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22.05.2013

09:34 Uhr

Statistik der Schiedsstellen

Weniger unzufriedene Werkstattkunden

Quelle:MID

Unzufriedene Kunden von Mitgliedsbetrieben der Kfz-Innung haben die Möglichkeit, sich kostenlos an eine Kfz-Schiedsstelle zu wenden. Dieses Recht nahmen 2012 deutlich weniger Kunden in Anspruch genommen als noch 2011.

Eine Kfz-Schiedsstelle haben 2012 weniger Kunden von Kfz-Werkstätten angerufen als noch 2011. MID

Eine Kfz-Schiedsstelle haben 2012 weniger Kunden von Kfz-Werkstätten angerufen als noch 2011.

BonnBundesweit unterhält das Kfz-Gewerbe 130 Schiedsstellen. Die neutralen Kommissionen dienen der außergerichtlichen Beilegung der Streitigkeiten. Sie sind mit einem zum Richteramt befähigten Vorsitzenden und Experten des Kfz-Gewerbes sowie Fachleuten von ADAC und Deutscher Automobil Treuhand (DAT) besetzt. Die Schiedsstelle ist im vergangenen Jahr 9.944 Mal angerufen worden, das sind 2.109 Anträge weniger als 2011, was einem Rückgang um 17,5 Prozent entspricht.

Immerhin sind 8.783 Anträge oder 88 Prozent der Fälle gar nicht erst bis zur Schiedskommission vorgedrungen. Diese landen zunächst nämlich beim Geschäftsführer der Schiedsstelle, der den Versuch unternimmt, zwischen den Parteien zu vermitteln. Laut dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) führt dies in etwa 60 Prozent der Fälle zu einer Einigung schon im Vorfeld.

Außerdem stellt sich bei vielen Anträgen nach der Antragsstellung heraus, dass der beteiligte Kfz-Betrieb gar kein Mitglied der Kfz-Innung ist. Dann ist die Schiedsstelle natürlich nicht zuständig. Meist handelt es sich dabei um Gebrauchtwagenhändler.

Von den 1.161 von der Schiedskommission verhandelten Verfahren endeten 492 Fälle oder 42,4 Prozent mit einem Vergleich. In 200 Fällen entschied die Kommission zugunsten des Kunden und in 273 Fällen zugunsten der Werkstatt, die Übrigen sind noch nicht abgeschlossen.

8.138 Anträge oder 82 Prozent entfielen auf Bereich Reparatur und Wartung. Die Hauptgründe für die Anrufung einer Schiedsstelle waren mit 3.794 Fällen die Rechnungshöhe, mit 3. 435 Anträgen "unsachgemäße Arbeit" und mit 2.880 Fällen das Durchführen von Arbeiten ohne Auftrag.

Die restlichen 1.806 Fälle hatten Gebrauchtwagen-Käufe zum Gegenstand. 1.382 Mal betraf dies technische Mängel, 243 Mal einen Unfallschaden und 41 Mal eine "fehlerhafte Gesamtlaufleistung".

Kommentare (3)

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Eberhard

28.06.2013, 19:31 Uhr

Dass "88 Prozent der Fälle gar nicht erst bis zur Schiedskommission vorgedrungen" sind, muss nicht unbedingt positiv für die Beschwerdeführer sein, siehe hier (Seite eines Verbraucherschutzvereins):

http://schlichtungsportal.de/kfz-schiedsstellen/

Martin

22.07.2013, 14:07 Uhr

Naja, ich hatte einmal einen Termin bei der Kfz-Schiedsstelle in Frankfurt am Main. Die m. E. nicht fachgerechte Lackierung wurde von den meist Ü-70-jährigen ‚Freiwilligen‘ (vermutlich gegen ein warmes Essen und Bier;-) im Regen begutachtet und aggressiv schöngeredet. - Das kann man sich wirklich (er-)sparen. - Ich hoffe, es an anderen Orten bei den Kfz-Schiedsstellen etwas sachlicher und fairer zu.

Daimler_Kunde_NL_Frankfurt

22.07.2013, 14:10 Uhr

Naja, ich hatte einmal einen Termin bei der Kfz-Schiedsstelle in Frankfurt am Main. Die m. E. nicht fachgerechte Lackierung wurde von den meist Ü-70-jährigen ‚Freiwilligen‘ (vermutlich gegen ein warmes Essen und Bier;-) im Regen begutachtet und aggressiv schöngeredet. - Das kann man sich wirklich (er-)sparen. - Ich hoffe, es an anderen Orten bei den Kfz-Schiedsstellen etwas sachlicher und fairer zu.

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