Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.09.2012

13:45 Uhr

Neues Concept Car von Porsche

So wird der Panamera fast zum Kombi

Quelle:MID

Mit dem Concept Car Porsche Panamera Sport Turismo präsentiert der Sportwagenbauer in Paris eine Kombi-Variante seines viertürigen Familiensportlers. Leistungsfähiger wird sein Hybridantrieb. Aber erst 2014.

Der Porsche Panamera Sport Turismo ist wie der Mercedes CLS Shooting Brake ein Kombi, allerdings ohne die nach hinten abfallende Dachlinie. Die Studie verfügt zudem über einen weiterentwickelten Hybridantrieb. Pressefoto

Der Porsche Panamera Sport Turismo ist wie der Mercedes CLS Shooting Brake ein Kombi, allerdings ohne die nach hinten abfallende Dachlinie. Die Studie verfügt zudem über einen weiterentwickelten Hybridantrieb.

ParisMit einer Kombi-Variante des Porsche Panamera präsentiert der Zuffenhausener Sportwagenbauer in Paris ein Concept Car, das neue Kunden ansprechen soll. Der Porsche Panamera Sport Turismo ist mit seinen 4,95 Metern Länge eindeutig als Ableger der Limousine zu erkennen. Anders als beim Mercedes CLS Shooting Brake fällt das Heck des Panamera nicht nach hinten ab, sondern hat ein verlängertes Dach und eine große Heckklappe, die den Zugang zum großen Laderaum frei gibt. Neben dem markanten, ein wenig gewöhnungsbedürftigen Heck fällt die neue Front mit veränderten Scheinwerfern und den großen Lufteinlässen mit integrierten Blink- und Positionsleuchten auf.

Angetrieben wird der Panamera Sport Turismo von einer Weiterentwicklung der bereits im Panamera und Cayenne eingesetzten Hybrid-Technik. So soll der Porsche-Kombi als Plug-in-Hybrid kommen und somit die Möglichkeit haben, die Batterien aus dem Stromnetzt aufladen zu können. Zur Zeit verfügt das Konzeptfahrzeug über den aufgeladenen Dreiliter-V6-Motor mit einer Leistung von 245 kW/333 PS. Zusammen mit dem Elektroantrieb, der rund 70 kW/95 PS leistet, kann der Kombi als Spitzenleistung 306 kW/416 PS aktivieren.

Noch ist die Sportkombi-Variante eine Studie. Pressefoto

Noch ist die Sportkombi-Variante eine Studie.

Dann soll er in weniger als sechs Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen. Mit reinem elektrischen Antrieb soll bei einer Höchstgeschwindigkeit bis zu 130 km/h eine Reichweite von über 30 Kilometern möglich sein. Im kombinierten Betrieb soll sich der Panamera Sport Turismo im Schnitt mit weniger als 3,5 Liter pro 100 Kilometer begnügen.

Antriebsarten und ihre Abgaswerte

Motoren im Vergleich

Wie sehr ein Auto die Luft verpestet, hängt davon ab, was unter der Haube steckt. Denn je nach Motor stößt ein Wagen unterschiedlich viele Feinstaub-Partikel (PM) und Stickstoffdioxide (NO2) aus. Hier ein Überblick über das Abgasverhalten verschiedener Motoren.

Benzinmotoren

Moderne Benzinmotoren werden durch Direkteinspritzung zwar sparsamer gegenüber der Vergaser-Technik - und damit wird auch ihr CO2-Ausstoß gesenkt. Doch haben die Einspritzmotoren oft einen höheren Feinstaub-Ausstoß. Nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe stoßen sie eine sehr hohe Zahl an ultrafeinen Partikeln aus, die massive gesundheitliche Folgen für die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System haben können. In der Untersuchung kam heraus: Benzinfahrzeuge überschritten den aktuellen Grenzwert für Dieselfahrzeuge teils um das Sechsfache.

Dieselmotoren

Trotz Rußpartikelfilter - Selbstzünder sind laut Verkehrsclub Deutschland (VCD) die weniger sauberen. Der Grund: Ihr aktueller Grenzwert nach Euro-5-Norm ist beim Ausstoß von Stickoxiden (NOx) dreimal höher als bei Ottomotoren. Demnach dürfen Diesel bis zu 180 mg/km an Stickoxiden ausstoßen, während der Vergleichswert bei Benzinern bei 60 mg/km liegt. Bei den Feinstaubpartikeln liegen beide Verbrennungsprinzipien mit erlaubten 5 mg/km gleichauf. Diesel-Pkw können die aktuelle Euro-5-Norm nur mit Hilfe eines Partikelfilters erreichen.

Erdgas- und Autogasantriebe (CNG und LPG)

Erdgas gilt unter den fossilen Treibstoffen in der Expertenwelt als der sauberste. So stoßen Fahrzeuge, die CNG (Compressed Natural Gas) tanken, noch weniger Stickoxide aus als Benziner. Der TÜV Süd nennt gegenüber Benzinern eine Reduktion um bis zu 60 Prozent, bei LPG seien bis zu 15 Prozent weniger möglich. Erdgasautos emittieren zudem fast gar keine Rußpartikel.

Hybrid- und Elektroantriebe

Auch Hybridfahrzeuge müssen die Abgasnormen der EU einhalten. Generell lässt sich dem VCD zufolge sagen, dass Dieselhybride, wie sie neuerdings angeboten werden, mehr Schadstoffe ausstoßen als Benzinhybride. Fahren sie im rein elektrischen Modus, stoßen sie keine Schadstoffe aus - doch liegt die Reichweite für den E-Modus meist nur bei wenigen Kilometern. Dann springt der Verbrenner an. Elektroautos stoßen während der Fahrt zwar keinerlei Schadstoffe aus. Doch bei ihrer industriellen Fertigung und bei der Stromerzeugung werden ebenfalls Rußpartikel und Stickoxide erzeugt.

Aktuelle Luftdaten
Übersicht: Deutsche Umweltzonen
Studie zu Umweltzonen
Kurzinfo zu Umweltzonen
Hintergrundpapier zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Stickstoffoxiden

Im Innenraum setzt Porsche auf moderne Anzeigen. Statt auf klassische Rundinstrumente blickt der Fahrer auf ein zentrales Farb-Display, über das er alle Informationen abrufen und anzeigen lassen kann. Zwei zusätzliche Displays informieren über die hybrid-spezifischen Fahrzustände.

Wann mit dem Porsche Kombi zu rechnen ist, ließen die Porsche-Verantwortlichen nicht verlauten. Aber es ist damit zu rechnen, dass er zum Ende des nächsten Jahres, spätestens aber 2014 kommen wird.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×