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06.05.2013

08:15 Uhr

Porsche 911

Auch der neue Turbo kann segeln

Quelle:MID

Wem 475 PS im GT3 nicht genug sind, kann ab September die neueste Generation des 911 Turbo kaufen. Sie leistet bis zu 560 PS. Aber mittlerweile schreibt sich Porsche auch die Verbrauchsminderung auf die Fahnen.

Mit dem "Turbo" präsentiert Porsche die stärkste aller 911er-Versionen. Die Preise starten bei 162.055 Euro. PR

Mit dem "Turbo" präsentiert Porsche die stärkste aller 911er-Versionen. Die Preise starten bei 162.055 Euro.

StuttgartDie stärkste aller 911er-Versionen präsentiert jetzt Porsche. Für Kunden, denen die Leistung von 350 kW/475 PS im GT3 nicht genug ist, bringen die Zuffenhäuser im September die neueste Generation des 1974 eingeführten 911 Turbo auf den Markt. In der "Grundversion" leistet der aufgeladene 3,8-Liter-Sechszylinder 383 kW/520 PS, als Turbo S sind es gar 412 kW/560 PS. Mindestens 162.055 Euro für den Turbo oder 195.256 Euro für den Turbo S müssen die Kunden für die Supersportler locker machen, die die Nordschleife des Nürburgrings laut Hersteller unter 7:30 Minuten mit Serienreifen absolvieren können.

Den Beschleunigungswerten von 3,2 Sekunden bzw. 3,1 Sekunden bis Tempo 100 und der Spitzengeschwindigkeit von 318 km/h steht ein Verbrauch von 9,7 l/100 km für beide Modelle zur Seite - laut Norm versteht sich.

Der aufgeladene 3,8-Liter-Sechszylinder leistet im Turbo 520 PS, im Turbo S sind es 560 PS. Damit sprintet der Elfer in knapp über drei Sekunden auf Tempo 100 km/h. PR

Der aufgeladene 3,8-Liter-Sechszylinder leistet im Turbo 520 PS, im Turbo S sind es 560 PS. Damit sprintet der Elfer in knapp über drei Sekunden auf Tempo 100 km/h.

Denn mittlerweile schreibt sich auch Porsche die Verbrauchsminderung auf die Fahnen, und dazu gehört etwa eine Start-Stopp-Automatik mit Motorabschaltung beim Ausrollen, dem sogenannten "Segeln". Die Fahrer werden aber wohl mehr auf die Dynamikwerte schauen als auf den Verbrauch. Denn ein Porsche wird gewöhnlich unter Dampf gehalten. Dafür sind alle Voraussetzungen gegeben, denn neben den Motoren mit Benzin-Direkteinspritzung und dem Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen kommt der Turbo auch mit neuem Allradantrieb und vermutlich mit einem - wie von Porsche gewohnt - exzellenten Fahrwerk daher.

Die neue Hinterachslenkung soll das Handling weiter verbessern: Bei niedrigen Geschwindigkeiten macht sie ihn agiler, bei hohem Tempo sorgt sie für mehr Stabilität. Neu ist auch ein aktives Aerodynamiksystem mit einem in drei Stufen verstellbaren Frontspoiler und einem ebenfalls in drei Stufen ausfahrbaren Heckflügel. Ein aktiver Wankausgleich trägt ebenso zur Fahrstabilität bei.

Im Innenraum herrscht dank reichlich Leder und Carbon-Applikationen sowohl Wohlfühl-Atmosphäre mit Rennsport-Feeling. PR

Im Innenraum herrscht dank reichlich Leder und Carbon-Applikationen sowohl Wohlfühl-Atmosphäre mit Rennsport-Feeling.

Die neuen Porsche Turbo und Turbo S kommen nicht nur optisch breiter daher, sie sind es auch. Sie übertreffen nun schon den nicht schmalen Carrera 4 um 28 Millimeter. Dem Zuwachs an charakteristischer Breite in der Hüfte folgten die auf 20 Zoll vergrößerten Räder. Beim Interieur haben die Ingenieure die Nähe zum Carrera gesucht. Die Sportsitze mit Doppel-Kappnaht an den Sitzrückenschalen sind 18-fach verstellbar. Für den guten Ton sorgt serienmäßig ein Soundsystem von Bose, wahlweise ist gar eine High-End-Anlage von Burmester erhältlich - man gönnt sich ja sonst nichts.

Kommentare (1)

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07.05.2013, 00:23 Uhr

Artikelzitat:
"Denn ein Porsche wird gewöhnlich unter Dampf gehalten."
Welche Verkennung der realen Situation. Leider liefert Porsche trotz sündhaft teurer Preise noch keinen Freifahrtschein für Rennstrecken mit dem Fahrzeug. Einen 911er auf öffentlichen Straßen unter Dampf halten, heißt permanentes "Lappen weg-Risiko." Halb-Dampf-Beschleunigung
genügt meistens schon für eine Auszeit. Die Mehrheit der 911er Besitzer fährt ihren Dampfhammer nach dem Motto: "Ich könnte, wenn ich wollte. Aber ich will nicht, weil ich nicht kann." Dieser Aussage dementieren sogar Porsche-Insider nicht. Zumal die Mehrheit der gekauften 911er auch in D Cabrios sind. Selbst Porsche Chef- Fahrwerksabstimmer W. Röhrl ließ sich anlässlich der Porsche Cayman S Pressepräsention 2005 vor versammelter Journaille zu folgendem Statement hinreißen: "Der Cayman ist ein Porsche zum Autofahren, aber wer kauft schon einen Porsche, um Auto zu fahren." Es ist der Mythos der "Ikone 911 er", der diesen Sportwagen so begehrenswert macht. Für die meisten Käufer die Realisation eines Kindheitstraums, eines Lebenswunsches.

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