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16.10.2015

09:45 Uhr

Oldtimer

Bob Marleys Land Rover ist wieder fit

Kaum ein Musiker hat so viel für Identität und Bekanntheit eines Landes getan wie Reggae-Star Bob Marley für Jamaika. Unterwegs war er dort häufig mit einem Land Rover. Dieser Oldie wurde nun komplett restauriert.

Die vollständige Wiederherstellung des Fahrzeugs nahm rund zwei Jahre in Anspruch. ampnet

Bob Marleys alter Land Rover im Fundzustand

Die vollständige Wiederherstellung des Fahrzeugs nahm rund zwei Jahre in Anspruch.

Wer Jamaika sagt, denkt meistens auch an Bob Marley. Kaum ein Musiker hat so viel für Identität und Bekanntheit eines Landes getan wie der Reggae-Star für die Karibikinsel. Unterwegs auf Jamaika war Bob Marley häufig mit einem Land Rover Serie III, und dieser Oldtimer erlebte eine gelungene „Rasta-ration“. Heimische Unternehmen engagierten sich, um den fast 40 Jahre alten 4x4-Klassiker zu retten.

In rund zweijähriger mühsamer Handarbeit wurde der Wagen der 1981 verstorbenen Rastafari-Ikone von Grund auf wiederhergestellt.

Cedella Marley, älteste Tochter der Reggae-Legende, gestaltete die Lederbezüge des Land Rover, mit dem sie selbst in ihrer Kindheit kutschiert worden war. ampnet

Blick in den Innenraum des rustikalen Rechtslenkers

Cedella Marley, älteste Tochter der Reggae-Legende, gestaltete die Lederbezüge des Land Rover, mit dem sie selbst in ihrer Kindheit kutschiert worden war.

Die 1977 produzierte Serie III befand sich in einem erbarmungswürdigen Zustand: ausgeschlachtet, ohne Motor und schon vor Längerem ihrem Schicksal überlassen. Für ATL Automotive war das jedoch die Herausforderung. Als exklusive Vertriebsgesellschaft von Land Rover in Jamaika verfügt das Unternehmen über das nötige Know-how - und mit Sandals Resort, dem führenden All-Inclusive-Anbieter in der Karibik, hat man eine starke Muttergesellschaft im Rücken.

Mittlerweile ist der Pick-up ein Hingucker im Bob-Marley-Museum in Kingston, das für Jamaika-Besucher zum Pflichtprogramm zählt. ampnet

Blassblauer Offroader mit prominentem Vorbesitzer

Mittlerweile ist der Pick-up ein Hingucker im Bob-Marley-Museum in Kingston, das für Jamaika-Besucher zum Pflichtprogramm zählt.

So machten sich die Spezialisten ans Werk. Und ahnten anfangs nicht, dass die vollständige Wiederherstellung des prominenten Fahrzeugs rund zwei Jahre in Anspruch nehmen sollte. Schließlich wurde der mattblaue Allradklassiker von Grund auf restauriert und komplett zerlegt.

Jede einzelne Schraube und jedes einzelne Teil nahmen die Mechaniker in die Hand. Was nicht mehr zu retten war oder fehlte, wurde ersetzt. Entweder mit Ersatzteilen aus aller Welt - wie dem Motor, der aus Äthiopien nach Jamaika gelangte – oder aber mit in sorgfältiger Handarbeit neu gefertigten Komponenten.

Der Dieselmotor kam aus Äthiopien nach Jamaika. ampnet

Blick unter die Haube des Pick-up

Der Dieselmotor kam aus Äthiopien nach Jamaika.

Den letzten Schliff erhielt das Fahrzeug von der Familie Marley, die von Anfang an eng in das Projekt eingebunden war. Cedella Marley, älteste Tochter der Reggae-Legende und als Designerin tätig, gestaltete die Lederbezüge des Land Rover, mit dem sie selbst in ihrer Kindheit worden war. Die Sitze erstrahlen jetzt in der typischen Rasta-Farbkombination Grün, Rot und Gelb. Mittlerweile ist der Pick-up ein Hingucker im Bob-Marley-Museum in Kingston, das für Jamaika-Besucher zum Pflichtprogramm zählt.

Von

jri

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