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12.02.2014

11:29 Uhr

Software-Probleme im Prius

Toyota ruft 1,9 Millionen Autos zurück

Die Tücken der Elektronik: Der japanische Autohersteller Toyota ruft 1,9 Millionen Fahrzeuge vom Typ Prius III in die Werkstätten. Die Reparatur geht aber schnell, ein Software-Update soll Abhilfe schaffen.

Probleme mit der Software: Bestimmte Prius-Fahrzeuge von Toyota brauchen ein Update. dpa

Probleme mit der Software: Bestimmte Prius-Fahrzeuge von Toyota brauchen ein Update.

Toyota ruft weltweit 1,9 Millionen Fahrzeuge vom Typ Prius III wegen möglicher Software-Probleme in die Werkstätten. Bei dem Hybridwagen dritter Generation könne die Elektronik unter bestimmten Umständen überlastet werden, teilte der japanische Weltmarktführer am Mittwoch mit.

Bei wiederholt starker Beschleunigung könne es in Einzelfällen zu einer Überlastung der Hybrid-Regelelektronik kommen. Bei einem Fehler leuchteten Warnanzeigen auf und das Fahrzeug schalte in ein Notlaufprogramm mit reduzierter Antriebsleistung um.

Bislang seien weltweit rund 400 Fälle gemeldet geworden, elf davon in Europa. Unfälle seien nicht bekanntgeworden. Das Problem soll durch eine verbesserte Software gelöst werden, die die Vertragswerkstätten kostenlos aufspielen. Es handle sich um einen freiwilligen Rückruf zur Qualitätssicherung, betonte Toyota.

In Deutschland seien gut 13.000 Autos der seit 2009 gefertigten aktuellen Generation betroffen. Europaweit würden rund 137.000 Halter angeschrieben. Toyota war in der vergangenen Jahren mehrfach von Massenrückrufen verschiedener Modelle betroffen.

Toyota stehe zu seiner Verantwortung und hole konsequent alle infrage kommenden Fahrzeuge in die Werkstätten. Die Halter wurden zeitnah angeschrieben und gebeten, sich mit ihren Händlern in Verbindung zu setzen.

Zuletzt hatte der Autoriese im vergangenen Oktober weltweit fast 900.000 Fahrzeuge wegen möglicher Sicherheitsprobleme in die Werkstätten zurückgerufen. Autos in Deutschland waren allerdings nicht betroffen. Grund für den freiwilligen Rückruf waren mögliche Defekte der Klimaanlage mit Auswirkungen auf Airbag-Kontrollmodule und Servolenkung gewesen.

2010 hatte Toyota einen Massenrückruf von Millionen Autos weltweit gestartet, nachdem Fahrer über klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten als Grund für Unfälle berichtetet hatten. Auch wenn sich später viele dieser Unfälle als Fehler der Fahrer herausstellten, war der Imageschaden perfekt, die Verkäufe brachen ein.

Kommentare (4)

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Auenland

12.02.2014, 08:35 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr_Immer

12.02.2014, 10:02 Uhr

Die Chinesen bauen bald bessere Autos, als Toyota.

Account gelöscht!

12.02.2014, 11:26 Uhr

Nach VW und Audi fahre ich seit einigen Jahren Toyota und habe das nicht bereut - im Gegenteil. Im Hinblick auf Innovationen (Hybridtechnik) Pannensicherheit und Langlebigkeit sind die Japaner Vorbild. Dazu passt der freiwillige und rechtzeitige Rückruf. Ich sehe das nicht als Mangel, sondern als Gegenteil, nämlich erstklassiges Qualitätsmanagement!

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