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07.03.2012

07:01 Uhr

Neuheiten beim Autosalon

Ford setzt nicht nur auf Vernunft

Quelle:dpa

Ford zeigt beim Genfer Autosalon die neue Generation des Kompakt-SUV Kuga, ebenfalls neu ist die Serienfassung des B-Max. Wer aber Dynamik sucht, liegt beim sportlichen Ableger des Fiesta mit Turbobenziner richtig

180 PS aus 1,6 Litern Hubraum und maximal 220 km/h  - das sind die Kennziffern des Fiesta ST mit Turbo-Einspritzbenziner, den Ford ab 2013 anbieten will. dpa

180 PS aus 1,6 Litern Hubraum und maximal 220 km/h - das sind die Kennziffern des Fiesta ST mit Turbo-Einspritzbenziner, den Ford ab 2013 anbieten will.

GenfNeuer Fiesta: Nach fünf Jahren Pause wird Ford ab Anfang 2013 wieder einen sportlichen Ableger des Fiesta anbieten. Als ST bekommt der Kleinwagen einen Turbobenzinmotor mit 1,6 Litern Hubraum, Direkteinspritzung und 132 kW/180 PS. Das kündigte der Hersteller bei der Fahrzeugpräsentation auf dem Genfer Autosalon an. Das Aggregat leistet 20 Prozent mehr als der 2,0-Liter-Motor im Vorgängermodell. Zugleich soll der Verbrauch um ein Fünftel zurückgehen.

Noch offen ist der Preis für das neue Topmodell der Baureihe. Die Höchstgeschwindigkeit des neuen Fiesta ST gibt Ford mit mehr als 220 km/h an. In weniger als sieben Sekunden soll der Dreitürer aus dem Stand Tempo 100 erreichen. Im Vergleich zum herkömmlichen Fiesta haben die Kölner den ST um 15 Millimeter tiefer gelegt und auf ein Sportfahrwerk gestellt.

Eine Fahrdynamikregelung und das dreistufig einstellbare ESP unterstützen den Fahrer bei flotter Fahrt. Damit es zum Beispiel Fahranfänger nicht übertreiben, montiert Ford das neuartige MyKey-System: Diese Elektronik ermöglicht es, Motor- und Fahrleistungen des Fiesta ST zu begrenzen und die Deaktivierung wichtiger Fahrerassistenzsysteme zu verhindern.

Serienmäßig hat das Sportmodell außerdem ein sprachgesteuertes Kommunikations- und Entertainment-System an Bord.

Zweite Generation des Kuga: Zum Jahreswechsel 2012/2013 bringt Ford außerdem die zweite Generation des Kuga in den Handel. Das Kompakt-SUV ist ebenfalls erstmals beim Genfer Autosalon zu sehen. Allerdings unterscheidet sich das Fahrzeug, das anders als der Vorgänger immer mit Allradantrieb ausgeliefert wird, nur in Details von der US-Variante Ford Escape, die bereits präsentiert wurde.

Ab durch die Mitte: Dank hinterer Schiebetüren und fehlender B-Säule sollen Nutzer des neuen Ford B-Max besonders komfortabel zusteigen können. dpa

Ab durch die Mitte: Dank hinterer Schiebetüren und fehlender B-Säule sollen Nutzer des neuen Ford B-Max besonders komfortabel zusteigen können.

Den Angaben zufolge bietet der optisch aufgefrischte Kuga mehr Platz im Innenraum und technische Lösungen, die den Autofahreralltag bequemer machen sollen. Dazu zählen die Heckklappenverriegelung, die sich freihändig per Fußbewegung an einem Sensor unter dem hinteren Stoßfänger öffnen lässt, und Rücksitze, die sich auf Knopfdruck zu einer ebenen Ladefläche zusammenfalten. Das Kofferraumvolumen des Fünftürers wächst gegenüber dem aktuellen Modell um 82 auf 492 Liter.

Zur Serienausstattung zählen eine aktive Fahrdynamikregelung und ein Kommunikations- und Entertainment-System mit Notrufassistent, der bei einem Unfall die örtlichen Rettungskräfte alarmiert. Bei der Markteinführung werden Kunden die Wahl zwischen zwei Varianten eines 2,0 Liter großen Diesels mit 103 kW/140 PS und 120 kW/163 PS haben.

Außerdem ist ein Benzindirekteinspritzer mit 1,6 Liter Hubraum vorgesehen, der im aktuellen Focus und C-Max wahlweise auf 110 kW/150 PS oder 134 kW/182 PS kommt. Die Motorkraft verteilt ein intelligenter Allradantrieb je nach Straßenbedingungen automatisch auf die Räder. Preise für den neuen Kuga gibt es noch nicht.

Dem US-Bruder sehr ähnlich: Die zweite Generation des Ford Kuga unterscheidet sich optisch kaum von dem bereits in den USA präsentierten Ford Escape. PR

Dem US-Bruder sehr ähnlich: Die zweite Generation des Ford Kuga unterscheidet sich optisch kaum von dem bereits in den USA präsentierten Ford Escape.

Kleinwagen-Van B-Max: Ab Herbst bietet Ford mit dem B-Max auch einen neuen Van im Kleinwagensegment an. Das Modell soll ab rund 16 000 Euro kosten, hieß es aus Unternehmenskreisen. Der 4,06 Meter lange Fünfsitzer basiert auf dem Fiesta und soll sich unter anderem durch ein innovatives Türkonzept von kleinen Familienautos wie dem Opel Meriva oder Citroën C3 Picasso abheben. Weil Ford auf eine B-Säule verzichtet und hinten Schiebetüren einsetzt, lässt sich auf beiden Fahrzeugseiten ein 1,50 Meter breiter Zugang öffnen.

