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29.10.2012

16:45 Uhr

Studien zum Autokauf

Frauen wollen Nutzwert, Männer Prestige

Quelle:MID

Gehen Frauen rationaler mit dem Thema Auto um als Männer? Während für "ihn" das Fahrzeug ein Aushängeschild ist, stellt der Pkw für "sie" meist einen Gebrauchsgegenstand dar. Aber mit eigenem Namen.

PS muss er haben: Männer stehen auf Leistung, für Frauen ist ein Auto eher ein Gebrauchsgegenstand. Oder? MID

PS muss er haben: Männer stehen auf Leistung, für Frauen ist ein Auto eher ein Gebrauchsgegenstand. Oder?

AugsburgFrauen gehen wesentlich rationaler mit dem Thema Auto um als Männer, so sagt eine Studie des Versicherungs-Vergleichsportals Transparo. Während für Männer das Fahrzeug ein Aushängeschild ist, stellt der Pkw für Autofahrerinnen eher ein Gebrauchsgegenstand dar. So wartet ein Männerauto mit einer Durchschnittsleistung von 85 kW/115 PS auf, kommen die Frauen mit einer Leistung von nur 67 kW/92 PS aus Und während ein Viertel der Männer Autos mit 103 kW/140 PS oder mehr fährt, ist es bei Frauen nur ein Zehntel.

Entsprechend mehr geben Männer für ihr Auto aus: 24 200 Euro sind es im Schnitt, während Autofahrerinnen im Mittel nur 16 700 Euro anlegen. Und einem Viertel der Männer ist ihr Wagen sogar mehr als 30 000 Euro wert, während nur 6,7 Prozent der Frauen so viel ausgeben. Und das, obwohl Frauen im Schnitt gerade einmal 900 Kilometer pro Jahr weniger fahren als Männer.

Das typisch männliche Beuteschema zeigt sich auch bei der Wahl der Marken: Weibliche Käufer stehen tendenziell auf Mittelklasse- und Kleinwagen der Marken Renault, Fiat oder Hyundai, während ihre männlichen Kollegen zu prestigeträchtigen Premium-Marken greifen. Sie kaufen sich doppelt so oft wie Frauen einen neuen BMW oder Audi und geben dafür zwischen 35 000 Euro und 41 000 Euro aus. Auch bei den Gebrauchten zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: 11,1 Prozent aller von Männern gebraucht gekauften Fahrzeuge stammen von BMW, bei den Frauen sind es nur 6,3 Prozent. Einen gebrauchten Mercedes kaufen sieben Prozent der Männer, bei den Frauen greifen nur 3,7 Prozent zu einem Gebrauchtwagen mit dem Stern.

Für beide Geschlechter indes gilt: Je teurer das Auto, desto mehr wird es bewegt. So liegt die Fahrleistung für Autos unter 10 000 Euro Neuwert bei rund 10 000 Kilometern pro Jahr. Wer mindestens 30 000 Euro für sein Auto ausgibt, fährt 60 Prozent mehr.

Das oben genannte Argument mit der Rationalität der Damen scheint aber eine andere, zeitgleich erschienene Auswertung zu widerlegen: Etwa 13 Prozent der weiblichen Autobesitzer geben ihrem Auto einen Kosenamen, ergab eine Umfrage des Versicherers Cosmos Direkt. 
Frauen hegen also offenbar doch eine innige Beziehung zu ihrem Auto. Denn laut der Umfrageergebnisse vergeben gerade einmal fünf Prozent der Männer Kosenamen.

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