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21.11.2016

11:41 Uhr

Oldtimer-Versteigerung in Mailand

Wer einen alten 911er sucht, hat 60 zur Auswahl

VonHans-Robert Richarz

Sotheby´s wird nächstes Wochenende alle Hämmer voll zu tun haben. Man will innerhalb von 3 Tagen über 430 Autos, 150 Motorräder, und 60 Rennboote unter die Sammler bringen. Drei besondere Ferrari machen neugierig.

Dieses Rallye-Fahrzeug ist eine Ikone. Der im typischen Martini-Look gestaltete Racer soll bei der Sotheby´s Oldtimer-Auktion am letzten Novemberwochenende 2016 zwischen 130.000 und 150.000 Euro bringen. Sotheby's

1989er Lancia Delta HF Integrale 16V Gruppe A „Ufficiale“

Dieses Rallye-Fahrzeug ist eine Ikone. Der im typischen Martini-Look gestaltete Racer soll bei der Sotheby´s Oldtimer-Auktion am letzten Novemberwochenende 2016 zwischen 130.000 und 150.000 Euro bringen.

Den Begriff „Duemila Ruote“ (italienisch für 2000 Räder) wählte das Auktionshaus Sotheby's für seine Versteigerung am nächsten Wochenende (25. bis 27. November 2016) in Mailand. Dort sollen Autos, Motor- und Fahrräder, Boote, automobile Sammlerstücke und sogar drei historische Bobschlitten unter den Hammer kommen. Laut Sotheby's handelt es sich um die größte Auktion von Fahrzeugen, die je auf europäischen Boden stattgefunden hat.

Interessant an der Veranstaltung am Rand der gleichzeitig stattfindenden Milano Auto Classica, einer Ausstellung für Oldtimer und Sportwagen: Für einige der Objekte reichen auch durchschnittlich dicke Brieftaschen.

Die Auktionatoren werden alle Hämmer voll zu tun haben. Immerhin wollen sie innerhalb von drei Tagen über 430 Autos, 150 Motorräder, 60 Rennboote und Hunderte von Fahrrädern unter die Leute bringen, darüber hinaus eine Vielzahl von automobilen Sammlerstücken wie Reklametafeln, historische Verkehrsschilder und Kinderspielzeug.
Für größtes Aufsehen dürften wohl drei der insgesamt 45 Ferrari erregen. An deren finanzieller Spitze steht ein Ferrari 275 GTB von 1966. Der Schätzwert des 300 PS starken und 260 km/h schnellen Sportwagens mit sechs Weber-Doppelvergasern und seiner Aluminiumkarosserie liegt zwischen 2,4 Millionen und 2,8 Millionen Euro. Sein Neupreis betrug in Deutschland vor 50 Jahren etwas mehr als 56 000 Mark. 

Ein europäischer Klassiker mit betörend klingendem V12-Frontmotor. Das frühe Modell mit Plexiglas über den Scheinwerfern besitzt noch den original Motor und Getriebe. Dafür werden zwischen 650.000 und 800.000 Euro aufgerufen. Sotheby's

1969er Ferrari 365 GTB/4 Daytona „Plexi“

Ein europäischer Klassiker mit betörend klingendem V12-Frontmotor. Das frühe Modell mit Plexiglas über den Scheinwerfern besitzt noch den original Motor und Getriebe. Dafür werden zwischen 650.000 und 800.000 Euro aufgerufen.

Dicht dahinter liegt ein drei Jahre jüngerer Ferrari 365 GTB/4 Daytona Berlinetta mit Scheinwerfer-Plexiglas-Abdeckung. Sein 4,4 Liter großer Motor bringt 352 PS auf die Straße und jeder seiner zwölf Zylinder hat einen Hubraum von 365 Kubikzentimetern. Davon leitet sich die Typenbezeichnung ab. Kostet der Wagen zu seiner Zeit um die 70.000 Mark, kalkuliert Sotheby's heute für ihn zwischen 650.000 und 800.000 Euro. 
Dritter im Bunde der Hochpreis-Ferrari schließlich ist ein F 40 von 1992, den die Auktionatoren zwischen 725.000 und 875.000 Euro taxieren (Neupreis 1992: 444.000 Mark).

Durch den Einsatz von Rennsporttechnik wie etwa Karosserieteilen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff stand er damals auf dem neuesten Stand der Technik (Leistung: 478 PS, Höchstgeschwindigkeit: 344 km/h, 0–100 km/h: 4,1 Sek.). Wegen seines Durchschnittsverbrauchs von rund 20 Litern auf 100 Kilometer führte er einen Tank mit 120 Litern Inhalt mit sich.

Eine Auktion in Mailand erfordert eine ansehnliche Zahl einheimischer Produkte. Deshalb finden sich im Katalog auch 32 Alfa Romeo, 29 Lancia, 22 Maserati und vier Lamborghini wieder. In puncto Exklusivität entscheidet ein Maserati MC 12 aus dem Jahr 2004 das Rennen für sich.

Sein Motor basiert auf dem des Ferrari Enzo, hat jedoch 27 PS weniger, also 465 kW 632 PS. Der Wagen, von dem lediglich 50 Exemplare produziert wurden, hat nur 6000 Kilometer auf dem Zähler. Sotheby's will mit ihm einen Preis zwischen 1,1 Millionen und 1,3 Millionen Euro erzielen.

Nur 50 mal gebaut wurde dieser Bolide, und zwar auf dem gleichen Chassis wie der Ferrari Enzo. Dieses Exemplar mit weniger als 6.000 Kilometer auf der Uhr soll einen neuen Besitzer finden, dem der etwas beengte Einstieg und die geringe Alltagstauglichkeit mindestens 1,1 Millionen Euro wert ist. Sotheby's

2004er Maserati MC12

Nur 50 mal gebaut wurde dieser Bolide, und zwar auf dem gleichen Chassis wie der Ferrari Enzo. Dieses Exemplar mit weniger als 6.000 Kilometer auf der Uhr soll einen neuen Besitzer finden, dem der etwas beengte Einstieg und die geringe Alltagstauglichkeit mindestens 1,1 Millionen Euro wert ist.

Kommentare (4)

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21.11.2016, 15:19 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr......

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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22.11.2016, 17:05 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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22.11.2016, 17:07 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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