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23.11.2011

10:00 Uhr

Subaru-Sportwagen BRZ

Mit Boxer-Herz und Habicht-Augen

Quelle:mid

Mit einer "nachgeschärften" Version des BRZ Concept STI war Subaru auf der LA Auto Show angetreten. Bis zum nächsten Sommer soll der klassische Boxer-Sportler mit Heckantrieb serienreif sein.

Bühne frei: Der kommende Subaru Spitzensportler BRZ wurde gemeinsam mit Toyota auf einer Plattform mit dem FT-86 entwickelt. dapd

Bühne frei: Der kommende Subaru Spitzensportler BRZ wurde gemeinsam mit Toyota auf einer Plattform mit dem FT-86 entwickelt.

Was für Toyota sein Sportler FT-86 ist, ist für Subaru der Roadster BRZ. Das kryptische Namenskürzel verweist auf die Besonderheiten des gemeinsam entwickelten Sportwagens. Subaru lüftet im Sommer bereits das Namensgeheimnis: Der Wagen ist - wie schon die beiden Mini-Van-Geschwister Verso-S und Trezia - in Kooperation der beiden japanischen Hersteller entstanden, - und soll als "BRZ" sogar unter einer eigenen Marke angeboten werden.

Die Lackierung des für Los Angeles nachgeschärften Concept Cars könnte auch den Schlümpfen gefallen - das auffallende Blau hat bei den Subaru-Sportlern aber ebenso Tradition wie durchaus auffallendes Spoilerwerk. dapd

Die Lackierung des für Los Angeles nachgeschärften Concept Cars könnte auch den Schlümpfen gefallen - das auffallende Blau hat bei den Subaru-Sportlern aber ebenso Tradition wie durchaus auffallendes Spoilerwerk.

Das kryptische Kürzel ist eine Abkürzung: "B" steht für Boxermotor, das "R" für Hecktriebler (englisch "Rear-wheel drive") und das "Z" für Zenit. Denn der Sportler soll den Wendepunkt markieren und für mehr Leidenschaft und Selbstbewusstsein im Markenimage einstehen.

Subaru BRZ: Carbon an Schnauze, Dach und Heck macht den Wagen leicht. Details zu Motorisierung und Fahrleistungen werden aber noch nicht verraten. dpa

Subaru BRZ: Carbon an Schnauze, Dach und Heck macht den Wagen leicht. Details zu Motorisierung und Fahrleistungen werden aber noch nicht verraten.

Angetrieben wird der Zweitürer von einem 2,0-Liter-Boxermotor, der wohl rund 200 PS leistet. Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 soll mit dem Vierzylinder in rund sieben Sekunden gelingen, die Höchstgeschwindigkeit soll 225 km/h betragen. Für die Kraftübertragung stehen ein Sechsganggetriebe sowie eine sechsstufige Automatik zur Auswahl.

Weitere Details des Fahrzeugs, das im Sommer 2012 serienreif sein wird - und dann auch in den Handel kommen soll, stellten die Japaner dann auf der IAA und zuletzt in Los Angeles auf der Auto Show vor. Zunächst wurde das Concept Car als BRZ Prologue bezeichnet und erhielt die Toyota Direkteinspritzungstechnik "D-4S", die bei geringerem Schadstoffausstoß leistungssteigernd wirken soll.

Auf der IAA gewährte Subar erste Einblicke auf Technikkomponenten des BRZ. ampnet

Auf der IAA gewährte Subar erste Einblicke auf Technikkomponenten des BRZ.

Um einem breiten Publikum maximalen Fahrspaß zu ermöglichen, entwickelte der Allrad- und Boxermotorspezialist Subaru gemeinsam mit Toyota zunächst eine komplett neue Plattform, die dem Hecktriebler zu ausgezeichneten Handlingeigenschaften verhelfen soll. Mit niedrigem Schwerpunkt und kompakter Leichtbau-Karosserie sollten höchst erfreuliche Handlingeigenschaften möglich sein. Die Außen-Abmessungen: Länge 4,23 Meter, Breite 1,77 Meter, Höhe 1,28 Meter, Radstand 2,57 Meter, wurden bereits zur IAA preisgegeben, über Motor und Fahrleistungen schwieg sich das Unternehmen da noch aus.

Etwas mehr Aufschluss gibt den Fans japanischer Sportwagen nun die zuletzt auf der LA Auto Show präsentierte "nachgeschärfte" Version, die inzwischen BRZ Concept STI heißt. Das in Los Angeles gezeigte Modell verfügt über ein Karbonfaser-Dach, das bewirkt, dass der ohnehin niedrige Schwerpunkt noch etwas näher in Richtung Fahrbahn gewandert ist. Dorthin wird der als Leichtbau-Sportler titulierte Wagen auch von einem mächtigen Spoiler und einem Diffusor am Heck sowie einem Frontspoiler gedrückt, die so für Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten sorgen sollen.

Die Gemeinsamkeiten zwischen Subaru BRZ und dem hier abgebildeten Toyota FT-86 sind unverkennbar. PR

Die Gemeinsamkeiten zwischen Subaru BRZ und dem hier abgebildeten Toyota FT-86 sind unverkennbar.

Außerdem verfügt das leuchtend blau lackierte Konzeptfahrzeug, das Seriennähe erkennen lässt, über eine Vierrohr-Auspuffanlage mit Edelstahlendrohren, 18-Zoll-Leichtmetallräder, einen tief angeordneten Hexagonal-Grill und Scheinwerfer, die Subaru mit Habichtaugen vergleicht. Die Bremsanlage liefert Brembo zu. Mit Informationen über den Motor hält sich das Unternehmen aber offiziell weiter zurück. Mitgeteilt wird derzeit nur, dass es sich um einen direkteinspritzenden 2,0-Liter-Benziner ohne Turboaufladung handelt, dessen "weit zur Fahrzeugmitte gerückte Einbaulage eine optimale Gewichtsverteilung ermöglicht".

Subaru kann auf eine erfolgreiche Boxer-Motoren-Tradition verweisen, u.a. dank des jahrelangen erfolgreichen Einsatzes vom Impreza WRC im Rallyesport. Der hat allerdings Turboaufladung und Allradantrieb, das soll bei neuen Sportwagen BRZ anders sein. Reuters

Subaru kann auf eine erfolgreiche Boxer-Motoren-Tradition verweisen, u.a. dank des jahrelangen erfolgreichen Einsatzes vom Impreza WRC im Rallyesport. Der hat allerdings Turboaufladung und Allradantrieb, das soll bei neuen Sportwagen BRZ anders sein.


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