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19.01.2005

14:35 Uhr

Nachrichten

Rote Nase am Steuer erlaubt - Masken müssen verkehrstauglich sein

Rote Nasen hinterm Steuer sind in der Faschingszeit erlaubt - wenn sie nicht vom Alkohol kommt. Wie der Automobilclub von Deutschland (AvD) mitteilte, hört der Spaß jedoch dort auf, wo Kostüme die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Maske

Wer sich derart verkleidet und Auto fährt, riskiert Ärger mit der Polizei.

dpa/lhe FRANKFURT/MAIN. Rote Nasen hinterm Steuer sind in der Faschingszeit erlaubt - wenn sie nicht vom Alkohol kommt. Wie der Automobilclub von Deutschland (AvD) mitteilte, hört der Spaß jedoch dort auf, wo Kostüme die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

„Augenklappe oder Vollmaske sind tabu“, sagte AvD-Sprecher Sven Janssen. „Das Sichtfeld muss frei sein, der Autofahrer muss seinen Kopf ungehindert zur Seite drehen können.“ Narren, die sich nicht an diese Regel halten, müssten mit einem Bußgeld von zehn Euro rechnen. Bei einem Unfall drohe zudem der Verlust des Versicherungsschutzes.

Maskierte Temposünder können hoffen, dass ihre Identität an Fasching im Dunkeln bleibt und die Behörden Gnade vor Recht ergehen lassen. Wenn sie den Trick allerdings nach Faschingsdienstag anwenden, drohten empfindliche Strafen, zitierte Janssen eine Polizeisprecherin. Dies gelte auch für Straftäter, die sich nicht nur als Räuber verkleideten, sondern versuchten, den Trubel auszunutzen.

Bei fahrenden Fasnachtern, deren rote Nase vom Alkohol herrühre, verstünden die Gesetzeshüter keinen Spaß. Janssen erinnerte daran, dass die Polizei vor allem in der Faschingszeit Autofahrer verstärkt zum Röhrchen-Test bitte und rät: „Gruppen sollten vor der Feier den Fahrer bestimmen, der nüchtern bleibt.“

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