Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.07.2014

14:05 Uhr

Nach nur drei Jahren Bauzeit

Baldiges Aus für den Opel Ampera?

Quelle:Spotpress

Trotz ambitionierter Technik und großem Experten-Applaus: Der Opel Ampera, 2012 als „Car Of The Year“ gekrönt, ist wirtschaftlich wohl gescheitert. Laut aktuellen Medienberichten soll er bald nicht mehr gebaut werden.

Opel Ampera - Aus für das Elektroauto Opel

Opel Ampera: Das fast 40.000 Euro teure Schwestermodell des Chevrolet Volt verkauft sich schlecht und könnte noch dieses Jahr auslaufen.

DüsseldorfDer Opel Ampera steht offenbar vor dem Aus. Das kompakte Elektroauto soll nach Informationen der „Automotive News Europe“ 2015 aus dem Programm genommen werden. Dann steht das Facelift für das baugleiche Schwestermodell Chevrolet Volt an, das die Opel-Version nicht mehr mitmachen wird.

Als Grund nennt der Bericht die schwachen Verkäufe des technisch ambitionierten Modells. Lediglich 332 Einheiten fanden in den ersten fünf Monaten in Europa einen Käufer, in Deutschland gab es im kompletten ersten Halbjahr lediglich 46 Neuzulassungen. Zum Vergleich: Ferrari hat beim sündteuren F12 im gleichen Zeitraum 83 Neuzulassungen zu melden.

Opel Ampera im Handelsblatt-Test: Was taugt ein Elektro-Auto im Urlaub?

Opel Ampera im Handelsblatt-Test

Was taugt ein Elektro-Auto im Urlaub?

Viel wurde über ihn geschrieben, das erste alltagstaugliche Elektroauto mit einer vernünftigen Reichweite soll er sein. Der Opel Ampera war eine Woche bei uns zum Praxis-Test, - und auf Urlaubsreise. Ein Tagebuch.

Auch der angekündigte Markt-Rückzug von Chevrolet dürfte die Chancen für den Ampera nicht verbessern – der Volt verkaufte sich noch einmal deutlich schlechter als sein deutscher Ableger. Opel wollte den Bericht auf Nachfrage nicht kommentieren.

Der Ampera – 2012 sogar als Auto des Jahres ausgezeichnet - grenzt sich technisch von den meisten anderen Elektroautos ab. Neben der Batterie hat er einen kleinen Vierzylinderbenziner als permanenten Reichweitenverlängerer an Bord, der allerdings nicht das Auto antreibt, sondern bei niedrigem Akkustand für Stromnachschub sorgt.

So sind nach der rein elektrischen Fahrt von bis zu 80 Kilometern noch weitere rund 460 Kilometer im Generatorbetrieb möglich. Der Viersitzer kostet aktuell 38.260 Euro.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Mohammed Chang

22.07.2014, 14:54 Uhr

[]Der Viersitzer kostet aktuell 38.260 Euro.[]
Das ist die Basisversion. Der "Normalpreis" liegt wohl eher so um die 45.000€. Also zu viel Geld für zu wenig Auto.
Hier zeigt sich aber wieder das Problem des Herstellers Opel. Anstatt auf Prestige zu setzen wird wieder einmal nur auf den Gewinn geachtet. Man könnte mit dem Ampera eine klasse Werbekampagne starten die Marktvorteile für die gesamte Produktpalette hätte. Leider haben bei Opel zu viele Betonköpfe das Sagen.

Herr Woldemar von Stechlin

22.07.2014, 15:24 Uhr

Richtig so. Elektroautos sind technisch Unsinn und nur von grünen Weltverbesserern gewollt.

Viel besser sind z.B. Brennstoffzelle oder Gasantriebe mit e-Gas (synthetisch erzeugtes Gas).

Herr Nicht - Dumm

22.07.2014, 16:44 Uhr

Sogar, wenn so ein Auto nur 5000,-€ kosten würde, wäre es sein Geld nicht wert, denn jeder vernünftige Mensch weiß, was ein Akku leisten kann und wie schnell er versagt.
Auch Gutmenschen müssen sich der Physik geschlagen geben, selbst wenn es ihrer Traumwelt nicht entspricht und sie sich neue Phantastereien erschaffen müssen, um ihren Aufenthalt auf dieser Welt zu überbrücken.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×