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03.03.2011

20:27 Uhr

Rückrufaktion

Chrysler gehen die Motoren aus

Der US-Autohersteller Chrysler kommt nicht zur Ruhe. Aufgrund fehlerhafter Schlüssel und der Gefahr ausgehender Motoren muss der Konzern 250.000 Autos zurückrufen. Pikantes Detail: Die Schlüssel stammen von Continental.

Chrysler Produktionsstätte in Ontario. Der US-Konzern kämpft mit technischen Problemen. Quelle: Reuters

Chrysler Produktionsstätte in Ontario. Der US-Konzern kämpft mit technischen Problemen.

DetroitDer US-Autobauer Chrysler hat schon wieder Probleme mit seinen beliebten Minivans. Bei den drei Modellen Chrysler Town & Country, Dodge Grand Caravan und Dodge Journey drohen die Motoren während der Fahrt auszugehen. Deswegen sei es möglicherweise zu zwei Unfällen gekommen, teilte der Hersteller mit. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde gab daraufhin am Donnerstag auf ihrer Website den Rückruf von 248 400 Wagen bekannt.

Schuld an dem Dilemma soll der Schlüssel sein, der bei ruckeligen Straßen zurückspringt. Pikant: Nach den Angaben von Chrysler stammt das fehlerhafte Bauteil vom deutschen Zulieferer Continental. Betroffen sind Modelle, die von August 2009 bis Juni 2010 vom Band

gelaufen sind. Danach sei der Zulieferer gewechselt worden, berichtete Chrysler. Die zurückgerufenen Wagen sollen ebenfalls die neuen Schlüsselsysteme erhalten.

Die Minivans gehören zu den Verkaufsschlagern von Chrysler. Die weitgehend baugleichen Town & Country und Grand Caravan werden in Deutschland als Chrysler Grand Voyager vertrieben. Im Juni vergangenen Jahres hatte der Hersteller bereits 319 000 der Fahrzeuge wegen eines Kurzschlusses in den elektrischen Schiebetüren zurückrufen müssen. Es drohte im schlimmsten Fall ein Feuer.

Auch Volkswagen war von dem damaligen Defekt betroffen: Das US-Modell Routan beruht auf der Chrysler-Konstruktion und wird auch von den Amerikanern gebaut. Ob der neuerliche Defekt VW ebenfalls in Mitleidenschaft zieht, war zunächst unklar. Chrysler liegen insgesamt 32 Beschwerden über ausgehende Motoren vor.

Von

rtr

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