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27.10.2015

17:39 Uhr

Rückruf bei General Motors

1,4 Millionen Autos von Brandgefahr betroffen

Brandgefahr bei älteren Autos von General Motors: Hartes Abbremsen kann ein Feuer im Motorraum auslösen. Betroffen sind 1,4 Millionen Fahrzeuge, vorwiegend in den USA. Unfälle und Tote habe es bislang nicht gegeben.

Von der neusten Rückrufaktion sind Autos der Baujahre 1997 bis 2004 in den USA, Kanada und Mexiko betroffen. Reuters

General Motors in Michigan

Von der neusten Rückrufaktion sind Autos der Baujahre 1997 bis 2004 in den USA, Kanada und Mexiko betroffen.

BangaloreGeneral Motors ruft 1,4 Millionen ältere Fahrzeuge wegen Brandgefahr in die Werkstätten. Beim harten Abbremsen könnten Öltropfen auf den heißen Auspuffkrümmer gelangen und ein Feuer im Motorraum auslösen, teilte der größte US-Autobauer am Dienstag mit. Betroffen seien Autos der Baujahre 1997 bis 2004, mit 1,3 Millionen die meisten in den USA und der Rest in Kanada und Mexiko.

In den letzten sechs Jahren seien in diesem Zusammenhang 19 kleinere Verletzungen gemeldet worden. Unfälle oder Tote habe es nicht gegeben. Im Skandal um defekte Zündschlösser hat sich GM zuletzt mit den US-Behörden auf die Zahlung von 900 Millionen Dollar Strafe geeinigt. Mit den Problemen werden 124 Todesfälle in Verbindung gebracht.

Große Rückrufaktionen der Autobranche

Millionen betroffen

Immer wieder müssen Autohersteller Wagen in die Werkstätten beordern. In der Abgas-Affäre steht Volkswagen mit insgesamt elf Millionen betroffenen Autos vor einer der größten Aktionen der vergangenen Jahre. Beispiele für große Rückrufe.

Oktober 2015

In der Diesel-Affäre ordnet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen verpflichtenden Rückruf für 2,4 Millionen Volkswagen-Fahrzeuge in Deutschland an.

September 2015

Fiat Chrysler muss in Nordamerika gut 1,7 Millionen Fahrzeuge wegen technischer Mängel in die Werkstätten beordern. Die Gründe sind Fehler am Lenkrad und Probleme mit Airbags.

August 2015

Wegen Airbag-Problemen ruft Volkswagen in den USA 420 000 Autos zurück. Schwierigkeiten mit einer Feder am Lenkrad könnten dazu führen, dass der Airbag bei einem Unfall nicht auslöst.

Juli 2015

Chrysler ruft in den USA 1,4 Millionen Wagen wegen einer Sicherheitslücke zurück, die zwei Hacker aufgedeckt hatten. Durch fehlerhafte Software könnten Autos aus der Ferne manipuliert werden.

Mai 2015

Der japanische Airbag-Hersteller Takata muss Gefahren bei insgesamt 19,2 Millionen Autos zugeben und läutet damit die bis dahin größte Rückrufaktion der US-Autoindustrie ein.

April 2015

Der japanische Kleinwagen-Spezialist Suzuki Motor ruft rund zwei Millionen Autos in die Werkstätten zurück, die meisten davon in Japan. Grund sind mögliche Defekte bei Zündschlössern.

März 2014

General Motors weitet die Rückrufaktion wegen Problemen an Zündschlössern aus. Betroffen sind mittlerweile rund 2,6 Millionen Fahrzeuge. Sie wurden meist in den USA und Kanada verkauft. Der Konzern muss sich für mindestens 13 Tote und 31 Unfälle verantworten.

November 2013

Volkswagen holt über 2,6 Millionen Autos in die Werkstätten. Weltweit gibt es Qualitätsprobleme. Im selben Monat treten wegen diverser Rückrufaktionen des südkoreanischen Autobauers Hyundai drei Manager dieses Unternehmens zurück.

Juni 2013

Chrysler startet einen massenhaften Rückruf in den USA. Die Verkehrssicherheitsbehörde hatte gefordert, 2,7 Millionen ältere Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty zu prüfen - Tanks könnten bersten, wenn die Geländewagen gerammt würden.

Oktober 2012

Fast 7,5 Millionen Autos weltweit ruft Toyota wegen Problemen mit elektrischen Fensterhebern zurück.

Auch Fiat Chrysler rief am Dienstag rund 141.000 Fahrzeuge in den USA zurück. Bei neuen Wagen des Modells Ram Pickup geht es den Angaben zufolge um einen Fehler bei der Hinterachse, der möglicherweise dazu führen könne, dass sich ein Rad löst. Bei Jeep Cherokee SUVs könnten Kabel der Klimaanlage zu nahe an dem Auspuffkrümmer verbaut worden sein, wodurch ein Brand entstehen könnte.

Von

rtr

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