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22.12.2014

16:41 Uhr

Spritpreis 2014

Autofahrer zahlten fünf Milliarden Euro weniger

Sparen beim Fahren: 2014 zahlten Autofahrer fünf Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Die niedrigen Preise für Benzin und Diesel sind daran maßbeglich beteiligt. Dennoch gab es ein Rekordhoch beim Verkauf von Diesel.

Ein Tankrüssel: Der Spritpreis lässt Autofahrer sparen. dapd

Ein Tankrüssel: Der Spritpreis lässt Autofahrer sparen.

BerlinDank des niedrigen Ölpreises auf dem Weltmarkt haben Deutschlands Autofahrer in diesem Jahr rund fünf Milliarden Euro weniger fürs Tanken zahlen müssen als im Vorjahr. Die Preise für Benzin und Diesel seien so niedrig wie seit mehr als vier Jahren nicht, erklärte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) am Montag. Die Tankstellen hätten die gesunkenen Einkaufskosten „voll an die Verbraucher weitergegeben“, erklärte Hauptgeschäftsführer Klaus Picard unter Verweis auf den harten Wettbewerb.

Seit dem Höchststand im Juni fielen die Preise für Benzin den Angaben zufolge um 24 Cent. Im Schnitt liege er derzeit bei unter 1,30 Euro je Liter. Der Dieselpreis ist demnach unter 1,20 Euro pro Liter gefallen, ein Stand wie zuletzt im März 2010.

Wegen der „vergleichsweise guten Konjunktur“ mit einem Rekord-Beschäftigungsstand verkauften die Tankstellen mehr Kraftstoffe: Der Absatz von Benzin habe in den ersten neun Monaten gegenüber dem ersten Dreivierteljahr 2013 um ein Prozent zugelegt, der von Diesel sogar um vier Prozent. „Damit verzeichnete der Dieselabsatz ein neues Rekordhoch.“ Insgesamt verkauften die Tankstellen in den ersten neun Monaten 2014 so viel Benzin und Diesel wie zuletzt 2002.

Der Anteil von Diesel am gesamten Kraftstoffabsatz macht 66 Prozent aus. Grund ist die gewerbliche Nutzung von Diesel-Fahrzeugen wie Lkw und Busse. Ihre Fahrer tanken vor allem an betriebseigenen Tankstellen - hier fließt laut MWV die Hälfte des verkauften Diesels in die Tanks. Das Bundesfinanzministerium kann den Angaben zufolge in diesem Jahr mit Einnahmen von 39,9 Milliarden Euro aus der Mineralölsteuer rechnen.

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afp

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