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30.06.2014

09:56 Uhr

Neuer Focus ST

Der Ford für sportliche Spritknauserer

Quelle:Spotpress

Ford spendiert seinem kompakten Karacho-Focus einen Dieselantrieb. Der hat im Autoquartett zumindest in einer Kategorie die Nase vor einem scharfen Konkurrenten.

Die Markteinführung erfolgt im Herbst Ford

Die Markteinführung erfolgt im Herbst

Man könnte es für Zufall halten, dass die Premiere von Fords überarbeitetem Kompaktsportler, dem Focus ST, zeitlich perfekt zum Termin des Goodwood Festival of Speed, der traditionellen Veranstaltung für Liebhaber schneller Autos passt. Man könnte es auch für Zufall halten, dass der neue Dieselmotor, mit dem der Focus ST ab Herbst zum ersten Mal erhältlich ist, genau ein PS mehr hat, als sein schärfster Konkurrent, der Golf GTD.

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Fiesta und Focus symbolisieren Fords Erfolg, sie zählen zu Europas meistverkauften Autos überhaupt. Aber sie sind langweilig. Wir testen lieber den „großen Bruder“, den Focus Turnier ST, der Spaß und Power verspricht.

Neben der erwarteten kosmetischen Behandlung hin zum neuen Markengesicht hat sich der ST zum aktuellen Facelift auch einer größeren Operation unterzogen: Künftig können sich die Kunden nicht nur für den 184 kW/250 PS starken Vierzylinder-Benziner entscheiden, der in der überarbeiteten Version sechs Prozent weniger und damit 6,8 Liter auf 100 Kilometern verbraucht.

Den sportlichen Kompakten gibt es nun auch mit einem 2,0-Liter-Dieselaggregat, das 136 kW/185 PS leistet. Wie beim Benziner übersetzt ein manuelles Sechsgang-Getriebe, das leistungsorientiert abgestimmt wurde. In immerhin 8,1 Sekunden sprintet der Focus so aus dem Stand auf 100 km/h.

Das Cockpit ist aufgeräumter als zuletzt Ford

Das Cockpit ist aufgeräumter als zuletzt

Bei einem Normverbrauch von 4,4 Litern auf 100 Kilometern (114 g CO2/km) sollen sich Sparspaß und Fahrspaß ergänzen – wie beim schärfsten Konkurrenten Golf GTD, dem Diesel-Pendant zum GTI, der exakt ein PS weniger als der ST auf dem Datenblatt stehen hat, die 100 km/h-Marke allerdings nach 7,5 Sekunden erreicht. Mit dem potenten Focus-ST-Benziner vergehen übrigens nur 6,5 Sekunden bis Tempo 100.

Eine spürbar erhöhte Dynamik versprechen die Ingenieure der Facelift-Version, dank einer Überarbeitung des Sportfahrwerks mit neuen Federn vorn und neuer Dämpferabstimmung vorn und hinten. Lenkübersetzung sowie Drehmomentverteilung wurden ebenfalls neu abgestimmt. Außerdem soll das ESP über einen zusätzlichen Sensor für mehr Kontrolle zum Beispiel bei schnellen Spurwechseln bei hoher Geschwindigkeit sorgen.

Neben dem Benziner gibt es erstmals auch einen Diesel Ford

Neben dem Benziner gibt es erstmals auch einen Diesel

Optisch ist das Facelift auf den ersten Blick als solches zu erkennen, erhält doch nun auch die Sportversion das neue Focus-Gesicht mit geändertem Grill, schlankeren Scheinwerfern und rechteckigen Nebelleuchten. Diffusor, mittiger Doppelauspuff und Dachspoiler gehören unter anderem zur Optik der ST-Abstimmung, ebenso wie innen zusätzliche Instrumente für Ladedruck und Öltemperatur, beleuchtete Einstiegsleisten oder Recaro-Sportsitze. Auch die Assistenz- und Komfortmerkmale aus dem jüngsten Focus-Facelift sind verfügbar, wie Sync-Sprachsteuerung oder mitlenkende Frontscheinwerfer.

Die Sportsitze sollen für guten Halt sorgen Ford

Die Sportsitze sollen für guten Halt sorgen

Die Variante ST ist ab Herbst bestellbar und steht ab Frühjahr 2015 in zwei Karosserieformen beim Händler: als fünftüriger Focus sowie als Kombi-Variante Turnier. Preise hat Ford noch nicht bekannt gegeben. Bisher steht der Focus ST ab 28.250 Euro in der Preisliste, der Turnier ST ist ab 29.200 Euro zu haben, wesentlich werden sich die Preise nicht ändern. Auch die Diesel-Variante dürfte im Einstieg unter 30.000 Euro bleiben.

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Zisch, brumm, quietsch: Wer was Erwachseneres sucht, sollte kein ST-Modell kaufen. Der Ford Fiesta ist für die junge Spaßfraktion, erfrischend frech und unvernünftig. Bis die Eltern den My-Key-Riegel vorschieben.

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