Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2005

14:50 Uhr

Musterknabe bleibt BMW

USA: Deutsche Autos bleiben gefragte Statussymbole

Luxus ist für hunderttausende amerikanische Autokunden auch im neuen Jahr ein entscheidender Kaufanreiz.

HB DETROIT. Trotz steigender Benzinpreise und eines nur moderaten Wirtschaftswachstums seien wohlhabende Amerikaner bereit, für die neuen Autos aus Deutschland viel Geld zu bezahlen, sagten Branchenexperten und Analysten auf der North American International Auto Show (NAIAS), die am Sonntag in Detroit begann.

BMW greift mit dem neuen 3er an, Mercedes poliert mit mehreren neuen Modellen (M-, R- und S-Klasse) das Markenimage auf. Porsche kann sich auf den bulligen Geländewagen Cayenne verlassen und hat zudem die Nachfolger der Klassiker 911er und Boxster im Angebot. BMW, Porsche und Mercedes-Benz hatten bereits im vergangenen Jahr in den USA so viele Autos verkauft wie nie zuvor.

Problemfälle bleiben VW und Audi. Europas größter Autokonzern Volkswagen leide in den USA noch immer unter den Sünden der Vergangenheit, schreibt das Brancheninstitut B&D-Forecast in einer Analyse. Zwar wird erwartet, dass die neuen VW-Modelle bei Jetta und Passat einen ähnlichen Einbruch (rund 15 Prozent) in der gehobenen Mittelklasse wie im Vorjahr verhindern können. Hohe Rabatte für die Luxuslimousine Phaeton, der schwache Dollar und der Konkurrenzdruck würden aber dafür sorgen, dass die Wolfsburger in den USA weiterhin rote Zahlen schrieben. „Für 100 000 Dollar wollen die Amerikaner einen BMW, Porsche oder Mercedes. Aber einen Phaeton, von VW? Das funktioniert nicht“, meint ein Analyst einer amerikanischen Investmentbank. 2004 verkauften die Wolfsburger nur knapp 2000 der in Dresden gebauten Limousine in den USA. Ursprünglich sollten es laut früheren, optimistischen Planungen bis zu 10 000 sein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×