit den entsprechenden Folgen fürs eigene Gesäß.

BASTARDS

„Bought A Sportser, Therefore a Radical Dude”: Diese Bezeichnung betrifft das prätentiöse Gehabe mancher Harley-Fahrer, die sich durch den Besitz einer solchen Maschine im antibürgerlichen Image der Harley-Kultur sonnen.

IGLOOS

„I got the look, Own one Soon”: Personen, die zwar gerne eine Harley hätten, sich aber keine leisten können und sich statt dessen durch entsprechende Kleidungsstücke und die zugehörigen Accessoires schmücken, um den Anschein von Harley-Besitz und H.O.G.-Zugehörigkeit zu erwecken; siehe auch HOOTS ...

HOOTS

„Have one Ordered, True Story”: HOOTS sind den IGLOOS sehr ähnlich, nur begnügen diese sich mit der nur vorgetäuschten Tatsache, dass sie demnächst eine Harley besitzen werden, deren Bestellung schon erfolgt
ist.

Und sie hatten die Idee, gerade in Zeiten großer wirtschaftlicher Probleme vor allem größtmögliche Kundenähe zu demonstrieren und dies zum Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie zu machen. Harley-Davidson gründete die vom Hersteller unterstütze "H.O.G.", die Harley Owners Group. Um eine starke, lange Kundenbindung aufzubauen, kommen deren Mitglieder in den Genuss vieler Vorteile und Veranstaltungen. In Europa brachte 1991 die erste europäische "H.O.G."-Rallye in der englischen Kurstadt Cheltenham den Durchbruch.

Am Rande bemerkt: Dass "Hog" im englischen für Wildsau steht, passt durchaus zum Image der Bad Boys, das selbst gut situierte Harley-Fahrer sorgsam hegen. Nach 30 Jahren, und im 110. Jahr des Unternehmensbestehens, zeigt sich der Erfolg und die Langlebigkeit der Idee: Rund eine Million Mitglieder zählt derzeit die offizielle Harley-Familie in mehr als 130 Ländern. Weltweit existieren über 1.500 "H.O.G."-Niederlassungen, sogenannte "Chapter", in über 60 Ländern von Russland bis Saudi Arabien und von Island bis Japan. In Europa gibt es über 100.000 "H.O.G."-Mitglieder.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

25.07.2013, 19:59 Uhr

Wie schon erwaehnt an anderer Stelle, diese Artikelserie ist schlecht. Wildschwein ist "Wild Boar" und "Hog" ist das Hausschwein. Mit Google ist das so einfach..... http://www.dict.cc/english-german/hog.html

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