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19.01.2006

15:49 Uhr

Produktionskapazität ausgeweitet

Chrysler startet Modelloffensive

Die US-Tochter Chrysler des Autokonzerns DaimlerChrysler will außerhalb ihres Heimatmarktes Nordamerika eine Modelloffensive starten.

HB DETROIT. Bis 2007 wolle der US-Autobauer die Anzahl seiner außerhalb der USA und Kanadas verfügbaren Modelle auf mindestens 18 verdoppeln, sagte Marketing- und Vertriebschef Joe Eberhardt auf einer Autokonferenz im US-Bundesstaat Michigan. Darunter solle es mehr als zwölf Autos mit Dieselantrieb und mindestens acht Fahrzeuge mit Rechtslenkung geben.

„Wir erhöhen deshalb in unserem Werk im österreichischen Graz die Produktion von unserem Flaggschiff Chrysler 300 C und den Touring-Modellen“, sagte Eberhardt. Der Konzern verkauft seine Fahrzeuge in mehr als 125 Ländern.

Trotz einer schwachen Automobilnachfrage hat Daimler-Chrysler dank seiner US-Tochter weltweit mehr Pkw verkauft als je zuvor. Chrysler hat dabei zusammen mit den Schwestermarken Dodge und Jeep den Absatz um knapp fünf Prozent auf 2,83 Millionen Fahrzeuge gesteigert. Eberhardt sagte, im Januar seien die US-Verkäufe bislang jedoch nach einem schwachen Start noch hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Chrysler-Chef Tom LaSorda hatte zuletzt angekündigt, seine US-Werke auf eine jährliche Produktionskapazität von 3,5 bis vier Millionen Fahrzeuge aufzurüsten.

Führungswechsel bei Chrysler Deutschland

In der Geschäftsleitung des Vertriebs der Daimler-Chrysler-Marke Chrysler kommt es zu einem Führungswechsel.

Zum 1. Februar übernehme der 43-jährige Radek Jelinek im Daimler-Chrysler-Deutschlandvertrieb die Verantwortung für die Marken Chrysler, Jeep und Dodge und die Geschäftsleitung der Chrysler Deutschland GmbH, teilte der Konzern am Montag mit. Jelinek trete die Nachfolge von Bernd Hullerum an, der als Finanzchef in die Geschäftsleitung von Daimler-Chrysler in den Niederlanden wechsele. Jelinek sei für den Konzern zuvor unter anderem in Venezuela tätig gewesen.

Chrysler hatte zu Jahresbeginn die Preise gesenkt, um seinen Absatz in Deutschland anzukurbeln. So zahlen Kunden bei Chrysler-, Jeep- und Dodge-Händlern nach Konzernangaben für alle Modelle im Durchschnitt fünf Prozent weniger als zuvor.

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