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12.03.2006

11:00 Uhr

DÜSSELDORF. Danach war das Gefährt zwar sauber, aber die Heckscheibe beschädigt - sie hatte dem Druck der Bürsten nicht standgehalten. Da ihm seine Reparaturwerkstatt keine geeignete Scheibe besorgen konnte, machte sich der gestresste Autobesitzer selbst auf die Suche nach dem passenden Stück.

99 Tage nach dem Unfall in der Waschstraße wurde er fündig und ließ seinen Wagen endlich reparieren. Zusätzlich zu den Reparaturkosten von 5 607 Euro stellte er dem Betreiber der Waschstraße daraufhin 6 435 Euro (99 Tage à 65 Euro) für den "Nutzungsausfall" in Rechnung.

Doch der weigerte sich zu zahlen. Begründung: Der Mann hätte den Wagen trotz der kaputten Scheibe fahren können.

Die Richter des Oberlandesgerichts Frankfurt sahen das anders (Az.: 24 U 111/05). Der Mann habe sehr wohl Anspruch auf Schadensersatz für die eingeschränkte Verwendbarkeit des Autos. Ihm stünden aber nur 3 040 Euro für den Ausfall zu, da er mit der Reparatur getrödelt habe.

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