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02.04.2011

14:48 Uhr

Techno Classica 2011

Premium-Hersteller setzen wieder auf Tradition

VonSebastian Schaal

Mit rund 180.000 Besucher ist die Techno Classica nicht nur für private Aussteller interessant, auch viele Hersteller präsentieren ihre Modelle in Essen - von alt bis jung. Ein Überblick.

Essen/DüsseldorfDer Auftritt von Mercedes-Benz auf der Techno Classica 2011 steht im Zeichen des 125-jährigen Jubiläum des Automobils. Die Stuttgarter zeigen Fahrzeuge aus ihrer ebenso langen Firmengeschichte, vom Patent-Motorwagen aus dem Jahr 1886 bis zum SLK (1997). Nicht fehlen darf da natürlich der Klassiker 300 SL, oft sogar als "Sportwagen das Jahrhunderts" bezeichnet. Bei seiner Vorstellung 1954 war der legendäre Flügeltürer mit 250 km/h das schnellste Serienauto der Welt. Der Neupreis lag bei 29.000 DM, umgerechnet rund 66.000 Euro. Heute wird für einen 300 SL in einwandfrei restauriertem Zustand ungefähr eine halbe Millionen fällig.

Quelle: Frank G. Heide

Ein anderes Jubiläum steht bei BMW auf dem Plan: Der Mini Cooper wird 50. Mit einer Auswahl historischer Mini Cooper wird dieses Geburtstages gedacht. Auch die Motorsport-Historie des Modells kommt nicht zu kurz. An dem Stand sind unter anderem der Sieger-Wagen der Rallye Monte von 1964 oder der Austin Mini Cooper S Works Rallye Replica, mit dem Rauno Aaltonen an der diesjährigen Rallye Monte Carlo Historique teilnahm.

Die Münchner feiern außerdem 75 Jahre BMW 328 und 50 Jahre Neue Klasse. 1961 wurde auf IAA der 1500er vorgestellt, von dem in nur drei Jahren mehr als 350.000 Exemplare vom Band liefen.

Der Frühling ist da. Daher stellt VW seinen Stand in Essen ganz in das Zeichen der Cabrios. Die Niedersachsen haben einige seltene Exemplare mit ins Ruhrgebiet gebracht, unter anderem den Karmann Ghia Typ 34, das legendäre Showcar Cheetah oder den jüngst erst vorgestellten Golf VI Cabrio. Dessen Urahn, das Golf I Cabrio, ist auch zu sehen - mit einer Besonderheit: Das in Essen ausgestellte Modell hat noch keinen Überrollbügel. Dieser Henkel gab der Baureihe bis zur vierten Generation den Spitznamen "Erdbeerkörbchen". Der neueste Spross bricht mit dieser Tradition. Hier schießen in Sekundenbruchteilen versenkbare Überrollbügel aus ihren Verstecken hervor.

Die Konzerntochter aus Ingolstadt hat den Auftritt auf der Techno Classica unter das Motto "Renn-Serie" gestellt. Neben den historischen Renntourenwagen stehen die jeweiligen Serienmodelle. Das wohl spektakulärste Pärchen bildet der Audi 80 mit einem wertvollen Einzelstück. Der Audi 80 quattro 2,5 DTM wurde 1992/1993 entwickelt und gebaut, kam jedoch nie in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft zum Einsatz. Der Sechszylinder brachte 388 PS auf die Straße, das Serienmodell mit der internen Bezeichnung B4 musste mit deutlich weniger Leistung auskommen.

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