Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.10.2012

13:56 Uhr

Range Rover

Der Urvater der Luxus-SUV

Quelle:MID

Der Range Rover, die SUV-Ikone: üppig ausgestattet, bärenstark und ein Meister im Gelände. In diesen Tagen steht die jüngste Generation im Fokus. Sein Debüt feierte er bereits 197 - und etablierte sich als Vorbild.

1970 erschien die erste Generation des Range Rover. Der Luxus-SUV kam mit einem Achtzylinder, Leichtmetallkarosserie, aber nur zwei Türen. Pressefoto

1970 erschien die erste Generation des Range Rover. Der Luxus-SUV kam mit einem Achtzylinder, Leichtmetallkarosserie, aber nur zwei Türen.

DüsseldorfNicht weniger als "vier verschiedene Autos in einem" wollten die Väter des Range Rover zum Ende der Sechziger auf die Räder stellen: Luxuslimousine, Langstreckenfahrzeug, Kombi und leistungsfähiges Allradfahrzeug. 24 Jahre nach dem revolutionären Land Rover präsentierte der britische Hersteller 1970 seinen zweiten Geniestreich.

Der "Range", wie ihn seine Fans seitdem liebevoll bezeichnen, definierte den Standard des Geländewagens komplett neu. Repräsentativ, luxuriös, souverän und exklusiv setzte der Brite neue Trends. Beim Design gelang den Verantwortlichen das Kunststück, für das mächtige, 4,45 Meter lange und 1,79 Meter hohe Fahrzeug eine so zeitlose Form zu finden, dass es immerhin 26 Jahre seine Kunden gefunden hat.

Range Rover für 2013: Seine Lordschaft geruhen Alu zu tragen

Range Rover für 2013

Seine Lordschaft geruhen Alu zu tragen

Der Erfinder des Luxus-SUV ruft eine Diät aus: Nach dem Motto "weniger ist mehr" will Range Rover seine Geländewagen mit einer leichten Karosse ausstatten. Außerdem sollen die V6- und V8-Motoren weniger Durst entwickeln.

So hatte der amerikanische Autohersteller Kaiser 1953 den Jeep-Produzenten Willys gekauft und das Allradkonzept des Militärvehikels für die zivile Nutzung konsequent weiterentwickelt. 1966 erschien der "Super Wagoneer" mit Allradantrieb - formal eher eine Kombi-Llimousine mit Heckklappe - als ein klassischer 4x4.

Ausgestattet mit einem 5,9-Liter-V8-Triebwerk zielte der "Super Wagoneer" erfolgreich auf "gehobene, einkommensstarke Familien". Das Konzept der langstreckentauglichen, leistungsstarken Allrad-Limousine setzte General Motors ab 1969 mit dem Chevrolet Blazer um. 1966 war bereits Ford mit dem "Bronco" erfolgreich in die neue Nische gestoßen.

Auch japanische Hersteller zogen mit zivilen Allradautos nach. Schon 1961 war der am besten verkaufte Toyota in den Vereinigten Staaten der Land Cruiser. Von der 1965 vorgestellten "Serie 50" mit 3,9-Liter-Reihensechszylinder und 125 PS verkaufte Toyota 1968 bereits 100.000 Einheiten auf der ganzen Welt, rund das Doppelte des Range Rover.

Mit der zweiten Generation des Range Rovers ließ sich Rover lange Zeit. Sie kam erst 1994 auf den Markt. Das erste Modell lief noch zwei Jahre parallel weiter. Pressefoto

Mit der zweiten Generation des Range Rovers ließ sich Rover lange Zeit. Sie kam erst 1994 auf den Markt. Das erste Modell lief noch zwei Jahre parallel weiter.

Der Rover musste auf jeden Fall überragende Fahreigenschaften im Gelände aufweisen, darum blieb es beim Leiterrahmen, zwei Starrachsen und einer Karosserie aus Leichtmetall. Die Entscheidung, den neuen Rover mit einem hohen Leistungsangebot auszustatten, bedingte Neukonstruktionen für Motor, Getriebe und Allradantrieb.

Hausherr Rover verfügte jedoch über keinen geeigneten Motor. Fündig wurden die Verantwortlichen bei Buick. Die GM-Tochter hatte schon in den frühen Fünfzigern mit Motoren experimentiert, bei denen aus Gewichtsgründen sowohl Block wie auch Zylinderköpfe aus Leichtmetall bestanden. 1961 erschien ein neuer Leichtmetall-V8 mit einem Hubraum von 215 Kubikinch (3,5 Liter). Der Motor war mit 144 Kilo Gewicht sehr leicht, mit 66 Zentimetern Länge kompakt und mit 135 PS Leistung für den Range Rover ausreichend kräftig.

Für den Papst entstand auf Basis des Range Rover ein "Papamobil". Pressefoto

Für den Papst entstand auf Basis des Range Rover ein "Papamobil".

Ein Detail, das den Praxisnutzen des Fünfsitzers ein wenig beeinträchtigte, resultierte aus der Entscheidung, den Range Rover als Zweitürer mit Heckklappe anzubieten. Diese war nicht zuletzt aus Kostengründen gefällt worden, weil vier Türen die Steifigkeit des bestehenden Chassis im Gelände beeinträchtigt und eine wesentlich aufwendigere Konstruktion erfordert hätten.

Bei seiner Präsentation im Juni 1970 zeichnete sich der Range Rover nicht zuletzt durch eine hohe Zugkraft für Anhängelasten von maximal 3 500 Kilogramm sowie durch hydraulisch betätigte Scheibenbremsen vorne und hinten aus.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×