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15.01.2012

15:13 Uhr

Neue Absatzziele

Daimler greift im Kompaktsegment in USA an

Daimler will in den USA nicht mehr schwerpunktmäßig als SUV-Edelmarke, sondern auch im Kompaktsegment punkten. Die Stuttgarter Konzernspitze hat für den amerikanischen Markt sehr ehrgeizige Ziele vorgegeben.

Daimler will in den Vereinigten Staaten künftig zunehmend mit Kompaktwagen punkten. AFP

Daimler will in den Vereinigten Staaten künftig zunehmend mit Kompaktwagen punkten.

StuttgartMit Hilfe seiner Kompaktwagenoffensive will der Autobauer Daimler die Mercedes-Verkäufe in den USA mittelfristig über die Marke von 300.000 Fahrzeugen treiben. „In den USA werden wir ab 2013 vier unserer fünf Mitglieder unserer Kompaktwagen-Familie in den Markt bringen. Der Roll-Out wird zwei bis drei Jahre dauern“, sagte der Vertriebs- und Marketing-Vorstand von Mercedes, Joachim Schmidt, der Fachzeitschrift „Automotive News Europe“. Das Ziel eines Absatzes von 300.000 Autos wäre ein Zuwachs von rund 22 Prozent verglichen mit dem aktuellen Stand - 2011 hatte Daimler in den USA 245.231 Mercedes verkauft.

Damit setzt Daimler im Land der traditionell hubraumstarken Autos - wie etwa Pick-Ups oder wuchtige Geländewagen - auf den Trend zu kleineren und vergleichsweise weniger spritdurstigen Modellen. Bisher bildet die kleine Limousine C-Klasse in den USA das untere Ende der Mercedes-Palette. Nun sollen neben den neuen A- und B-Klassen auch eine kompakte Mischung aus Limousine und Geländewagen (SUV) sowie ein Coupé den Absatz jenseits des Atlantiks beflügeln.

Schmidts Worten zufolge soll die B-Klasse in den USA nicht mit herkömmlichem Verbrennungsmotor angeboten werden, sondern nur als batteriebetriebenes Elektroauto mit sogenanntem Range-Extender - ein kleiner Verbrennungsmotor, der bei Bedarf einen Generator betreibt und die Batterie auflädt. Das Auto soll B-Klasse E-Cell Plus heißen.

Daimler hatte im vergangene Jahr in den USA 13,3 Prozent Plus verbucht. In den Staaten mehren sich aktuell die Zeichen, dass es wirtschaftlich aufwärtsgeht.

Daher ruhen die Hoffnungen vieler Autobauer neben Märkten wie Asien auch auf den USA. Dort schwindet nach Jahren der Wirtschaftskrise wieder die Arbeitslosigkeit und viele Amerikaner sind schlicht gezwungen, sich einen neuen Wagen zuzulegen, weil der alte längst in die Jahre gekommen ist.

Von

dpa

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