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29.03.2011

07:32 Uhr

Neue Studie

App-Nutzung von Autofahrern wird überschätzt

Vonampnet/sm

Unter europäischen Autobesitzern sind Apps und ihre Möglichkeiten nur wenig bekannt und ihre tägliche Nutzung deswegen stark beschränkt.

In modernen Multimediasystemen werden Navigation, Internet und Online-Dienste zusammenführt. Apps sollen dabei die Bedienung erleichtern. Quelle: dpa

In modernen Multimediasystemen werden Navigation, Internet und Online-Dienste zusammenführt. Apps sollen dabei die Bedienung erleichtern.

Autofahrer wissen wenig über Apps, die Applikationen bei Smartphones. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Frost & Sullivan. Danach ist die gängige Auffassung, dass der Bekanntheitsgrad und die Nutzung derartiger Anwendungen zunehme, offenbar noch falsch.


Die Studie untersuchte anhand der Antworten von 1.911 Befragten in Deutschland, Italien, Großbritannien und Frankreich deren Präferenzen und Bereitschaft, für Smartphone-Apps zu zahlen bzw. diese beim Autofahren einzusetzen. Gemessen wurde die Nutzung von Infotainment- und App-Lösungen sowie die Präferenzen im Hinblick auf bestehende und potenzielle neue Infotainment-Konzepte.

“Die beliebtesten Anwendungen für Smartphones sind Navigationsdienste und aktuelle Verkehrsinformationen. Sie werden jedoch weniger als eine Stunde pro Tag genutzt“, berichtet Praveen Chandrasekar, Research Analyst bei Frost & Sullivan. „Der Schwerpunkt sollte also für Autohersteller, die fahrzeugbezogene Apps hinzufügen wollen, auf dem Angebot von grundlegender Fahrzeug- und Fahrinformation liegen, wobei beachtet werden sollte, dass diese Apps in der ersten Zeit nur in begrenztem Maße genutzt werden dürften.“

Angefixt mit der Gratis-Basisversion

Zurzeit bekommen Autobesitzer die meisten Apps kostenlos. Weil sie im Lauf der Zeit von derartigen Basisanwendungen abhängiger werden, dürfte sich die Nutzung aber verstärken, schlussfolgert das Beratungsunterehmen. Auch die Nutzung von Anwendungen, die im Moment noch als zweit- und drittrangig eingestuft werden, könnte zunehmen. „Autohersteller sollten jedoch nicht damit rechnen, dass fahrzeugbezogene Apps zu signifikanten Umsatzsteigerungen führen“, meint Chandrasekar.


Die Umfrage ergab weiter, dass Autobesitzer mittlerweile Bluetooth gegenüber Kabelverbindungen bevorzugen. Wird diese Technologie von der Mehrheit als Standard erwartet, so werden Bluetooth-Verbindungen nicht länger kostenpflichtige als Zusatzoptionen angeboten werden können, sondern zur Standardausrüstung werden. Als beliebtestes Bedienkonzept wurden laut der Umfrage Tasten (für Input) und Sichtanzeige (für Output) genannt.

Als weitere wichtige fahrzeugbezogene Merkmale wurden von den Autofahrern einfache Handhabung, Leistung, innovative Technologie und intelligente Nutzung des Innenraums genannt. Vorrangig in Verbindung gebracht wurden mit diesen Merkmalen die Automarken BMW, Audi und Volkswagen.

Kommentare (1)

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VerenaH

29.03.2011, 12:45 Uhr

das Überschätzen mag für Apps im allgemeinen gelten. Dagegen kann die Mitfahr-App des Triumvirats Telekom, Navigon und flinc, die ab Juni auf dem Markt erscheinen soll, gar nicht hoch genug eingeschätzt werden 8-)

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