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13.03.2014

12:27 Uhr

Polizei-Pläne

Abwürgen per Fernsteuerung

Quelle:Spotpress

Ohne Elektronik fährt heute kein Neuwagen mehr auch nur einen Meter. Die Polizei will das künftig nutzen. Europaweit werden aktuell diverse Techniken zum elektronischen Stoppen von Fahrzeugen untersucht.

Polizei-Pläne für Autos - Abwürgen per Fernsteuerung DVR

Künftig EMP statt Kelle? Schon 2015 sollen Geräte einsatzbereit sein, die die Elektronik von Fahrzeugen blockieren oder zerstören können.

Elektronik macht das Autofahren sicherer, komfortabler und sparsamer. Doch die Technik hat für den Nutzer auch eine Kehrseite. Künftig wollen Polizeibehörden die elektronische Abhängigkeit von Fahrzeugen nutzen, um Autos aus der Ferne außer Betrieb setzen zu können. Auf Anfrage der Linken im Bundestag hat die Bundesregierung nun einen Überblick der aktuellen Forschungs-Projekte geliefert.

Im Behörden-Jargon lautet das Ziel „anhalten nicht kooperativer Fahrzeuge“. Konkreter heißt das: Die Polizei von morgen stoppt Autos von Kriminellen und Rasern auf Knopfdruck. Der Motor des Autos wird dann heruntergefahren wie sonst ein Computer.

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Auto und Internet wachsen schnell zusammen. Experten fürchten nicht nur um die Sicherheit der Daten. Es ist auch unklar, wem diese eigentlich gehören.

Was nach Science-Fiction klingt, ist durchaus konkret. Schon 2015 sollen laut Bundesregierung Geräte einsatzbereit sein, die mit künstlich erzeugten elektromagnetischen Impulsen oder Mikrowellen die in der Nähe befindliche Elektronik von Fahrzeugen oder Schiffen blockieren oder zerstören.

Bisher verfügte einzig das Militär über derartige Technik. Für den Polizeieinsatz ist sie aktuell noch zu sperrig. Das will die EU mit dem Projekt Savelec (“Safe control of non cooperative vehicles through electromagnetic means”) nun bald ändern. Die Vereinbarung der Anwendung derartiger „nicht-tödlicher“ Waffen mit deutschem und europäischem Recht ist laut Bundesregierung aber noch nicht geprüft.

Keine Drohnen gegen Fahrzeuge in Deutschland

Politik und Polizei arbeiten allerdings auch an einer Alternative. Das europäische Netzwerk Enlets (“European Network of Law Enforcement Technology Services”), in Deutschland vertreten durch die Polizeihochschule Münster, prüft zurzeit unter anderem, ob sich künftig ein Modul zum ferngesteuerten Anhalten als Pflichtausstattung für alle Neuwagen in der EU eingebaut werden soll.

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Auf der Basis des Unfall-Ortungssystems E-Call, das 2015 für Neuwagen Pflicht wird, könnten künftig Autohupen im Chor die Aufgaben von Warnsystemen wie den einstigen Luftschutzsirenen übernehmen.

Die Bundesregierung bestätigt ein grundsätzliches Interesse, entsprechende Systeme für die Polizei zu entwickeln. Auch das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei und das Bundesverteidigungsministerium hätten sich seit 2005 mit Techniken zum ferngesteuerten Anhalten von Fahrzeugen befasst.

Nicht beteiligt ist Deutschland hingegen an der Entwicklung von Drohnen zum Stoppen von Fahrzeugen. Diese Technik wird aktuell von der EU-Kommission innerhalb des Projekts „Aeroceptor“ entwickelt. Derartige Drohnen wären die ersten unbemannten Flugkörper im Polizeieinsatz, die nicht mehr ausschließlich der Überwachung dienen.

Kommentare (7)

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13.03.2014, 12:49 Uhr

Vielleicht wollen aus diesen Gründen immer mehr Menschen möglichst zentral und unabhängig vom Auto wohnen.

Es sieht so aus, als würde ich nach dem Ableben meines derzeitige Fahrzeugs völlig aufs Auto verzichten und stattdessen per pedes, Fahrrad, und ÖPNV mein Mobilitätsbedürfnis befriedigen.

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13.03.2014, 13:25 Uhr

Unglaublich, die Polizei will Autos abwürgen per Fernsteuerung, und die unlegitimierte EU macht Gesetze dafür.

Wenn das nicht faschistisch und totalitär ist, dann weis ich auch nicht.

Wann kommt der Chip im Kopf der unerwünschte Gedanken abwürgt?

Account gelöscht!

13.03.2014, 13:26 Uhr

clever tanken mit GPS und googlemaps

Mathematikfibel nach der Wahl von Grünen und dieStasi!

Tempolimit 120 zwischen Punkt a und Punkt b!

Handy im vollgetankt losgefahrenen Wagen eingebucht in Basisstation an Punkt A und 30 Minuten später in Basissation Punkt B. (Fahrzeit)

Dort Wagen wieder vollgetankt für 0,415 * des Liter-auf-hundertkilometer-Verbrauchswertes ermittelbar dank EC-Karte und Tankstellenanzeigetafel nachlesbaren Preises je Liter! (Abbuchung = Treibstoffmenge = zurückgelegte Strecke)

Wie schnell war der Wagen unterwegs, wie hoch ist das Bußgeld und wie viele Punkte in Flensburg gibt das

BEI VORRATSDATENSPEICHERUNG!

Sie haben vielleicht die PS-Navigationsdatenübermittlung an google verboten. Und die Handys von Kollegen oder Familie?

http://gps-googlemaps-ec-cash-tanken.urlto.name

(oder, alternativ)

http://sch-einesystem.tumblr.com/post/79453358913/

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