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29.12.2011

07:35 Uhr

Rabatt-Entwicklung

30 Prozent Nachlass für Panda und Berlingo

Quelle:mid

Der Rabatt-Index hat zum Jahresende seinen Höchststand erreicht. Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer schließt aus den Untersuchungen seines CAR-Instituts auf ein "deutliches Signal für Marktschwäche".

Autohaus-Werbung in Hamburg (Archivbild). dpa

Autohaus-Werbung in Hamburg (Archivbild).

Duisburg/EssenDer deutsche Automarkt beendet das Jahr 2011 mit einem Festival der Rabatte, Verkaufsaktionen und taktischen Neuzulassungen. Davon profitieren zwar die Autokunden, aber die Anzeichen für einen schwachen Markt im Jahr 2012 haben sich vermehrt und an Bedeutung gewonnen: Der Rabatt-Index des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen hat zum Jahresende seinen Höchststand erreicht und CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer schließt aus den Untersuchungen seines Instituts auf ein "deutliches Signal für Marktschwäche".

Die Kunden seien nur noch bei größeren Zugeständnissen zum Autokauf bereit. Im Markt sei nun die Verunsicherung aufgrund der Euro-Krise wahrzunehmen. Offenbar reagiert die Branche darauf: So gibt es nach den Feststellungen des CAR-Instituts im letzten Quartal 2011 im Vergleich zu den beiden Vorjahren "das mit Abstand größte Angebot an Aktionen", und vor allem die bisher unerreichte Menge an Herstelleraktionen mit im Durchschnitt 11,3 Prozent Nachlass auf die unverbindliche Preisempfehlung erscheine "beunruhigend".

Tatsächlich ist die Zahl der unter verschiedenen Bezeichnungen laufenden Incentives kaum mehr zu überblicken, und sogar die deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes konnten sich nicht von dieser Entwicklung abkoppeln. Das CAR-Institut registrierte zum Jahresende 2011 eine Verdoppelung der Verkaufsaktionen dieser Marken.


Fiat gibt beim Panda über 32 Prozent


Mit einem Nachlass von mehr als 32 Prozent war der Fiat Panda das Auto mit dem höchsten Rabatt vor dem Citroen Berlingo mit gut 31 Prozent.

Die durchschnittlichen Händler-Rabatte bei Internetvermittlern für die 25 verkaufsstärksten Modelle stiegen im Dezember um 0,2 auf 15,9 Prozent. Mit 76.730 Zulassungen auf Hersteller und Handel lag außerdem die Quote der taktischen Zulassungen bei 28,5 Prozent. Wagen mit diesen Kurzzulassungen kommen dann oft nach wenigen Tagen billiger auf den Markt.

Laut der Studie ist auch der traditionell rabattscheue Volkswagen-Konzern immer mehr betroffen. So werden etwa der Skoda Fabia und Oktavia mit 29 beziehungsweise 25 Prozent Rabatt über Internetvermittler verkauft, und die Marke VW bezahle ihren Händlern bis zu 700 Euro zusätzliche Prämie für den VW Polo bei Erreichen der Verkaufsziele.

Auch die Internetbörse MeinAuto.de berichtet über hohe Preisnachlässe. So werde der Seat Ibiza aus dem VW-Konzern mit 32 Prozent oder 4.063 Euro Nachlass angeboten.

Kommentare (1)

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29.12.2011, 10:12 Uhr

Dass der Panda mit solch einem Rabatt abgegeben wird, ist nicht verwunderlich. In wenigen Wochen steht die Markteinführung der neuen Panda-Generation bevor. Da will man eben die Altbestände zügig loswerden. Völlig normal im Geschäftsleben und keine Meldung wert.

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