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28.07.2011

08:53 Uhr

Neue Studie

Vernunft schlägt Gefühl beim Autokauf

Eher „Vorsprung durch Technik“ als „Freude am Fahren“: Beim Autokauf lassen sich die Deutschen weniger mit Design und Motorensound, sondern mit ökonomischen Argumenten beeinflussen, wie eine neue Studie belegt.

Laut der Studie verkaufen sich Design und Emotion doch nicht so gut, wie manche Hersteller mit ihrer Werbung vermitteln wollen. Quelle: gms

Laut der Studie verkaufen sich Design und Emotion doch nicht so gut, wie manche Hersteller mit ihrer Werbung vermitteln wollen.

HamburgBeim Autokauf lassen sich deutsche Kunden einer Studie zufolge eher von Vernunftgründen wie niedrigem Verbrauch oder großem Kofferraum leiten statt von vielen PS oder klingenden Markennamen. In einer Umfrage unter 1.000 Autofahren durch die Münchner Unternehmensberatung Progenium wurden zwei Kaufgründe als am wichtigsten genannt: "geringer Verbrauch/hohe Reichweite" und "günstiger Preis/niedrige Unterhaltskosten".

Auf einer Skala von 1 (sehr begeistert) bis vier (überhaupt nicht begeistert) erzielten die beiden Punkte mit 1,2 den besten Wert. In der Wertung der Autofahrer folgten "elektronische Hilfsmittel wie Navigation oder Spurassistent" mit 1,4 sowie ein "emissionsarmer Motor" mit 1,5 auf den Plätzen. "Viel transportieren können" (1,6) ist das nächste wichtigste Argument.

Am unteren Ende der Skala rangieren "Fahren mit offenem Verdeck" (3,2), "Motorensound" (3,1), die "Marke des Herstellers" (2,5), "einzigartiges Design" (2,4) sowie "hohe Geschwindigkeit" (2,4).

Auch die "Beziehung zu meinem Händler" zieht die Autofahrer mit einer 2,7 nicht wirklich in den Bann. "Es ist offensichtlich, dass wesentliche Werte, die die Automobilindustrie seit Jahren werblich verkauft, weit weg sind vom aktuellen Zeitgeist", sagte Progenium-Gründer Michael Mandat.

Von

dapd

Kommentare (4)

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StefanSchuster

28.07.2011, 09:03 Uhr

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast! Die Kernfrage lautet: Wie setzen sich die Befragten zusammen. Einem Dacia-Fahrer sind andere Werte wichtig als einem BMW-Fahrer. Eine sinnvolle Befragung hätte nach einzelnen Zielgruppen differenziert befragt. Es ist totaler Nonsens, hier eine "einheitliche" Gruppe zu unterstellen - passt aber zum linken Zeitgeist....

Account gelöscht!

28.07.2011, 09:27 Uhr

Und wieder nur eine Umfrage.
Wer gibt schon in einer Umfrage zu, daß ihm der Motorensound wichtiger war als der emissionsarme Motor?

Wenn die Autokäufer wirklich so vernünftig entscheiden würden, liessen sich unvernünftige Autos nicht so gut verkaufen, und würden nicht so viele unvernünftige Extras gekauft werden.

Account gelöscht!

28.07.2011, 10:14 Uhr

Statistiker sind die Knochenleser und Glaskugelgucker unserer Zeit.

Wenn Menschen wirklich ökonomisch und vernunftgesteuert vorgingen, wäre ein Porsche vermutlich unverkäuflich und Mode ziemlich unbeachtet. So ist es aber nicht! Egal was eine Statistik gerade verkaufen will.

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