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08.03.2006

11:35 Uhr

Private Nutzung von Dienstwagen

Fahrtenbuch muss strenge Bedingungen erfüllen

Fahrtenbücher müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit sie von den Finanzämtern anerkannt werden. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs müssen Fahrtenbücher zeitnah geführt werden und dürfen nicht im Nachhinein ohne größeren Aufwand veränderbar sein.

HB MÜNCHEN. Eine Sammlung loser Notizzettel oder der Ausdruck eines Tabellenkalkulationsprogramms erfüllen einem weiteren Urteil des BFH zufolge die Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nicht.

Die Urteile betreffen insbesondere Arbeitnehmer, denen vom Arbeitgeber ein Firmenwagen auch zur privaten Nutzung überlassen wird. Den damit verbundenen geldwerten Vorteil müssen sie als Arbeitslohn versteuern. Nach dem Einkommensteuergesetz wird der Vorteil monatlich pauschal mit einem Prozent des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs gewertet, wie es heißt.

Alternativ können die auf die Privatnutzung entfallenden tatsächlichen Kosten angesetzt werden, wenn das Verhältnis zwischen dienstlichen und privaten Fahrten per Fahrtenbuch nachgewiesen wird.

Aktenzeichen:
VI R 27/05, Urteil vom 9. November 2005und

VI R 64/04, Urteil vom 16.November 2005

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