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27.07.2015

11:06 Uhr

Porsche

911 bald nur noch als Turbo

Der Sauger sagt Adieu: Porsche-Fans müssen sich auf einen Generationswechsel einstellen. Auf der IAA wird im September der 911er-Facelift stehen, den es ausschließlich mit Zwangsbeatmung geben wird.

Der Flottenverbrauch muss sinken: Die kommenden Porsche Carrera 911 und 911 S werden von Sechszylinder-Boxermotoren angetrieben, die allesamt über Abgasturbolader verfügen. Porsche

Auf Erprobungsfahrt in Südafrika

Der Flottenverbrauch muss sinken: Die kommenden Porsche Carrera 911 und 911 S werden von Sechszylinder-Boxermotoren angetrieben, die allesamt über Abgasturbolader verfügen.

KapstadtDass der Porsche 911 mit dem kommenden Modelljahr seinen klassischen Saugmotor verlieren wird, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Jetzt gibt es gleichsam eine offizielle Bestätigung durch Porsche: Der Motorjournalist Jürgen Zöllter hat an einer Erprobungsfahrt des Herstellers teilgenommen, über die er in „Auto Bild“ berichtet.

Die Fotos zeigen eine weitgehend unveränderte Karosserieform; Retuschen wird es an Scheinwerfern und Rückleuchten geben, und auch die Front- und Heckschürze sowie die hintere Motorenklappe wurden neu gezeichnet.

Mit dem kleineren, per „Sound-Symposer“ klanglich optimierten Motor fallen die 911-Einstiegsmodelle nicht nur auf dem wichtigen Exportmarkt China in eine erheblich günstigere Steuerklasse, sie konsumieren auch weniger Sprit. Porsche

Blick ins Cockpit des 911er-Jahrgangs 2016

Mit dem kleineren, per „Sound-Symposer“ klanglich optimierten Motor fallen die 911-Einstiegsmodelle nicht nur auf dem wichtigen Exportmarkt China in eine erheblich günstigere Steuerklasse, sie konsumieren auch weniger Sprit.

Die beiden Auspuffrohre rücken weit in die Mitte, als gälte es, die Historie des 911 – die bis zum Volkswagen Käfer zurückreicht – zu unterstreichen. Ein kugelförmiges Modul in der Frontschürze weist auf Assistenzsysteme hin, derer es insgesamt mehr geben soll denn je: Berichtet wird unter anderem von einem Spurhalteassistenten, einer für einen ernsthaften Sportwagen durchaus ungewöhnlichen Option.

Unter dem Blech steckt in Zukunft bei den Einstiegsvarianten 911 Carrera und Carrera S ein Sechs-Zylinder-Boxermotor mit knapp 3,0 Litern Hubraum, der per Abgasturbolader zwangsbeatmet wird; die Modellbezeichnung Turbo bleibt dennoch den Spitzenversionen des 911 vorbehalten.

Offiziell enthüllt wird der geliftete 911 auf der kommenden  IAA  Mitte September in Frankfurt; kurz darauf wird er zu den Händlern kommen. Die Überarbeitung betrifft nicht nur das klassische Coupé, sondern auch das Cabriolet und die auf dem Cabriolet basierende Targa-Variante mit ihrem hochkomplexen Dachsystem. Porsche

Die Auspuffrohre wandern in die Mitte des Hecks

Offiziell enthüllt wird der geliftete 911 auf der kommenden IAA Mitte September in Frankfurt; kurz darauf wird er zu den Händlern kommen. Die Überarbeitung betrifft nicht nur das klassische Coupé, sondern auch das Cabriolet und die auf dem Cabriolet basierende Targa-Variante mit ihrem hochkomplexen Dachsystem.

Bisher verfügte der 911 Carrera über einen 350 PS starken 3,4-Liter-Saugmotor, der Carrera S leistet 400 PS aus 3,8 Litern Hubraum. Das maximale Drehmoment wird von aktuell 390 bzw. 440 Newtonmetern auf glatte 500 Nm steigen, die schon bei 1.700 U/min anliegen – anstatt bei 5.500 bzw. 5.600 U/min, wie bei den auslaufenden Typen.

Damit dürfte der neue Motor eine schaltfaule Fahrweise ermöglichen; die Kehrseite, so Zöllter, ist der über 5.000 U/min nachlassende Schub. Und wer das Fahrzeug per Hinterachse in die Kurve eindrehen lassen möchte, sollte tunlichst darauf achten, den Ladedruck aufrechtzuerhalten.

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