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11.04.2013

14:52 Uhr

Neue Motoren, neue Getriebe

Technikoffensive bei Opel

Quelle:MID

Neben emotionalen Modellen wie dem Kleinwagen Adam oder dem Cabriolet Cascada setzt Opel auf eine breite Technikoffensive. Neue Benzin- und Diesel-Motoren sowie Schalt- und Automatikgetriebe sollen es richten.

Der Opel Cascada bekommt unter anderem einen neuen 1,6-Liter-Turbo-Benzinmotor in zwei Leistungsausführungen. MID

Der Opel Cascada bekommt unter anderem einen neuen 1,6-Liter-Turbo-Benzinmotor in zwei Leistungsausführungen.

RüsselsheimOpel will zurück in die Erfolgsspur. Neben emotionalen Modellen wie dem Kleinwagen Adam oder dem Cabriolet Cascada setzen die Rüsselsheimer auf eine breite Technikoffensive. Neue Benzin- und Diesel-Motoren gehen ab Sommer an den Verkaufsstart, ebenso eine neue Generation von Schalt- und Automatikgetrieben. Auf dem Testgelände in Dudenhofen konnten jetzt die Ergebnisse der Entwicklungsarbeit erstmals erprobt werden.

Der Fahrplan für die Technikoffensive bei Opel sieht bis 2016 drei komplett neue Motorenfamilien mit 13 verschiedenen Motorvarianten vor. Sie decken damit 80 Prozent des künftigen Antriebsportfolios ab. Den Startschuss bilden aufgeladene Benziner und Diesel mit 1,6 Litern Hubraum, die in Verbindung mit der nächsten Generation von Schaltgetrieben mit fünf beziehungsweise sechs Gangstufen kommen.

Zum Jahresende folgt eine neue Generation von kleinen Benzinmotoren. Die wesentlichen Ziele der Entwickler für die Motoren lauten: deutliche Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs, klassenbeste Kraftentfaltung und eine spürbare Verbesserung der Laufkultur. Bei den Getrieben stehen Schaltkomfort, breite Getriebespreizung und spürbare Beiträge zur Verbrauchsreduzierung im Fokus.

Der neue 1,6-Liter-Motor mit Benzindirekteinspritzung und Turboaufladung feierte bereits seine Premiere im viersitzigen Cabriolet Cascada. Als sogenannter "Eco Turbo" leistet er 170 PS mit einem maximalen Drehmoment von 280 Newtonmeter. Als zweite Version kommt der "Performance Turbo" mit 200 PS und einem maximalen Drehmoment von 300 Nm. Im Vergleich zum Vorgänger mit 1,6 Litern Hubraum steigen Leistung und Drehmoment um bis zu 30 Prozent bei einer Senkung des Kraftstoffverbrauchs um 13 Prozent. Für die in der Praxis deutlich wahrnehmbar verbesserte Laufruhe sorgen erstmals bei Vierzylindern in dieser Hubraumklasse zwei Ausgleichswellen, die gegenläufig zur Kurbelwelle im Motorblock rotieren und dabei Schwingungen reduzieren.

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Um das hohe Drehmoment zu realisieren, das sich mit dem eines Diesels messen kann, benötigt das 1,6-Liter-Triebwerk einen kleinen Lader, der spontan anspringt und schon bei niedrigen Drehzahlen Druck aufbaut. Die Opel-Techniker haben die Turbine mit lediglich 41 Millimetern Durchmesser direkt im Abgaskrümmer platziert, wo sie mit maximal knapp 200.000 Umdrehungen pro Minute rotiert. Für den reduzierten Verbrauch und die niedrigen Abgasemissionen, die bereits die Euro-6-Norm erfüllen, sorgt das Kraftstoffsystem mit zentraler Direkteinspritzung. Die Kraftstoffleitung stellt einen dauerhaften Druck von 200 bar bereit, um das Benzin optimal zu zerstäuben.

Kommentare (1)

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14.04.2013, 13:08 Uhr

Ein hochinteressanter Bericht. Wenn sich die neuen Motoren dann noch durch hohe Zuverlässigkeit und Langlebigkeit auszeichnen und mit höheren Garantieleistungen versehen werden, könnte Opel wieder richtig interessant werden.
Was jetzt noch fehlt sind leichtere Fahrzeuge. Und vielleicht auch die Rückbesinnung auf Traditionsnamen.

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