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06.08.2012

13:10 Uhr

Opel

Neuer LPG-Antrieb für den Zafira-Tourer

Quelle:MID

Das Autogas-Programm der Rüsselsheimer umfasst jetzt schon neun Fahrzeuge. Jüngstes Mitglied von Opels Autogas-Familie ist der 140 PS starke Zafira Tourer mit 1,4-Liter-Turbo-Motor, der mit Benzin und Gas läuft.

Opel Zafira Tourer Pressefoto

Opel Zafira Tourer

RüsselsheimMit dem Opel Zafira Tourer 1.4 Turbo erweitern die Rüsselsheimer ihr aktuelles Autogas-Programm auf insgesamt neun Fahrzeuge. Der 103 kW/140 PS starke Vierzylinder-Van ist ab einem Preis von 27 050 Euro erhältlich.

Der 140 PS starke Opel Zafira Tourer 1.4 Turbo kann sowohl mit Benzin als auch mit Autogas fahren. In beiden Fahrbereichen stellt der Van die gleiche Leistung und das gleiche Drehmoment von 200 Newtonmeter zur Verfügung. Der Verbrauch des Siebensitzers soll im Gasbetrieb 8,6 Liter pro 100 Kilometer betragen, mit Benzin 6,7 Liter je 100 Kilometer. Durch die günstigen Gaspreise ist der Betrieb im LPG-Modus aber rund 40 Prozent günstiger als mit Benzin.

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Jedes neue Automodell ist für Opel fast wie ein Endspiel. Beim Zafira Tourer waren die Erwartungen besonders hoch. Aber auch der Kompakt-Van konnte das Werk in Bochum nicht retten. Eine Ausfahrt.

Mit einer Gasfüllung des platzsparend unter dem Fahrzeugboden eingebauten Tanks ergibt sich eine Reichweite von rund 650 Kilometern. Zusammen mit der Benzinladung soll der Kunde ohne zu tanken rund 1 500 Kilometer weit kommen. Die Umschaltung von Gas- auf Benzinbetrieb erfolgt per Schalter im Armaturenbrett. Ein Unterschied ist im Fahrbetrieb nicht zu spüren.

Als einziger Hersteller bietet Opel einen siebensitzigen Kompakt-Van an, den es mit Benzin-, Diesel-, CNG (Erdgas)- und LPG-Antrieb gibt. Der Kunde kann entscheiden, welches für ihn die beste Betreiber-Lösung ist. Neben dem Zafira Tourer bieten die Rüsselsheimer auch noch die Modelle Corsa, Meriva, Astra und Insignia mit Autogas an.

Antriebsarten und ihre Abgaswerte

Motoren im Vergleich

Wie sehr ein Auto die Luft verpestet, hängt davon ab, was unter der Haube steckt. Denn je nach Motor stößt ein Wagen unterschiedlich viele Feinstaub-Partikel (PM) und Stickstoffdioxide (NO2) aus. Hier ein Überblick über das Abgasverhalten verschiedener Motoren.

Benzinmotoren

Moderne Benzinmotoren werden durch Direkteinspritzung zwar sparsamer gegenüber der Vergaser-Technik - und damit wird auch ihr CO2-Ausstoß gesenkt. Doch haben die Einspritzmotoren oft einen höheren Feinstaub-Ausstoß. Nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe stoßen sie eine sehr hohe Zahl an ultrafeinen Partikeln aus, die massive gesundheitliche Folgen für die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System haben können. In der Untersuchung kam heraus: Benzinfahrzeuge überschritten den aktuellen Grenzwert für Dieselfahrzeuge teils um das Sechsfache.

Dieselmotoren

Trotz Rußpartikelfilter - Selbstzünder sind laut Verkehrsclub Deutschland (VCD) die weniger sauberen. Der Grund: Ihr aktueller Grenzwert nach Euro-5-Norm ist beim Ausstoß von Stickoxiden (NOx) dreimal höher als bei Ottomotoren. Demnach dürfen Diesel bis zu 180 mg/km an Stickoxiden ausstoßen, während der Vergleichswert bei Benzinern bei 60 mg/km liegt. Bei den Feinstaubpartikeln liegen beide Verbrennungsprinzipien mit erlaubten 5 mg/km gleichauf. Diesel-Pkw können die aktuelle Euro-5-Norm nur mit Hilfe eines Partikelfilters erreichen.

Erdgas- und Autogasantriebe (CNG und LPG)

Erdgas gilt unter den fossilen Treibstoffen in der Expertenwelt als der sauberste. So stoßen Fahrzeuge, die CNG (Compressed Natural Gas) tanken, noch weniger Stickoxide aus als Benziner. Der TÜV Süd nennt gegenüber Benzinern eine Reduktion um bis zu 60 Prozent, bei LPG seien bis zu 15 Prozent weniger möglich. Erdgasautos emittieren zudem fast gar keine Rußpartikel.

Hybrid- und Elektroantriebe

Auch Hybridfahrzeuge müssen die Abgasnormen der EU einhalten. Generell lässt sich dem VCD zufolge sagen, dass Dieselhybride, wie sie neuerdings angeboten werden, mehr Schadstoffe ausstoßen als Benzinhybride. Fahren sie im rein elektrischen Modus, stoßen sie keine Schadstoffe aus - doch liegt die Reichweite für den E-Modus meist nur bei wenigen Kilometern. Dann springt der Verbrenner an. Elektroautos stoßen während der Fahrt zwar keinerlei Schadstoffe aus. Doch bei ihrer industriellen Fertigung und bei der Stromerzeugung werden ebenfalls Rußpartikel und Stickoxide erzeugt.

Aktuelle Luftdaten
Übersicht: Deutsche Umweltzonen
Studie zu Umweltzonen
Kurzinfo zu Umweltzonen
Hintergrundpapier zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Stickstoffoxiden

Kommentare (1)

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Peter

10.08.2012, 13:24 Uhr

coole Sache, ich fahr nen Astra LPG Sports Tourer und der geht wie ne eins. bin sehr zufrieden mit der Verarbeitung und dem Verbrauch. Im Vergleich zum alten Benziner hab ich die Zusatzkosten innerhalb kürzester Zeit amortisiert. Wenn dann die Familie größer wird, kann man schonmal über den Zafira Tourer nachdenken...

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