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06.01.2012

09:46 Uhr

Nach Feuer-Problemen

Opel liefert den Ampera ab Februar aus

Nachdem Batterie-Probleme nach einem Crashtest die Markteinführung des Opel Ampera Anfang November verhindert hatten, hat Opel jetzt einen neuen Termin für die Auslieferung genannt: Im Feburar soll es soweit sein.

Autotest-Video

Elektrisch in die Zukunft - Opel Ampera

Autotest-Video: Elektrisch in die Zukunft - Opel Ampera

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RüsselsheimDer Autohersteller Opel will von Februar an das Elektromobil Ampera ausliefern. „Wir rechnen damit, dass die Ersten im Februar ausgeliefert werden können“, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag in Rüsselsheim der Nachrichtenagentur dapd.

Opel hatte die Ampera zuletzt auf dem Werkshof parken müssen, weil das baugleiche Modell Volt der amerikanischen Opel-Mutter General Motors (GM) Probleme hatte. Bei einem Crashtest hatte das Auto Feuer gefangen. Für dieses Problem gebe es nun eine Lösung, hieß es.

So wird unter anderem die Fahrzeugstruktur verstärkt, um die Batterie noch besser gegen einen Seitenaufprall zu schützen. Der Batterietunnel wird versteift. Das Kühlsystem der Batterie wird künftig mit einem zusätzlichen Sensor überwacht, der Einfallstutzen extra gesichert. Auf einer Pressekonferenz zu dem najezu baugleichen Chevrolet Volt betonte General Motors heute aber noch einmal, dass Kunden mittlerweile zusammen rund 32 Millionen Kilometer mit dem Elektroauto zurückgelegt haben, ohne dass es zu so einerm Vorfall gekommen sei.

Zahlen und Fakten zum E-Antrieb

Gewicht

Eine E-Maschine, also der Motor-Generator inklusive der Elektronik drum herum, wiegt nur etwa 50 bis 70 Kilogramm. Ein Verbrenner ist deutlich schwerer: Ein 4-Zylinder-Benziner wiegt ungefähr um die 220 Kilo, eine kleinere Dieselmaschine sogar knapp 300 Kilogramm. Der reine Vergleich der Antriebsformen ist jedoch nur die halbe Wahrheit: Entscheidend ist das Gesamtgewicht - dazu zählen auch die benötigte Batterie oder - beim Verbrenner - der mit Sprit gefüllte Tank.

Reichweite

Reichweite ist noch eines der größten Probleme bei E-Autos. Als Faustformel gilt, dass für eine ähnliche Streckenleistung wie mit einem spritfressenden Fahrzeug das 10- bis 20-Fache der Batterie benötigt wird. Bei 60 Litern Tankvolumen wären das rund 600 bis 1.200 Liter Batterievolumen - eine enorme Größe. Die Leistungssteigerung der Batterien ist daher eines der wichtigsten Themen beim E-Auto.

Wartung

Eine E-Maschine ist auf Lebensdauer wartungsfrei. Verbrenner nicht. Diesel mit großem Hubraum gelten als langlebig - Laufleistungen von mehreren Hunderttausend Kilometern sind nicht selten. Die für die E-Autos benötigten Batterien haben allerdings auch eine begrenzte Lebenserwartung. Sie werden mit der Zeit und dem Laden schwächer.

Ölwechsel

Ein E-Motor braucht keinen Ölwechsel, so wie es bei Verbrennern früher oder später der Fall ist. Die Lagerfette in den E-Antrieben sind auf eine lebenslange Funktionstüchtigkeit ausgelegt.

Getriebe

E-Autos kommen ohne Schaltgetriebe aus. Zulieferer wie ZF Friedrichshafen oder Getrag, die einen großen Teil ihrer Umsätze mit Getrieben erzielen, oder Hersteller wie Daimler, die ihre Getriebe selbst entwickeln und fertigen, werden sich umstellen müssen.

Das Feuer in einem Volt war drei Wochen nach einem Seiten-Crashtest im Mai vergangenen Jahres ausgebrochen. Nach Angaben von General Motors hatte sich dabei aus einem Leck ausgetretene Kühlflüssigkeit an einem Stromleiter der noch geladenen Batterie entzündet. Diese sei dort hingelangt, nachdem im Rahmen des Crashtests das Fahrzeug drei Wochen vorher fünf Minuten lang „auf den Kopf gestellt“ worden sei. Bei einer späteren Simulation des Vorgangs durch die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) vergingen sechs Tage, bis sich die Flüssigkeit entzündete. GM unterstrich noch einmal, dass es sich nciht um ein Problem der Batterie an sich gehandelt hat, sondern um ausschließlich um das Kühlsystem.

Mit Material von auto-medienportal.net

Der Batterietunnel von Volt und Ampera wird verstärkt. GM

Der Batterietunnel von Volt und Ampera wird verstärkt.

Von

dapd

Kommentare (6)

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zarakthuul

06.01.2012, 10:09 Uhr

Ein überflüssiges Auto! Wer "grün" fahren will, bekommt mit einem aktuellen Kleinwagen ein besseres Angebot. Sogar hinsichtlich des CO2-Ausstoßes.

ma2306

06.01.2012, 14:14 Uhr

Manchen reich aber eben kein Kleinwagen - weder in Bezug auf Platz noch auf Komfort, Fahrgeräusche, Fahrleistungen etc. Der Ampera bietet hier Einzigartiges.

newton

06.01.2012, 18:00 Uhr

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Opel eine nennenswerte Anzahl dieser Fahrzeuge verkaufen wird. Gibt es doch hervorragende japanische Hybrids, die insbesondere in den USA in großer Anzahl auf den dortigen Straßen seit einigen Jahren fahren.

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