Die beim Genfer Autosalon gezeigte Serienfassung des B-Max greift Designmerkmale des sportlichen S-Max auf. Die Fahrzeugfront ziert das neue Markengesicht mit großem Kühlergrill, das Heck fällt steil ab. Innen lässt sich die geteilte Rückbank mit einer Hand umklappen. Sechs Motorenvarianten sind verfügbar. Als zweite Baureihe nach dem Focus bekommt der kleine Van die neuen EcoBoost-Benzindirekteinspritzer mit 74 kW/100 PS und 88 kW/120 PS, die immer mit einem Start-Stopp-System kombiniert sind.

Die stärkere Variante des Dreizylinders soll sich im Schnitt mit 4,9 Litern begnügen (CO2-Ausstoß: 114 g/km). Daneben wird es Benziner mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum geben, die 66 kW/90 PS und 77 kW/105 PS leisten. Dieselfahrer haben die Wahl zwischen zwei Aggregaten mit 1,5 Liter Hubraum und 55 kW/75 PS sowie 1,6 Liter und 70 kW/95 PS.

Der größere Selbstzünder ist mit einem Normverbrauch von 4,0 Litern (CO2-Ausstoß: 104 g/km) der sparsamste Motor. An Bord ist ein Notbremsassistent für den Stadtverkehr und eine Notrufautomatik, die nach einem Unfall die Rettungskräfte alarmiert. Ein neues Multimediasystem soll SMS vorlesen und Standardantworten verschicken.

Was Besucher über den 82. Genfer Autosalon wissen sollten

Allgemeines

Der Internationale Automobil-Salon in Genf öffnet seine Tore vom 8. – 18. März 2012 zum 82. Mal für das große Publikum, vorher finden ab Montag, 5. März schon Ausstellerabende, Preisverleihungen und zwei Pressetage statt. Die 260 Aussteller versprechen, insgesamt rund 180 Welt- und Europapremieren zu enthüllen. Als erster großer Automesse auf europäischem Boden kommt dem Salon auch große internationale Bedeutung zu, in jedem zweitem Jahr (wenn keine PKW-IAA in Frankfurt stattfindet, wie 2012) gilt das umso mehr.

Hallenplan & Tipps

Handelsblatt Online hat die Übersicht über die Hallen des 82. Genfer Autosalons schematisch und interaktiv abgebildet. In unserer großen Infografik finden Sie die Standorte der wichtigsten Aussteller und einige Tipps zu besonderen Automodellen, die die Redaktion empfiehlt.

Pavillion Vert

Der Pavillon Vert liegt im grünen, und damit seinem „natürlichen“ Umfeld: Im Park Sarasin, direkt gegenüber dem Haupteingang des Autosalons. Der Blick in den Pavillon und der Gang zu den direkt angegliederten Essais Verts zeigen bei der 82. Ausgabe der Messe, dass „grün“ auch für Hightech vom Feinsten steht, dass sich Star-Designer wie Philippe Starck dem Thema Elektrofahrzeug angenommen haben, und dass zahlreiche bekannte Automobilmarken den Weg von der Planung auf die Strasse in kürzester Zeit vollzogen haben. 20 innovative Aussteller geben sich hier ein betont alternatives Stelldichein.

Neue Autos testfahren

Direkt angegliedert an den zuvor genannten Pavillon Vert bieten ein gutes Dutzend Hersteller allen Besuchern an die 30 Fahrzeuge zum Testen und Vergleichen an, darunter viele elektrisch betriebene. Je nach Marke und Modell steht ein kurzer Rundkurs im Park Sarasin oder eine etwas längere Strecke ausserhalb des Parks zur Verfügung. Die Reservierng erfolgt meist am Stand im Pavillon, zum Teil aber auch an den Hauptständen in den Hallen oder direkt bei den Fahrzeugen.

Anreise

Sehr hilfreich für Fern- und Kurz-Reisende ist die mehrsprachige Website des Autosalons. Am besten dort alle weiteren Links aufrufen.

Link: Weiter gehts hier.

Aussteller auf der Messe

Es empfiehlt sich, den vollständigen Katalog des Messebtreibers mit Suchfunktion zu nutzen.

Link: salon-auto.ch/de/exposants/

Öffnungszeiten und Preise

Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr. Samstag und Sonntag von 9 bis 19 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene kostet CHF 16.-, für Kinder von 6 bis 16 Jahren beträgt der Eintritt CHF 9-. Es gibt jedoch auch einen Gruppenrabatt, ab einer Gruppengröße von mehr als 20 Personen, hier beträgt der Preis dann CHF 11- pro Person.

Auskünfte für Touristen

Genève Tourisme
18, rue du Mont Blanc
1201 Genève
Tel. +41 22 909 70 20
Fax. +41 22 909 70 21
E-mail: info@geneve-tourisme.ch
Internet: www.geneve-tourisme.ch
Direkt-Link zur Buchung

Weitere Infos, Kontakt und Links

Die Liste mit allen Ausstellern: Kostenloses PDF-Dokument (öffnet im neuen Browserfenster)

Die Übersicht über die Neuheiten des 82. Autosalons: Kostenloses PDF-Dokument (öffnet im neuen Browserfenster)

Allgemeine Auskünfte: Kostenloses PDF-Dokument (öffnet sich im neuen Browserfenster

Die Website des Genfer Autosalons: www.salon-auto.ch

Wichtige Premieren seit 1905

Exklusive Neuheiten sind das Aushängeschild großer Automessen. Und in Genf gab es in mehr als 100 Jahren davon reichlich. Eine historische Übersicht in Bildern finden Sie hier.

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