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20.01.2014

14:38 Uhr

Multifunktional und modern

Caravan-Branche sucht neue Kunden

Quelle:dpa

Die Schuldenkrise in Europa bremst die Nachfrage nach Reisemobilen und Wohnwagen. Das spüren auch die deutschen Hersteller. Sie bemühen sich deshalb, ihres verstaubtes Image abzustreifen - und suchen neue Zielgruppen.

Auf der CMT werden die Wohnmobiltrends für 2014 festgelegt. dpa

Auf der CMT werden die Wohnmobiltrends für 2014 festgelegt.

StuttgartRückläufige Zulassungszahlen, gedrosselte Produktion, Kurzarbeit, sinkende Umsätze - die Lage der Wohnmobil- und Caravan-Hersteller sieht alles andere als rosig aus. Doch beim Caravaning Industrie Verband (CIVD) bemüht man sich um Optimismus: „Es gibt keine Caravaning-Krise, es gibt eine Wirtschaftskrise, die sich auf den privaten Konsum auswirkt“, sagte CIVD-Geschäftsführer Hans-Karl Sternberg am Montag auf der Reisemesse Caravan, Motor, Touristik (CMT, 11. bis 19. Januar) in Stuttgart.

Das Problem: Die Neuzulassungen von Wohnwagen und Wohnmobilen ging nach Daten des CIVD 2013 um 5,5 Prozent auf 138 390 Reisemobile und Wohnwagen zurück. Wichtige Märkte wie Frankreich und die Niederlande brachen ein. Viele deutsche Hersteller sind abhängig vom Export - gleichzeitig drängen ihre europäischen Konkurrenten auf den Heimatmarkt.

Dominik Suter, Chef des zur Hymer-Gruppe gehörenden Herstellers Dethleffs, spricht von einer „gewaltigen Herausforderung“. Die sinkenden Neuzulassungen seien nur ein Problem. Gleichzeitig wachse der Bestand an gebrauchten Fahrzeugen und Anhängern, so Suter. Denn Wohnwagen und Reisemobile überdauern in der Regel Jahrzehnte - und im Gegensatz zum Automarkt werden die Fahrzeuge und Anhänger nicht im großen Stil über die Grenzen Europas weiterverkauft, sondern bleiben im Markt. „Wenn wir nicht untergehen wollen, müssen wir neue Zielgruppen erschließen“, sagt Suter. „Caravaning muss hip werden.“

Die Hersteller bemühen sich nach Kräften: Auf der CMT in Stuttgart präsentieren sie Einsteigermodelle zu moderaten Preisen mit einer Inneneinrichtung, die an moderne Wohnkonzepte aus dem Möbelhaus erinnert. Der CIVD unterstützt sie mit einer breit angelegten Imagekampagne, die außer der klassischen älteren Klientel junge Familien und Menschen ab 40 und 50 Jahren ansprechen soll.

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