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29.11.2012

08:18 Uhr

Rabatt-Studien

ZDK fordert von Dudenhöffer mehr Verantwortung

Quelle:MID

„Verantwortungslos“ nannte Volkswagen die Rabatt-Studien von Ferdinand Dudenhöffer. Jetzt meldet sich in der aktuellen Diskussion auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zu Wort.

Der Autowirtschaftsexperte Ferdinand Dudenhöffer ist wegen seiner Rabatt-Studien unter anderem von VW scharf kritisiert worden. dpa

Der Autowirtschaftsexperte Ferdinand Dudenhöffer ist wegen seiner Rabatt-Studien unter anderem von VW scharf kritisiert worden.

MannheimZur aktuellen Diskussion um Neuwagen-Rabatte und Schlagzeilen wie „VW geht Autopapst Dudenhöffer an“(Handelsblatt) oder „Händler und VW bezichtigen Dudenhöffer der Lüge“ (Die Zeit) meldet sich jetzt auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zu Wort.

Nach Ansicht des ZDK sei zuerst festzustellen, dass Dudenhöffer die Ursachen, auf denen die wachsenden Absatz- und Ertragsprobleme des Automobilhandels beruhen, nicht geschaffen habe. „Auch die Informationen, auf die er seine Erhebungen stützt, sind im Wesentlichen zutreffend“, bestätigt Robert Rademacher, ZDK-Präsident.

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Der Autobauer schließt sich einem offenen Brief eines Händlers an. Darin wirft Burkhard Weller dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer vor, Unwahrheiten über Rabatte zu verbreiten. Der nennt die Anschuldigungen „skurril“.

Tatsächlich machten sich im Autohandel zunehmend Absatz- und Ertragsprobleme breit. Einige wenige Händler reagierten auf die nachlassende Nachfrage und den schärfer gewordenen Wettbewerbs mit Schleuderpreisen. Dramatisch werde es aber erst dadurch, dass über Internetportale und Medienberichte die Botschaft von derartigen Schleuderpreisen bis in den letzten Winkel der Republik getragen werde. So würden Nachlässe als normal und handelsüblich angesehen, die in Wirklichkeit lediglich extreme Auswüchse darstellten.

Dies müsse ein Branchenexperte wie Dudenhöffer, Leiter des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen, berücksichtigen. Durch „seine simplen Botschaften und sein Hantieren mit Extremrabatten einzelner Desperados“ schüre er Erwartungen, die in der Breite nicht erfüllt werden können. Somit trage er zur Irreführung der Verbraucher bei.

Kommentare (3)

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pajama

29.11.2012, 09:15 Uhr

Das ist ja wohl komplett lächerlich: Da jammern deutsche Autokonzerne über Preistransparenz, weil die Abnehmer auf die Idee kommen könnte zu verhandeln... Ich blicke nochmal schnell aufs Betriebsergebnis (gerade) von Volkswagen...

Irgendwann reicht es mal mit diesen Lobbygruppen und Verbänden - warum kriegen die auch noch ein Forum?

JAJA

29.11.2012, 09:15 Uhr

Welches Problem hat sieht der ZDK denn jetzt im Dudenhöfers Vorgehen genau?
Der Preis wird im Markt gebildet und nicht festgesetzt.
Dies setzt aber voraus , das alle Teilnehmer die gleichen Informationen haben.
Kein Händler ist jedoch gezwungen zu diesen niedrigen Preis zu verkaufen.

Account gelöscht!

29.11.2012, 09:57 Uhr

Natürlich gibts die Rabatte.
Ich habe selbst vor 18 Monaten einen Toyota mit 25% Nachlass gekauft.
Angeblich unter dem Einkaufspreis meines örtlichen Toyota-Händlers.
Große Händler erhalten eben Boni, die sie an ihre Kunden weitergeben.
Die Deutschen werden inbesondere von deutschen Autoherstellern abgezockt.
Deswegen kaufe ich kein deutsches Auto solange ich nicht den günstigen US-Preis erhalte.
Qualitativ ist Toyota mit z.B. VW mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar besser.

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