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13.06.2012

11:08 Uhr

Peugeot

Franzosen bauen Dieselhybrid-Palette aus

Quelle:dpa

Peugeot bringt sein drittes Modell mit Dieselhybrid-Antrieb auf den Markt: Nach dem Kombi 508 RXH und der entsprechenden Version des Kompaktvans 3008 ist die Limousine 508 Hybrid4 ab sofort bestellbar.

Dieselhybrid mit Stufe: Den Peugeot 508 Hybrid4 gibt es nur als Limousine. dpa

Dieselhybrid mit Stufe: Den Peugeot 508 Hybrid4 gibt es nur als Limousine.

SaarbrückenPeugeot bringt sein drittes Modell mit Dieselhybrid-Antrieb auf den Markt: Nach dem robusten Kombi 508 RXH und der entsprechenden Version des Kompaktvans 3008 ist die Limousine 508 Hybrid4 ab sofort bestellbar. Die Preise beginnen bei 38.850 Euro, wie der französische Hersteller mitteilt. Mit der Auslieferung beginnt Peugeot im Juli.

Angetrieben wird das gut 1,8 Tonnen schwere Auto von einem 120 kW/163 PS starken Dieselmotor mit 2,0 Litern Hubraum, dem ein Elektromotor mit 27 kW/37 PS zur Seite steht. Die Systemleistung liegt bei 147 kW/200 PS. Eingesetzt wird das Aggregat auch von Citroen im DS5 Hybrid4. Arbeiten beide Aggregate zusammen, kann der 508 im Antriebsmodus 4WD zum Allradfahrzeug werden. Gekoppelt ist der Antrieb an ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Serienmäßig ist ein Start-Stopp-System.

Antriebsarten und ihre Abgaswerte

Motoren im Vergleich

Wie sehr ein Auto die Luft verpestet, hängt davon ab, was unter der Haube steckt. Denn je nach Motor stößt ein Wagen unterschiedlich viele Feinstaub-Partikel (PM) und Stickstoffdioxide (NO2) aus. Hier ein Überblick über das Abgasverhalten verschiedener Motoren.

Benzinmotoren

Moderne Benzinmotoren werden durch Direkteinspritzung zwar sparsamer gegenüber der Vergaser-Technik - und damit wird auch ihr CO2-Ausstoß gesenkt. Doch haben die Einspritzmotoren oft einen höheren Feinstaub-Ausstoß. Nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe stoßen sie eine sehr hohe Zahl an ultrafeinen Partikeln aus, die massive gesundheitliche Folgen für die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System haben können. In der Untersuchung kam heraus: Benzinfahrzeuge überschritten den aktuellen Grenzwert für Dieselfahrzeuge teils um das Sechsfache.

Dieselmotoren

Trotz Rußpartikelfilter - Selbstzünder sind laut Verkehrsclub Deutschland (VCD) die weniger sauberen. Der Grund: Ihr aktueller Grenzwert nach Euro-5-Norm ist beim Ausstoß von Stickoxiden (NOx) dreimal höher als bei Ottomotoren. Demnach dürfen Diesel bis zu 180 mg/km an Stickoxiden ausstoßen, während der Vergleichswert bei Benzinern bei 60 mg/km liegt. Bei den Feinstaubpartikeln liegen beide Verbrennungsprinzipien mit erlaubten 5 mg/km gleichauf. Diesel-Pkw können die aktuelle Euro-5-Norm nur mit Hilfe eines Partikelfilters erreichen.

Erdgas- und Autogasantriebe (CNG und LPG)

Erdgas gilt unter den fossilen Treibstoffen in der Expertenwelt als der sauberste. So stoßen Fahrzeuge, die CNG (Compressed Natural Gas) tanken, noch weniger Stickoxide aus als Benziner. Der TÜV Süd nennt gegenüber Benzinern eine Reduktion um bis zu 60 Prozent, bei LPG seien bis zu 15 Prozent weniger möglich. Erdgasautos emittieren zudem fast gar keine Rußpartikel.

Hybrid- und Elektroantriebe

Auch Hybridfahrzeuge müssen die Abgasnormen der EU einhalten. Generell lässt sich dem VCD zufolge sagen, dass Dieselhybride, wie sie neuerdings angeboten werden, mehr Schadstoffe ausstoßen als Benzinhybride. Fahren sie im rein elektrischen Modus, stoßen sie keine Schadstoffe aus - doch liegt die Reichweite für den E-Modus meist nur bei wenigen Kilometern. Dann springt der Verbrenner an. Elektroautos stoßen während der Fahrt zwar keinerlei Schadstoffe aus. Doch bei ihrer industriellen Fertigung und bei der Stromerzeugung werden ebenfalls Rußpartikel und Stickoxide erzeugt.

Aktuelle Luftdaten
Übersicht: Deutsche Umweltzonen
Studie zu Umweltzonen
Kurzinfo zu Umweltzonen
Hintergrundpapier zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Stickstoffoxiden

Rein elektrisch kann der 508 Hybrid4 bis zu zwei Kilometer zurücklegen, bevor sich der Verbrenner wieder einschaltet. Den Verbrauch gibt Peugeot mit 3,6 Litern auf 100 Kilometer an, was einem CO2-Ausstoß von 95 g/km entspricht. Als Höchstgeschwindigkeit stehen 210 km/h im Datenblatt und 9,3 Sekunden als Wert für den Sprint auf Tempo 100.

Angeboten wird die Hybrid-Limousine in Deutschland nur in der höchsten Ausstattungsvariante Allure. An Bord sind damit unter anderem eine elektrische Feststellbremse, Einparkhilfe, Audioanlage, Komfortsitze mit ausziehbarer Oberschenkelauflage, Zwei-Zonen-Klimaautomatik sowie ein Navigations- und Telematiksystem, das zum Beispiel anhand der aktuellen Verkehrslage die Routenführung dynamisch berechnet sowie dem Fahrer Straßennamen und Geschwindigkeitsbegrenzungen anzeigt.

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