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10.11.2011

13:35 Uhr

Neuer Hyundai i30

Golf-Konkurrent startet mit sechs Motoren - und VW-Hilfe

Quelle:dpa

Hyundai lässt seinen neuen i30 im kommenden Frühjahr mit üppiger Ausstattung und sparsamen Motoren auffahren. Beim Start des Kompakt-Koreaners hilft VW-Chef Martin Winterkorn. Unfreiwillig.

Der neue Hyundai i30 wird voraussichtlich etwas teurer als die aktuelle Generation. dpa

Der neue Hyundai i30 wird voraussichtlich etwas teurer als die aktuelle Generation.

OffenbachDer neue Hyundai i30 kommt im nächsten Frühjahr mit sechs Motorvarianten in den Handel. Das 4,30 Meter lange Kompaktklassemodell startet den Angaben des koreanischen Herstellers nach mit je drei Dieseln und Benzinern, die eine Leistungsspanne von 66 kW/90 PS bis 100 kW/136 PS abdecken. Preise nannte die Hyundai Europazentrale in Offenbach noch nicht.

Wegen der besseren Ausstattung werde das Auto aber voraussichtlich mehr kosten als die mindestens 15.490 Euro teure aktuelle Generation, heißt es in Unternehmenskreisen. Der neue i30 bekommt - zum Teil gegen Aufpreis - bis zu sieben Airbags, Panoramadach, Rückfahrkamera und elektrische Parkbremse.

Außerdem kann der Fahrer bei der Lenkung per Knopfdruck drei verschiedene Unterstützungsstufen wählen. Zum Spritsparen setzen die Koreaner auf optimierte Schalt- und Automatikgetriebe mit sechs Gängen und eine Start-Stopp-Automatik. Zusammen mit Leichtlaufreifen sinkt der Verbrauch im besten Fall auf weniger als 4,0 Liter und ermöglicht einen CO2-Ausstoß von weniger als 100 g/km, teilt Hyundai mit. Informationen zu exakten Fahrleistungen und Verbrauchswerten wird es erst kurz vor der Markteinführung des neuen i30 geben.

i30-Video mit VW-Chef sorgte für Furore

Das Modell wurde schon vor seinem Verkaufsstart praktisch von VW gefördert. Denn ein Video, das VW-Chef Martin Winterkorn auf der IAA beim inspiziert des Hyundai i30 zeigt, erlangte auf YouTube schnell Kultstatus - und mehr als 1,5 Millionen Zugriffe.

Ob Detroit, Tokio, Genf oder Frankfurt, auf Messen nimmt Martin Winterkorn Konkurrenzmodelle immer genauestens in Augenschein. Da gibt es schon mal Fotos mit dem obersten VW-Manager, wie er vor einem Peugeot 308 kniet oder in einem Lexus LS sitzt. Doch diese Bilder erregen keine Gemüter.

Anders die fast fünf Minuten langen Szenen auf YouTube. Zwei Gründe dürften hierfür verantwortlich sein: Die vom obersten VW-Manager kürzlich ausgesprochenen Warnungen vor Hyundai im Speziellen und sein allgemeiner Ausspruch "Was früher die Japaner waren, sind heute die Koreaner". Klammheimlich hätte Hyundai den fünften Platz unter den weltgrößten Kfz-Herstellern eingenommen. Es sei klar, dass sie weiter nach vorne schauten. Und dabei stünde ihnen ein großes Potenzial zur Verfügung, so eine weitere Warnung. Doch VW wäre gewappnet und würde genau aufpassen. Skoda solle sich gegen den asiatischen Hersteller besser positionieren.

Wer so poltert und danach beim Koreaner gesichtet wird, erfährt automatisch eine größere Aufmerksamkeit. Doch viel interessanter ist, was der VW Chef auf dem Stand macht. Er inspiziert den i30, einen Konkurrenten zum VW Golf, den die meisten Motorjournalisten als gut gelungen einstufen.

Kommentare (1)

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schoen

10.11.2011, 15:35 Uhr

bestimmt ein gelungenes auto.

ich fahre jetzt meinen ersten Golf und es wird wahrscheinlich auch mein letzter VW sein. ich habe gedacht, dass ich mit dem teuren preis qualität und service kaufe, was beides nach zwei besuchen in der werkstatt (neuwagen!!) nicht zutrifft.

in der familie haben wir ebenfalls einen i30 der aktuellen generation. wesentlich günstiger, top in ordnung und die werkstatt war sehr freundlich (marderbiss, kein mangel).

mal sehen wie lange sich die deutschen noch die überteurten preise gefallen lassen...

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