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02.02.2007

07:50 Uhr

Telefonierverbot

Handy muss nicht immer aus sein

Eigentlich gilt für Autofahrer ein Handyverbot – zumindest die Pflicht, eine Freisprecheinrichtung zu nutzen. Das gilt jedoch nicht in jedem Falle, wie ein aktuelles Urteil zeigt.

Ein umweltbewusster Autofahrer schaltete an einer roten Ampel den Motor aus und führte ein kurzes Gespräch mit seinem Mobiltelefon. Zu seinem Pech wurde er dabei von einem Polizisten beobachtet, der dem Telefonierer umgehend ein Bußgeld von 40 Euro aufbrummte. Zu Unrecht, entschied jetzt das Oberlandesgericht Bamberg (3 Ss OWi 1050/06).

Laut Straßenverkehrsordnung sei Telefonieren auch ohne Freisprechanlage oder Headset erlaubt, wenn das Fahrzeug stehe und der Motor aus sei. Diese Regelung gelte nicht nur bei längerem Stillstand wie an einer Bahnschranke oder im Stau auf der Autobahn, sondern auch an roten Ampeln, stellten die fränkischen Richter klar. Und zwar selbst dann, wenn die Ampel – wie in diesem Fall – an einer stark befahrenen Kreuzung im Stadtzentrum stehe.

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