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17.07.2014

13:38 Uhr

Neuer Skoda Fabia

Sportlich, sparsam und schlau

VonBenjamin Bessinger
Quelle:Spotpress

Der Modulare Querbaukasten macht’s möglich: Wenn zum Jahreswechsel der neue Skoda Fabia kommt, wird der kleine nicht nur schöner und schnittiger. Er speckt gewaltig ab, braucht weniger Sprit und bekommt mehr Assistenzsysteme.

Neuer Skoda Fabia - Sportlich, sparsam und schlau Skoda

Der neue Fabia: Skoda gibt sich beim Design die Kante

Die Modelloffensive bei Skoda geht weiter: Nachdem die VW-Tochter den Octavia erneuert und den Rapid an den Start gebracht hat, kommt bei den Tschechen jetzt der Fabia an die Reihe. Er steht als Fünftürer und als Kombi auf dem Pariser Salon und soll noch vor dem Jahreswechsel in den Handel kommen.

Offiziell gibt es zur dritten Generation des in 15 Jahren mehr als drei Millionen Mal verkauften Bestsellers bislang nur eine dürftige Skizze, mit der die Tschechen das neue, sehr viel sportlichere Design herausarbeiten wollen. Nicht umsonst schließlich sei der Fabia bei unveränderter Länge etwa neun Zentimeter breiter und drei Zentimeter flacher geworden.  Doch wer sich ein bisschen in Mlada Boleslav umhört und die VW-Baukästen kennt, der kann sich schon jetzt ein vergleichsweise konkretes Bild von dem Kleinwagen mit den knackigen Proportionen machen.

Skoda Rapid im Handelsblatt-Autotest: Riesige Klappe, viel dahinter

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Riesige Klappe, viel dahinter

Skoda – das steht für Pragmatismus, nicht unbedingt für Emotion. Doch der Skoda Rapid beweist, dass neuere und größere Autos nicht auch teurer sein müssen. Und dass der bessere „Volks-Wagen“ aus Tschechien kommt.

Die wichtigste Erkenntnis: Noch vor dem VW Polo und dem Seat Ibiza wird er auf den Modularen Querbaukasten wechseln, auf dem auch der Golf zu Hause ist. Das bedeutet vor allem eine gründliche Diät, mit der zumindest das Basismodell wieder unter die magische Grenze von 1 000 Kilo kommt. Weil es dazu einen kompletten Satz neuer Motoren und Räder mit rund 15 Prozent weniger Rollwiderstand gibt, geht der Verbrauch im Schnitt um einen Liter zurück. Alle Diesel sollen deshalb unter dem CO2-Grenzwert von 95 g/km bleiben, und bei den Benzinern ist mit 109 g/km Schluss. Sparsamster Fabia wird ein Greenline-Diesel mit 3,1 Litern; bei den Benzinern sollte es mit 4,5 Litern losgehen.

Unter der Haube stecken durchweg Motoren, die bislang im Fabia nicht angeboten wurden. Zunächst planen die Tschechen mit drei 1,4-Liter-Dieseln mit 55 kW/75 PS, 66 kW/90 PS und 77 kW/ 105 PS und vier Benzinern – zwei 1,0 Liter großen Dreizylindern mit 44 kW/60 PS und 55 kW/75 PS und zwei 1,2 Liter großen Vierzylindern, die auf 66 kW/90 PS und 81 kW/110 PS kommen. Zwar sind auch die Getriebe neu und zum ersten Mal gibt es auch beim Diesel eine Doppelkupplung. Doch wer den Handschalter bestellt, muss sich außer beim stärksten Benziner mit fünf Gängen begnügen – irgendwo muss Skoda schließlich sparen.

Skoda Roomster im Gebraucht-Check: Wertstabil und sorgenvoll

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Wertstabil und sorgenvoll

Der Roomster ist ein treuer Begleiter, aber auch ein launischer. Das Resümee zieht der TÜV Report. 2006 kam der Skoda auf den Markt, in der Mängelliste stehen Ölverlust, Bremsverschleiß und Radaufhängungen.

Ebenfalls dem MQB verdankt der Fabia jede Menge neuer Ausstattung. Zwar wird man das meiste davon auch extra bezahlen müssen. Doch wer will, der bekommt den Kleinwagen jetzt auch mit Mittelklasse-Extras wie einem schlüsselloses Start-System oder einem Abstandsradar mit automatischer Notbremsfunktion. Außerdem gibt es eine elektrische Servolenkung, neue Infotainmentsysteme mit großem Touchscreen und Mirror-Link-Integration des Handys sowie als Standard die Multi-Kollisionsbremse gegen den Unfall nach dem Unfall.

Ganz ohne die Schützenhilfe aus dem Konzernregal hat Skoda an ein paar anderen Qualitäten des Fabia gefeilt: Der Innenraum wurde nicht nur bunter und lässt sich jetzt relativ gründlich individualisieren. Vor allem haben die Ingenieure ihn „entknautscht“ und so mehr Platz auf gleicher Fläche geschaffen. Am besten sieht man das im Kofferraum, der nun 330 Liter fasst und damit fast so groß ist wie beim Golf.

Skoda Octavia Kombi im Handelsblatt Autotest: Ein Tscheche, der Wort hält

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Ein Tscheche, der Wort hält

Er ist ein Raumwunder, der Octavia Kombi. Und Skoda macht ihn vom biederen Lastesel zum stylishen Multitalent. Seine inneren Werte sind besser als je zuvor. Ganz ohne Schwächen ist die dritte Generation aber nicht.

Auch wenn Skoda diesmal vor allem Technik und Design in den Vordergrund stellen will, bleibt die alte Cleverness nicht auf der Strecke, heißt es in Mlada Boleslav. Und wer wissen will, was die Tschechen damit meinen, der sollte sich mal die Hutablage anschauen. Denn die ist so pfiffig konstruiert, dass sie wie von selbst hinter die Rücklehne fällt, falls man mal was Höheres transportieren muss. Da kann man den fehlenden Eiskratzer in der Tankklappe locker verschmerzen.

Erst der Octavia, dann der Rapid und jetzt der Fabia – die volumenstarken Baureihen haben die Tschechen damit auf Vordermann gebracht. Doch Zeit zum Verschnaufen gönnen sie sich deshalb noch lange nicht. Stattdessen planen Sie bereits den nächsten Schritt am anderen Ende der Palette – und bereiten für das Frühjahr in Genf die Premiere ihres neuen Flaggschiffs Superb vor.

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